Schweizerische Wagons- und Aufzügefabrik AG Schlieren
In Schlieren soll wieder an Wagons gearbeitet werden

Stefan Nidegger
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Es kommt viel Arbeit auf die Schlieremer zu So steht der Wagon derzeit in Bauma ZH. In seiner Substanz ist aber gut erhalten. © Patrick Bigler

Es kommt viel Arbeit auf die Schlieremer zu So steht der Wagon derzeit in Bauma ZH. In seiner Substanz ist aber gut erhalten. © Patrick Bigler

In einem über 100 Jahre alten Bahnwagen soll das einstige «Wagi-Beizli» als nicht kommerzielles Lokal und museales Denkmal zurückkehren. Umbau und Renovation notabene durch die Wagi Schlieren. Die Idee findet Zuspruch.

An einem Arbeitstag beim befreundeten Dampfbahn Verein Zürcher Oberland, kurz DVZO in Bauma ZH kam Patrick Bigler, Projektleiter des Wagi-Museums und Michael Bollmann, Leiter Technik Wagen beim DVZO die Idee: Der gelbe C3 Manschaftswagen welcher abgestellt in Bauma steht, würde sich für ein Projekt eignen, mit welchem man in Schlieren bereits seit längerem liebäugelte. Ein «Wagi-Beizli» als Museumsbestandteil auf Schienen.

Das Projekt steht noch ganz am Anfang

«Es kommen nun einige Hürden auf uns zu», sagt Bigler. Der historische 3-achsige Wagons ist mit einer Länge von über 12m kein Objekt, dass sich vorübergehend einfach in einer Scheune unterbringen lässt. Wir suchen nun gezielt mit Unternehmen in Schlieren sowie der Stadt das Gespräch. «Noch haben wir in Bauma nicht definitiv zugesagt, aber die Zeichen stehen gut», so Bigler weiter. Auch der Transport von Bauma nach Schlieren bringt noch eine weitere Herausforderung mit sich. Der Wagon kann nur noch auf der Strasse mittels Tieflader transportiert werden.

Umbau und Renovation soll Schlieremer Geschichte aktiv vermitteln

Weiter sagt Bigler: Wir können uns sehr gut vorstellen, dass während der Renovationsphase in Schlieren auch Schulklassen einzelne Tage mithelfen am Wagon zu arbeiten. Eine Idee die durchaus gut ankommt in Schlieren. So könnte nebenbei die Geschichte des einstigen Schienenfahrzeugbaus vermittelt werden.

Arbeit gibt es genug: Es müssen Holzelemente neu gestrichen werden, Sitzbänke abgeschliffen - und der ganze Wagenkasten - komplett saniert werden. Auch die Küche im Wagen muss komplett saniert werden. «Hier hoffen wir zudem auf die Unterstützung durch Schlieremer Unternehmen», sagt Thomas Stauber, Präsident von HistoricSchlieren.

Keine kommerzielle Nutzung vorgesehen

Gehen die Pläne des Wagi-Museum auf, könnte sich der Wagon nach rund 18 monatiger Umbauzeit bereits im neuen Kleid präsentieren. Er soll Platz für 30 Gäste bieten und im Stil der Belle Epoque hergerichtet werden. Geplant ist, dass der Wagon für Firmen- und Vereinsanlässe in Schlieren gemietet werden kann. Auf der Schiene wieder rollen, wird der Wagon aber vorerst nicht.