JO Aarau
Kurzhochtourenlager in der Moiryhütte

Sabina Tschannen
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4 Bilder
Aufstieg über den Gletscher
Kletter am Grat
Gipfelfoto

Am frühen Morgen des 10. Julis trafen sich vier JOlerinnen und JOler mit ihren beiden Leitern, bepackt mit grösseren und kleineren, schwereren und leichteren Rucksäcken am Bahnhof Aarau. Die Reise führte von Bern über Visp nach Sierre. Dort trafen wir den fünften JOler und warteten gemeinsam bei einem Kaffee und einem Pain au Chocolat auf das Postauto, welches uns durch das Val de Moiry bis nach Moiry barrage fuhr. Von da aus glaubten wir auf der geteerten Autostrasse laufen zu müssen. Im Autostopp hatten wir wenig Erfolg. Zu unserer Überraschung überholte uns auf halber Strecke ein Postauto, welches uns bis zur Endstation mitnahm. Nun galt es, den Hüttenaufstieg unter die Füsse zu nehmen. Der Weg führte uns über schöne Alpwiesen, felsigen Untergrund sowie Schneefelder. Das Wetter war wunderbar, wolkenlos und folglich lief der Schweiss in Strömen. Nachdem wir bei der Hütte ankamen, unser Zimmer bezogen und durch ein Stück Kuchen gestärkt waren, machten wir uns auf zum nahen Klettergarten. Wir übten unser Können im Klettern mit den Bergschuhen. Pünktlich zum Nachtessen waren wir wieder in der Hütte und schmiedeten anschliessend gemeinsam die Pläne für den kommenden Tag.

Die Pointes de Mourti ist das Ziel des Tages. Um dieses zu erreichen gingen wir um 4 Uhr los, marschierten über den Gletscher und kletterten am Grat. Wir JOlerinnen und JOler waren nicht so geübt und kamen dem entsprechend eher langsam vorwärts. Ausserdem waren wir nicht die einzigen am Berg weshalb wir uns entschieden, beim Col des Rosses wieder Richtung Moiryhütte zu gehen. Die drei fitten JOlerinnen und JOler unter uns gingen nicht auf dem direkten Weg zurück zur Hütte, sondern bestiegen noch die Pigne de la Lé. Nach dieser Besteigung waren auch die drei müde.

Nachdem das Wetter für den Sonntag und Montag traumhaft schön war, liess die Wettervorhersage für den Dienstag und Mittwoch zu wünschen übrig. Daher entschieden wir uns, am Dienstagmorgen „auszuschlafen“ und uns anschliessend auf den Heimweg zu machen. Als wir am Dienstag um 8 Uhr morgens aufstanden und die Sonne schien, waren wir etwas enttäuscht, dass wir das gute Wetter „verschliefen“. Doch bereits während dem wir Zmorgen assen, verschlechterte sich das Wetter allmählich. Unsere Entscheidung, sich auf den Heimweg zu begeben war richtig, denn gerade als wir bei der Postautohaltestelle ankamen, setzte der Regen ein. Die Wartezeit bis das Posti kam war lange, kühl und nass. Umso grösser war die Erleichterung als der gelbe Bus um die Ecke fuhr und wir die Heimreise wettergeschützt antreten konnten.

Zusammengefasst konnten wir JOlerinnen und JOler drei wunderbare Tage im Wallis verbringen, an welchen wir viel erlebt, gelernt und geschwitzt haben.

Danke den beiden engagierten Leitern für das Kurzhochtourenlager!