Natur - und Vogelschutzverein
Im Siedlungsraum lauern viele Gefahren auf den Igel

Claudio Puppis
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NVV Turgi: Im Siedlungsraum lauern viele Gefahren auf den Igel

An dem mit über 40 Personen gut besuchten Vortrag erhellte Stephanie Burkart vom Igelzentrum Zürich „das heimliche Leben der Igel“.

Igel könnten 7 bis 8 Jahre alt werden, erreichen dieses Alter aber in freier Wildbahn nicht. Realistisch ist eine Lebenszeit von 2 bis 3 Jahren. Dies, obwohl der Igel nur wenige Feinde besitzt: Dachs und Uhu können wegen ihrer langen Krallen einen Igel packen, wenn er sich eigekugelt hat; Fuchs, Iltis und Marder jedoch können einen eingekugelten Igel nicht packen.

Die grössten Probleme für den Igel entstehen durch den Verlust oder die Zerschneidung seines Lebensraumes. Neben Hindernissen wie Mauern und Zäune, stellen Strassen eine grosse Gefahr dar. Jährlich werden zehntausende von Igeln überfahren. Weitere Gefahren für Igel sind Verletzungen durch Rasentrimmer oder sie fallen in Schächte hinein oder bleiben in Rebnetzen hängen.

Bisher ist der Bestand an Igeln in der Schweiz noch nicht akut gefährdet. Aber es liegt an jedem einzelnen von uns, ob die kleinen Stacheltiere langfristig in unserem Land überleben können. Das wird nur möglich sein, wenn wir uns bemühen, den Lebensraum der Igel zu erhalten und die zahlreichen Gefahren zu entschärfen.

Die Broschüre „Igelfreundlicher Garten“

https://www.igelzentrum.ch/images/Doc/Igelfreundlicher-Garten-web.pdf gibt gute Anregungen wie auch ihr Garten Teil eines igelfreundlichen Lebensraums werden kann.

Vorstand NVV

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