jungfreisinnige aargau
jungfreisinnige aargau: Stellungnahme zum Lehrplan 21

Yatin L. Shah
Merken
Drucken
Teilen

Die jungfreisinnigen aargau stehen dem Lehrplan 21 kritisch gegenüber. Der Lehrplan wurde völlig überladen, einzelne Kompetenzbereiche decken viel zu viel Inhalt ab. Der Staatskundeunterricht wird in verschiedenen Kompetenzbereichen angeschnitten, droht aber aufgrund mangelnder Stundendotierung zwischen Stuhl und Bank zu fallen.

Die jungfreisinnige aargau sehen die Umsetzbarkeit des Lehrplans 21 kritisch, der überladenen Vorlage droht Gefahr, zum Papiertiger zu werden. Dabei gibt es durchaus positive Elemente. So wurde der Inhalt der Staatskundeinitiativevermehrt in den Lehrplan aufgenommen, insbesondere die wirtschaftliche und politische Bildung erhält mehr Gewicht.

Mehr Staatskunde bei tieferer Stundendotierung – ein Widerspruch
Leider wurde die Stundendotierung im Bereich „Räume, Zeiten, Gesellschaften“ früher Geschichte und Geographie, um zwei Stunden gekürzt, dies zu Gunsten der Fächer Gestaltung und Gemeinschaft. Auch kritisieren die jungfreisinnigen aargau die Zerstückelung und Verzettelung der Staatskunde über mindestens drei Kompetenzbereiche („Wirtschaft, Arbeit, Haushalt“, „Räume, Zeiten, Gesellschaften“, „Ethik, Religionen, Gemeinschaft“). Dem Grundgedanken eines eigenständigen Fachs Staatskunde wurde nicht Rechnung getragen. Zukünftig sind die Schülerinnen und Schüler beim Staatskundeunterricht noch mehr dem Gutdünken des Lehrpersonals ausgeliefert. Denn es besteht eine hohe Gefahr, dass bei Rückständen im Lehrplan die einzelnen verzettelten Elemente des Staatskundeunterrichts ganz weggelassen werden. Ein kohärenter Zusammenhang der Staatskunde wird dabei den Schülern verwehrt. Die jungfreisinnigen aargau beobachten diese Entwicklung und behalten es sich vor, die Sistierung der Staatskundeinitiative aus dem Jahre 2010 aufzuheben.

Vernehmlassung bewusst sehr umfassend gehalten – Trickspiel der Verwaltung
Die jungfreisinnigen aargau kritisieren die überladen gehaltene Vernehmlassung als Trickspiel der Verwaltung. Die hohe Komplexität, die kurze Frist und die an Suggestion erinnernde Fragestellung verunmöglichen eine umfassende Stellungnahme. Es entsteht der Eindruck eines bewussten Tricks, um die Vorlage einfacher durchs Parlament schleusen zu können.