Natur- und Vogelschutzverein
Interessanter Regionalhöck der Natur- und Vogelschutzvereine in Oberentfelden

Zum traditionellen Regionalhöck der Natur- und Vogelschutzvereine aus dem Rueder-, Uerken- und Suhrental lud der Natur- und Vogelschutzverein Oberentfelden, Präsident Paul Ryser, ein. Die Tradition wird weitergeführt, nächstes Jahr in Hirschthal und im Jahr 2010 in Suhr.

Marcel Siegrist
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Bereits vor fünf Jahren fand der Regionalhöck im Bereich des Oberentfelder Golfplatzes statt. Nun konnten die Teilnehmenden verfolgen, was inzwischen passierte. Ein Bijou ist die Insellandschaft in der Suhre geworden, die ohne grossen administrativen Aufwand kurzerhand realisiert wurde. Auch der Hochstamm-Obstgarten wurde besucht. Auf den ersten Blick sieht es sehr gut aus, die Profis unter den Höckteilnehmenden stellten aber rasch fest, dass der Schnitt Mängel aufweist. Der Experte Kurt Lehner erklärte anhand einiger Bäume, wie es sein sollte, und welche Probleme den Bäumen erwachsen werden. Begutachtet wurden auch die Naturwiesen und die Hecken, die im Frühling und Frühsommer sehr interessant sein können, wie Paul Ryser betonte, insbesondere was Bienen, andere Insekten und Vögel betrifft. Christian Affolter führte die Wanderer an einen Weiher mitten im Golfplatz, der sehr belebt sei.

Oberentfelden als vorbildlicher Pionier
Nach einem Besuch in der Driving-Ranch, wo jeder seine Treffsicherheit prüfen konnte, ging es weiter zum Schwabistal-, Giebel- oder Talbächli. Heinz Lüscher lobte den mäandrierenden Bachlauf und das ideal bestockte Ufer, wo sogar die Bergstelze ab und zu gesichtet wird. Schliesslich führte Förster Peter Suter an den Waldrand, welcher in den letzten Jahren eine Aufwertung erfuhr, und zum neuen Biotop, das er als Diplomarbeit realisieren konnte.
Tradition ist es auch, dass beim anschliessenden gemütlichen Höck die Vereinsdelegationen über Aktuelles berichten. Dabei zeigte sich Adolf Fäs, Kantonalvorstand Birdlive, davon beeindruckt, was in Oberentfelden naturschutzmässig passiert, dank einer ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen Natur- und Vogelschutz, Förster, Gemeinderat und Werkhof. Entfelden hätte zwar eine Ente im Wappen meinte Gemeindeammann Ruedi Berger, aber das Dorf sei trotzdem kein Naturparadies. Einiges an Pionierarbeit werde aber geleistet, so zum Beispiel in einer stillgelegten Kiesgrube, wo zur Zeit Lamas die ganze Pflegearbeit vorbildlich verrichten.
Highlights im Jahresverlauf
Ober- und Unterentfelden führten zusammen ein Grillfest im Zelgenhof durch, das mit 120 Personen sehr gut besucht war. In Muhen wurde ein besonderes Augenmerk auf die Orchideen gelenkt. Zu denken gab die Fledermauskolonie, die dieses Jahr sehr zusammengeschrumpft war. In Bottenwil hatte die Biotoppflege Vorrang. Ein monatlich wechselnder Wettbewerb über einheimische Tiere stösst bei den Kindern auf grosses Interesse. Eine Nachtexkursion auf beleuchteten Spazierwegen mit Reflektor-Geisterbahn lockte ganze Familien an.
In Hirschthal gehörte eine Flaachseewanderung zu den Highlights. Holziken half mit bei der Spielplatzgestaltung. Aktivitäten zu 75 Jahre NVV Holziken sind in Planung. Kölliken hat die Flucht nach vorn angetreten und möchte neuen Schwung in den Verein bringen. Das zerstörte «Häxebrünneli» kann wieder aufgebaut werden. Es soll zum 50-Jahr-Jubiläum eingeweiht werden. In Reitnau wurden die Orchideenpflanzen gezählt. 280 haben geblüht, sie gehören neun Arten an. Neophytenbekämpfung in Safenwil, Heckenpflege, Natur-Kultur mit Exkursion nach Sursee und die Prüfung eines Kleinwasserkraftwerkes waren die Neuigkeiten aus Schöftland, ein Verein, der ebenfalls nächsten Jahr 75-jährig wird.
Staffelbach hatte ein normales Jahr, das Suhreprojekt sei auf guten Weg. Beansprucht werden die Mitglieder durch die Arbeit mit der Jugendorganisation «Flinke Finken.». In Suhr wird der Stadtbach renaturiert. Normale Jahre wurden auch aus Uerkheim und Unterentfelden vermeldet.
Bei einem Imbiss und vielen Gesprächen wurde der wunderschöne Spätherbstnachmittag beendet. (st.)

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