Gekkos Inlinehockey
In den Playoffs mit dem Rücken zur Wand

Thomas Maurer
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Bilder zum Leserbeitrag

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Geoffroy Schneider

Viel hatte man sich vorgenommen - umsetzen konnten die Gekkos Gerlafingen davon wenig. Rivale Buix war nicht besser, schon gar nicht schneller, aber deutlich kaltblütiger vor dem Gehäuse. Wie so oft in diesem Jahr scheiterten die Lange-Boys an ihrer eigenen Chancenauswertung. Man darf auch mal hart ins Gefecht gehen und sagen, dass sie schlicht nicht fähig waren, die Tore zu erzielen. Anders lassen sich etliche Minuten in Überzahl, mehrere Alleingänge auf den Buix-Torhüter und lediglich drei Torerfolge bei fast 50 Abschlüsse nicht erklären.

VON STEFAN SIEGRIST

Es sind Playoffs, der Herbst ist für die Inlinehockeyaner die schönste Zeit des Jahres. Und wie bereits in den paar Jahren zuvor scheinen die Gekkkos nicht in der Lage zu sein, ihr bestes Hockey abzurufen. Der Auftritt gestern war nicht schlecht, vom Charakter her durchaus akzeptabel, aber es will einfach nicht hinhauen. Mike Wälchli brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Es kommt von jedem viel, aber irgendwie muss noch mehr kommen!“

Der Start in die Partie hätte unglücklicher nicht sein können. Bereits nach wenigen Sekunden musste Goalie Lange erstmals hinter sich greifen. Der denklich schlechteste Zeitpunkt für einen Gegentreffer zum Auftakt der Playoffs. Es kam noch schlimmer, wenig darauf lagen die Solothurner bereits mit 0:2 im Hintertreffen. Der Druck der Gäste wurde erhöht, man riss das Spiel an sich. Buix blieb mit seinen schnellen Verteidigern stets brandgefährlich. Kummer brachte seine Farben bis zur ersten Pause wieder heran.

Der zweite Abschnitt war aus Sicht der Gäste einer zum Vergessen. Gleich drei Mal wurden die Gekkos für ihre mangelhafte Deckungsarbeit hart bestraft. Buix lag plötzlich mit 5:1 vorne und beschränkte sich dabei in erster Linie auf Konter. Kurz vor der Pause wurde die Partie noch ruppiger. Die Unparteiischen verloren den Match aus den Händen und versuchten mittels vielen Strafen zurückzufinden. Dabei war das Spiel zwar hart, aber keineswegs über dem Limit. Kummer gab den Gästen mit dem 5:2 kurz vor dem zweiten Pausentee nochmals ein kleines Licht am Ende des Tunnels.

Der dritte Abschnitt war einmal mehr von wüsten Szenen in Buix geprägt. Lödding wurde nach einem harten, aber fairen Check von einem Buix-Akteur in eine Schlägerei verwickelt. Beide Sünder wurden mit einer direkten roten Karte bestraft. Doch als jener Lödding zur Dusche gehen wollte, wurde er zuerst von Buix-Spielern gestossen und danach von völlig durchgedrehten Zuschauern mit Stockschlägen bedroht. Die Schiedsrichter schauten dem Geschehen zu, waren völlig überfordert. Ob sie den Rapport gegen die Fans von Buix tatsächlich auch ausfüllten, wird sich später beweisen. Buix ist und bleibt ein schlimmes Pflaster und ist für den Inlinehockey-Sport die schlechteste Werbung überhaupt. Wie lange da der SIHV-Vorstand wohl noch die Augen verschliesst?

Am kommenden Samstag empfangen die Gekkos den SHC Buix zu Spiel 2. Sollten die Gerlafinger gewinnen können, würde es am Sonntag in Buix zum Showdown kommen. Die Frage stellt sich, ob die Gesundheit der Gekkos-Akteure das überhaupt will...

SHC Buix - Gekkos Gerlafingen 7:3 (2:1, 3:1, 2:1) PDF

Buix führt in der Best-of-3-Serie mit 1:0

Buix. 80 Zuschauer. - Schiedsrichter: Trinchan/Schuler. - Tore: 1. Chatelain J. (Meyer) 1:0 8. Chatelain J. (Chatelain G.) 2:0 13. Stampfli 2:1 27. Moine (Chatelain G., Ausschluss Rolli) PP 3:1 29. Chatelain J. 4:1 33. Moine (Faivre) 5:1 40. Widmer D. (Stampfli, Ausschluss Nicoulin) PP 5:2 47. Moine (Chatelain G., Ausschluss Lödding) PP 6:2 59. Siegrist (Thüler) 6:3 60. Neuenschwander 7:3. - Strafen: 12-mal 2 Minuten plus 2-mal 5 Minuten plus 1-mal Matchstrafe gegen Buix; 10-mal 2 Minuten plus 2-mal 5 Minuten plus 1-mal Matchstrafe gegen Gerlafingen.

Buix: Faivre, Courbat O., Devesvre, Moine, Chatelain J., Courbat Th., Nicoulin, Meyer, Chatelain G., Roueche, Neuenschwander.

Gerlafingen: Thüler, Kummer, Lange, Heeb, Widmer D., Wälchli, Rolli, Siegrist, Frech, Widmer, Stampfli, Lödding, Knörr.

Bemerkungen: Gerlafingen ohne Hintermann (Flitterwochen).

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