Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Aargau
Jugendrotkreuz: Freiwillige Einsätze zwischen Schule und Ausgang

Jugendliches Engagement

SRK Kanton Aargau
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„Besuch vom Jugendrotkreuz". In grossen Lettern wird dieser Anlass jeweils an der Pinnwand des Seniorenzentrum Wasserflue in Küttigen, angekündigt. Einmal im Monat besuchen Freiwillige des Jugendrotkreuz Aargau die Senioren zum gemeinsamen Spielen, Spazieren oder Einkaufen gehen. In der Adventszeit steht jedoch eine besondere Aktivität auf dem Programm, man trifft sich im 2. Stock zum Guetzle.

In einer grossen Schüssel steht bereits der Teig bereit. Der Klassiker aller Weihnachtsguetzli, Mailänderli, soll daraus werden. Ärmel werden nach hinten gekrempelt, man rüstet sich mit Wallholz und Förmli. Noch sind die drei Freiwilligen alleine, doch schon bald findet eine Seniorin den Weg in die warme Küche und wird herzlich zum Mithelfen eingeladen. Zögerlich bleibt sie stehen, eigentlich möchte sie lieber etwas Schach spielen. Gar kein Problem, Rebekka widmet ihre Zeit auch gerne dafür. Gemeinsam machen sich Jung und Alt auf den Weg in die Cafeteria und verbringen den Rest des Nachmittags mit hoher Konzentration beim Brettspiel.

„Was riecht denn hier so gut", der feine Duft frischer Guetzli lockt einige neugierige Bewohner herbei. Erinnerungen an alte Zeiten werden wieder wach, die Sinne werden angeregt. Gerne wird nun auch von Seiten der Bewohner Hand angelegt. Das Ausstechen und Bemahlen der Guetzli sind bekannte Handlungen, die hier ganz natürlich reaktiviert und somit erhalten bleiben. Die Besuche der Jugendlichen Helfer sind daher nicht nur ein Zeitvertreib, es ist auch ein Austausch, ein gegenseitiges Herausfordern und Lernen voneinander.

In einigen Fällen geht der Kontakt sogar über die vom Jugendrotkreuz organisierten Besuche hinaus. In einer freien Minute schauen freiwilligen Helfer schnell vorbei ob auch alles in Ordnung ist, noch was besorgt werden kann oder ob ein Bewohner einfach nur Lust auf ein Gespräch oder Spiel hat.

Das Jugendrotkreuz Aargau gibt es zwar erst seit einem Jahr, doch nach diesem ereignisreichen Nachmittag wird deutlich, dass schon die ersten Früchte geerntet werden können und natürlich auch feine Mailänderli, für jeden Bewohner des Seniorenzentrum ein Säckli. (mh)