Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden
Jahresputz beim Schiibestandweiher ist abgeschlossen

Thomas Hersche
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undefined Mit Rechen musste das Heu zusammengenommen werden.
undefined Gemeinsam ist man viel schneller.
undefined Das Alter spielt bei der Arbeit keine Rolle.
undefined Vorgängig wurde das Gras gemäht, damit es Wasser verliert und dadurch leichter wird.

Jedes Jahr, wenn die Blütenpracht langsam nachlässt und die Natur sich bereits auf die nächste Saison einstellt, dann nämlich, wenn die Samenstände ausgereift sind und abfallen und die Energie ins Wurzelwerk zurückgezogen wird, dann ist es Zeit, die Umgebungsarbeiten beim Schiibestandweiher in Angriff zu nehmen. Der Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden hat auch diesmal wieder zum Arbeitseinsatz eingeladen und wurde nicht enttäuscht. Viele Freiwillige sind gekommen und haben tatkräftig mitgeholfen. Das einige Tage zuvor gemähte Schnittgut, das schön abgetrocknet war, wurde am angrenzenden Waldrand deponiert; diese Haufen bieten Ringelnattern und Blindschleichen wiederum Lebensraum. Durch den Rückschnitt bekommen lichtliebende, aber konkurrenzschwache Pflanzen wieder bessere Bedingungen. Ein weiteres Ziel der Aktion ist auch, dass sich das Schilf nicht weiter zum Weiher ausweitet und schlussendlich diesen in Beschlag nimmt. Der Weiher soll als offene Wasserfläche bestehen bleiben. Die Wasserpest und die vielen Seerosen haben bereits etwas überhand genommen und sollen in den nächsten Jahren entfernt werden. Leider hat es oberhalb des Weihers an verschiedenen Orten Berufkraut, das wohl mit seinen kamillenähnlichen Blüten schön anzuschauen, aber leider invasiv ist. Das heisst, es breitet sich stark aus und verdrängt so die heimische Pflanzenwelt, weshalb es bekämpft werden muss.

Im Frühling, bevor die Seerosen mit ihren grossen Blättern die Wasseroberfläche zugedeckt haben, konnte ein ca. 40 cm grosser Karpfen beobachtet werden. Ob dies der Grund dafür ist, dass kaum Frösche, Kröten und Molche zu sehen sind, ist Spekulation. Der Karpfen ist wohl über eine Ente eingeschleppt worden und gehört zu den heimischen Fischen, weshalb ein Einfangen wenig zielführend ist.

Nach genau einer Stunde intensiver Arbeit ging es zum gemütlichen Teil beim Fritzebrünneli, wo das Grillfeuer bereits vorbereitet war.

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