Fachhochschule Nordwestschweiz
Junge Roboterfreak am Werk

Das Team aus Niederrohrdorf holte sich die Silbermedaille.

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Am Samstag 8. November 2008 fand in der Fachhochschule Windisch der regionale Aus-scheidungswettkampf der First-Lego-League Wettbewerbe 2008 (FLL) mit Niederrohrdorfer Beteiligung statt.

Robotic Team Galileo holte die Silbermedaille in der Gesamtwertung! Herzliche Gratulation zu dieser hervorragenden Leistung. Sechs wissenshungrige Jungs bilden unter Coach Thomas Hütter das Team: Noah Hütter, Florian Brülhart, Luca Bürgi, Luca Keser, Oliver Stirnemann und Marc Mettler .

Der diesjährige First-Lego-League-Wettbewerb stand unter dem Motto „Climate Connections", 16 Teams kämpften mit ihren Lego Mindstorms-Robotern um den Sieg. 13 Teams wer-den durch Institutionen - meistens Schulen - gefördert und nur 3 Teams sind privat. Robotic Team Galileo gehört zur zweiten Gruppe, umso beachtlicher ist der 2. Platz.

Wer glaubt, an diesem Wettbewerb müssen nur Legosteine zusammengebaut werden, der liegt meilenweit daneben. First-Lego-League ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Techno-logie heran führen möchte. Genau die Komplexität der Aufgaben, treibt die Kinder zu Höchstleistungen an. Denn von der Bekanntgabe der Aufgaben bis zum Wettbewerb bleiben nur gerade acht Wochen. In dieser kurzen Zeit muss geplant, programmiert und getestet werden. Vernetztes Denken ist unabdingbar und das Lernen die Jugendlichen, wodurch sie bestens gerüstet sind, in ein paar Jahren der Wirtschaft als Ingenieure ihr wertvolles Wissen zur Verfügung zu stellen.

Die Teams haben zwei Aufgaben zu lösen: Neben dem Robotikwettbewerb haben sie zum Thema „Climate Connections" eine Forschungsaufgabe zu präsentieren. Robotic Team Galileo wählte das Thema „Biogasanlage" und präsentierte ihren Vortrag souverän.

Am Spieltisch fährt der Roboter wie von Geisterhand gesteuert los, hebt ein Haus an, öffnet das Fenster, vergräbt Kohlendioxid oder liefert eine Eiskern-Bohrmaschine an. Ein Game dauert nur 2.5 Minuten. Der Roboter darf nur in der sogenannten „Base" für die nächste Auf-gabe umgebaut werden. Je mehr Aufgaben der Roboter in einem Arbeitsschritt lösen soll, je komplizierter gestaltet sich das Programmieren und die Konstruktion der verschiedenen Werkzeuge. Da ist es auch verständlich, wenn beim Umbauen vor lauter Nervosität etwas nicht klappt, denn es muss gegen die Tücken des Objekts wie auch gegen die Zeit gekämpft werden.

Doch wer heute als Zuschauer dieses Spektakel verfolgte, der konnte feststellen, dass nicht nur verbissen gekämpft wurde, sondern dass die Jugendlichen sichtlich Spass haben. Selbst wenn der Roboter einfach stehen blieb, verhielten sie sich cool nach dem Motto: Mitmachen ist wichtiger als gewinnen.

Schade, dass wir nun wieder ein Jahr warten müssen. Wer mehr über diese spannende, sinnvolle Freizeitbeschäftigung erfahren will, kann unter http://www.fristlegoleague.de alles Wissenswerte nachlesen. Besuchen Sie das erfolgreiche Robotic Team Galileo unter: www.robotic-team-Galileo.ch. Elisabeth Keser

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