Wasserfahrverein Rupperswil
Jugend-Schifferstechen 2016 an der Aare

Luca Michelli
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Getroffen!

Getroffen!

Der Rubischwiler Wasserfahr-Nachwuchs hatte am Mittwochabend vom 17. August die Gelegenheit sich in der legendären Rittersportart, welche man für das Wasserfahren adoptiert hatte, zu behaupten.

Nach dem intensiven Hochwasser anfangs Jahr kam endlich die Einladung mit dem Ersatzdatum zum Schifferstechen. Die Freude war gross im Jugend-WFVR-Whatsapp-Chat.

Nach einem interessanten 1.5h Schifferstechenwettkampf waren die Jungen erschöpft und nass! Spass hatten trotzdem alle! Der Wasserfahrverein Rupperswil kann auf einen ganz tollen Abend an der idyllischen Aare zurückblicken!

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Das Schifferstechen ist eine Art „Ritterturnier zu Wasser“. Bei einem Stechen fahren zwei Schiffe (Weidlinge) längsseitig aneinander vorbei. Die beiden Stecher versuchen sich mit den (heutzutage gepolsterten) Lanzen vom Podest zu stossen.

Historisches

Schifferstechen gab es im Mittelalter in fast allen Fluss- und Seestädten Europas: Zum Beispiel auf dem Rhein, dem Neckar, dem Main, der Elbe und der Donau.

In Frankreich wurde es auf der Seine und der Rhône gepflegt, in London auf der Themse, in Venedig auf dem Canale Grande. Aber auch in Holland, Belgien und Dänemark war es populär.

Und in der Schweiz? Hier berichten die Überlieferungen von Stechen in Genf, Ouchy, Vevey, Estavayer le-Lac und Zürich. Als Jos Murer 1576 den Stadtplan von Zürich zeichnete, setzte er zwei Weidlinge mit Schifferstechern in die Limmat. Die Lanze angelegt, zum Stoss bereit sitzen die Stecher auf dem Bug. Murer hat allerdings nicht so genau hingeschaut, bei der Kampfbegegnung würden nämlich die Stecher in die Weidlinge statt ins Wasser fallen.

Quelle: http://www.limmat-club.ch/index.php/schifferstechen.html

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