Gospelchor
Konzertbericht Schöftland 2013

Sandra Kretz
Merken
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag

Bilder zum Leserbeitrag

Schöftland: «The Tune Ups» machen sich fit für den grossen Chorwettbewerb in Aarau Gospelchor unter Interims-Leitung

Der Gospelchor aus Suhr, «The Tune Ups», ist wieder auf Konzerttournee. Gestartet wurde diese in der reformierten Kirche Schöftland, am Freitag gastiert der Chor um 20 Uhr in der katholischen Kirche Aarau, und am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr in der katholischen Kirche Suhr. In Schöftland bewiesen die Chormitglieder, wie auch die Begleitband, dass sie bereits heute fit wären für den friedlichen Wettbewerb mit Schweizer Spitzenchören.

Überzeugender Chor – sympathische Solisten
Neben Gospelsongs und Spirituals wagen sich die Singenden auch an Oldies und Folk Songs. So wird beispielsweise der durch Elvis Presley weltberühmt gewordene Song «Love me tender » auf spezielle Art interpretiert, mit einem Solisten und seiner klangvollen Bassstimme. «Jabula Jesu» ist ein lebensbejahender Zulu Folk Song und dokumentiert die Sprachbegabung und das Rhythmus-Verständnis des Chors. Andererseits darf das Publikum zurücklehnen und geniessen beim «Tennessee Waltz», oder sich voll mitreissen lassen beim Roger-Miller-Song «King of the Road». Mit «I got Rhythm» findet auch ein rassiges George-Gershwin-Stück Eingang ins vielfältige Programm,während «Nobody Knows» von einer Solistin mit warmer Altstimme voller Inbrunst gesungen wird. Im offiziellen Schlusslied «Let us stand» wird das südamerikanische Feuer, das im aus Bogotà stammenden Dirigenten lodert, spürbar. «Joshua fit the battle» ist rasant gestaltet, mit Herbie Waser als Solist, welcher auch die Moderation übernimmt. Neben den anderen Solistinnen und Solisten, die allesamt sorgfältig vorbereitet worden waren, sorgt Herbie Waser in «The Day you set me free» für ein absolutes Highlight.

Bewährte Begleitband und professioneller Leiter
Der Chor und die Bandmitglieder arbeiten schon seit längerer Zeit zusammen, und auch das ist spürbar. Man geht gegenseitig aufeinander ein. Am Klavier sitzt Martin Zangerl, am Bass David Jegge, und Daniel Lüthi sorgt für den richtigen Rhythmus. Eine Klasse für sich ist auch der interimistische Dirigent EduardoVallejo. Der 35-jährige Musiker studierte in Bogotà und vertiefte seine Ausbildung an der Musikakademie Basel in den Fächern Klavier und freie Improvisation. Sein Charme, seine Professionalität und seine Begeisterung sind ansteckend. Neben der Leitung von «The Tune Ups» leitet er weitere Chöre, begleitet Solisten und singt als Tenor im «Ensemble Orlando». Dem diesjährigen Konzert des Chores gibt er mit seiner besonderen Art seinen eigenen Touch, welcher vom Schöftler Publikum mit tosendem Applaus belohnt wurde und ein brillantes «Hallelujah» als Zugabe zur Folge hatte.