Elternverein Kaisten
Immer diese Machtkämpfe – muss das sein? Interessanter Vortrag in Kaisten

Susanne Finck
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Bilder zum Leserbeitrag

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Susanne Finck-Kohler

Unter diesem Titel lud der Elternverein Kaisten vergangene Woche Eltern von Kindern zwischen zwei und sechs Jahren zu einem interessanten Vortrag ein. Marianne Leber, Elternbildnerin und Erziehungscoach, führte durch den Abend und versuchte, mit aus dem Alltag gegriffenen Situationen wirkungsvolle Ansätze in der Erziehung und im Umgang mit Machtkämpfen zu vermitteln.

Geht es um Sieg und Niederlage?
Machtkämpfe setzen gewöhnlich voraus, dass eine von zwei Parteien am Ende siegt. Doch in der Erziehung geht es nicht darum, zu gewinnen oder zu verlieren oder gar darum, den Willen des Kindes zu brechen. Es geht vielmehr darum, kleinen Kindern mit liebevoller Zuwendung konsequent bestimmte Regeln zu vermitteln. Ein Kind möchte eigenständig und selbstständig sein. Es darin zu unterstützen erspart den Eltern viele eskalierende Auseinandersetzungen. Kein Kind will Macht! Ein Kind will nicht „mächtig“ sein, aber machen können und wissen, was förderlich, sicher und gut ist. Es will lernen. In Machtkämpfen suchen Kinder Orientierung und brauchen Regeln. Kinder brauchen Eltern, welche das Alter des Kindes und die damit verbundenen Frustrationen beachten und entsprechend respektvoll handeln und reden, wenn das Kind mehr möchte als es kann oder darf.
Im Alltag, der stark durch äussere Einflüsse und Erwartungen geprägt wird, verständnisvoll und mit viel Ruhe und Gelassenheit zu reagieren, ist nicht immer leicht. Darüber waren sich die Zuhörenden anschliessend an den Vortrag einig. Erziehende müssen tagtäglich daran arbeiten und lernen. Um unliebsame Muster der Konfliktlösung zu durchbrechen und das Kind in lebenswichtigen Kompetenzen zu stärken, kann vorübergehend auch externe Unterstützung hilfreich sein. Unter www.familyinform.ch und www.elternbildung-aargau.ch finden Interessierte Angaben dazu. Trotz allem gingen die Mütter und Väter ermutigt und mit neuen Erziehungsansätzen nach Hause. Wir wünschen allen gutes Gelingen bei der Umsetzung und vor allem viel Geduld, Verständnis und Erfolg.

Voranzeige
Wir freuen uns, dass wir am Dienstag, 8. März 2016 Marianne Leber ein weiteres Mal für einen Vortrag begrüssen dürfen. In ihrem Referat mit dem Thema „Respektvolle Kommunikation – Damit der Gesprächsfaden nicht reisst“ spricht sie vor allem Eltern mit Kindern im Alter von 12 – 16 Jahren an und geht damit auf die Pubertät und dessen Verständigung und Beziehung ein.