glp Grünliberale Partei Baden / Ennetbaden
Kosten und Nutzen des Energie-Leitbildes

Isabelle Wanner
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Zur Einwohnerratssitzung vom 3. September 2013. (IW) Die GLP wird dem Rahmenkredit von 1,5 Millionen für das Energie-Leitbild bis 2016 zustimmen mit der Bitte, ihn zurückhaltend und zielgerichtet einzusetzen und auf Personal-Aufstockung zu verzichten. Dazu erlauben wir uns folgende kritische Gedanken. 2005 ein ELB zu schaffen, um den Energieverbrauch zu optimieren, war innovativ. Nun zeigt der vorliegende Bericht auf, dass die Realität den Optimismus im Guten wie im Schlechten durchkreuzt. Es gibt Wunschwerte, die zu 100% erreicht wurden, z.B. die Energieversorgung der Stadtverwaltung durch Ökostrom. Umgekehrt machten externe Einflussgrössen, wie Denkmalschutz-Objekte, die energetisch kaum auf Vordermann gebracht werden dürfen, einen Strich durch die Rechnung. Oder die Technologie genügte den Ansprüchen nicht, wie z.B. der abgebrochene Versuch, in der Heizzentrale des KSB Energie durch Waldholzverbrennung zu gewinnen. Daher scheint uns, dass für Leitmotive, die entweder eigenständig zur Alltagstechnologie werden oder vorderhand nicht zu realisieren sind, der personelle Aufwand minimiert werden muss. Denn dank der vorbildlichen Information auf höherer Ebene (Bund, Berufsverbände u.a.m.) setzt heute jedes Unternehmen, ob klein oder gross, jede/r Bauherr/in aus eigener Initiative energiesparende Mittel ein. Wahrscheinlich genügt es, wenn die Energiefachstelle eine aktuelle Liste der Institutionen, die Hilfe anbieten und Subventionen vermitteln, bereithält. Aus dem ELB sind nicht wirklich Steuerungseinflüsse abzuleiten. Eher handelt es sich um eine Bestandesaufnahme. Zu den Würdigungen: Wie verhalten sich Kosten und Nutzen eines Labels wie Swisspower oder eines Awards für Energiestadt? Wird aktuell nicht zu viel für die mediale Aufmerksamkeit aufgewendet und bezahlt? Da der technologische Fortschritt keine Rücksicht auf das Badener Energie-Leitbild nimmt, ist es ratsam, sich auf konkrete Ausgaben zu konzentrieren wie die Nutzung des Thermalwassers, der Holzenergie und vor allem der Entschwendung, denn „Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt" (Mahatma Gandhi).

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