FDP.Die Liberalen
In den Bädern viel Neues

Bauherren, Behörden und FDP informierten über jüngste Entwicklungen.

Drucken
Teilen

Die Neugestaltung der Bäder läuft auf Hochtouren. Um die Bevölkerung über die neusten Entwicklungen zu informieren, hat die FDP-Stadtpartei Baden einen Informationsabend organisiert. Dabei informierten die zentralen Personen aus erster Hand: Benno Zehnder von der Verenahof AG, Andrea Schär von der Kantonsarchäologie und Stadtammann Stephan Attiger sassen auf dem Podium und teilten spannende neue Fakten mit.

Der Anlass am vergangenen Montag Abend war gut besucht: Über 100 Personen fanden sich im Pavillon (ehemalige Trinkhalle) in den Bädern ein, um die neusten Informationen zu hören. Sie wurden durch FDP-Präsident Matthias Bernhard begrüsst. Anschliessend diskutierten die Gäste unter der Leitung von Catherine Mettler (Journalistin SF1) angeregt über Vergangenheit, vor allem aber Zukunft des Bäderquartiers. Zur Zeit erarbeiten hochkarätige Architekturbüros Projekte für ein neues Thermalbad. Drei Büros sind noch im Rennen und werden bis Ende Juli ihre Projekte fertigstellen.

Laut Investor Benno Zehnder von der Verenahof AG gibt es dabei zwei Stossrichtungen: Jene Architekten, die ein extrovertiertes Bad vorsehen, grosszügig zur Limmat hin und mit viel Freiraum. Andererseits gibt es Architekten, die ein eher introvertiertes Thermalbad planen, mit viel Innennutzung und weniger Bezug zum Limmatraum. Welche von beiden Konzeptionen zum Zug kommt, ist noch nicht entschieden.

Für Stadtammann Stephan Attiger ist klar: In den Bädern darf nicht nur ein Thermalbad stehen. Vielmehr müssen auch andere Nutzungen vorhanden sein: Hotels, Gastronomie, bädernahe Betriebe wie Arztpraxen, aber auch Büros und Wohnungen. Nur so könne man sicherstellen, dass in den Bädern künftig 24 Stunden am Tag Leben herrsche.

Die Grabungsleiterin der Kantonsarchäologie, Andrea Schär, erzählte ihrerseits viele spannende Begebenheiten aus ihrer täglichen Arbeit in den Bädern. Derzeit wird beim Römerbad zwischen Parkhaus und Thermalbad gegraben. Hier finden sich Ruinen von Bäderbetrieben aus 2000 Jahren - Geschichte, die direkt mit dem heutigen Badebetrieb etwas zu tun hat. Ein solcher Bezug zur Gegenwart sei für Archäologen äusserst selten und sehr spannend.

Laut Stephan Attiger wird im August über das Siegerprojekt für das Thermalbad orientiert. Anschliessend folgen umfangreiche Planungs- und Bauarbeiten. Benno Zehnder hofft, dass die ersten Badenden im Jahr 2013 oder 2014 ihre Runden in den neuen Becken drehen können.

Nach der Diskussion auf dem Podium unter grosser Beteiligung der Zuschauer leitete FDP-Präsident Matthias Bernhard zum gemütlichen Teil über: Beim Apéro konnten sich die Gäste über die Zukunft des Bäderquartiers und andere aktuelle Themen unterhalten. (lb)