HSC Suhr Aarau
HSC Suhr Aarau vor gefühlten, ersten Endspielen!

Lukas Wernli
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Bilder zum Leserbeitrag

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Foto Wagner, Siglistorf

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau gastiert am kommenden Samstag, 28. März 2015 um 17.30 Uhr in der Buechenwaldhalle Gossau, wo Mitte Februar der erste und letzte Sieg in der Abstiegsrunde gelang.

Seither realisierte das Team in fünf Spielen (davon gar drei vor heimischem Publikum) lediglich zwei Unentschieden und damit zwei weitere Punkte. Auswärts in Bern und Stäfa unterlag man indes jeweils deutlich und zuletzt fehlte gegen den dezimierten Abstiegsrunden-Tabellenführer wenig zur Sensation oder zumindest zum dritten Unentschieden im siebten Abstiegsrundenspiel.

Weil Gossau und Stäfa neben den Direktduellen mit dem HSC Suhr Aarau unter anderem auch in den gegenseitigen Aufeinandertreffen weitere Punkte einfuhren, beträgt der Abstand zum «rettenden Ufer» mittlerweile drei (Gossau, Barrageplatz 9) bzw. vier (Stäfa, Ligaerhaltsplatz 8) Punkte.

Innert vier Tagen trifft das Team von Guido Frei nun auf eben diese beiden Gegner und immernoch direkten Konkurrenten und muss dabei in Form von Punktgewinnen unbedingt versuchen, den Anschluss zu wahren. Um im Abstiegs(drei)kampf zu bleiben avancieren diese beiden Spiele so zu gefühlten, ersten Endspielen.

Diese nimmt der HSC Suhr Aarau dabei weiterhin ohne den rekonvaleszenten Routinier Robert Konecnik in Angriff. Ansonsten stehen alle Kaderspieler zur Verfügung, wobei die beiden Rückkehrer Martin Parmuk und Misha Kaufmann das Team weiterhin vorsichtig dosiert und in Teileinsätzen unterstützen können und werden.

Nach Gossau reist das Team dabei mit dem Gefühl, dort am diesjährigen Valentinstag bereits einmal bestanden zu haben. Zur Eröffnung der renovierten Buchenwaldhalle schockte es damals die Ostschweizer, liess lediglich 18 Gegentore zu und machte so deren Abstiegsrunden-Fehlstart perfekt.

Mit der besten Ausgangslage aller drei übriggebliebenen Abstiegsgefährdeten (der souveräne Leader BSV Bern ausgeschlossen) traten sie die Abstiegsrunde damals nämlich an - das Fachmagazin «handballworld» wagte gar die Prognose, «dass Bern und Gossau mit dem Abstieg nichts zu tun haben, weil beide Teams das Selbstverständnis besitzen, genügend Potential für die kommenden Aufgaben zu haben.»

In den ersten fünf Spielen realisierte das Team von Rolf Erdin dann jedoch lediglich einen Punkt (22:22-Unentschieden gegen den HSC Suhr Aarau) und rutschte damit gar zwischenzeitlich auf den letzten Tabellenrang ab.

Zuletzt jedoch raufte es sich wieder eindrücklich zusammen, knöpfte dem BSV Bern in der Abstiegsrunde den ersten Punkt überhaupt ab und stürmte den Stäfner Frohberg gleich mit 34:23. Mit drei (von möglichen vier) Punkten aus den letzten zwei Spielen, die es gar beide auswärts bestritt, festigte das Team so nicht nur den Barrageplatz und hält damit den HSC Suhr Aarau weiter etwas auf Distanz, sondern schaffte auch den Anschluss zu den Läkers, die zweitweise etwas zu enteilen und sich aus dem Abstiegs(drei)kampf vorzeitig zu verabschieden drohten.

Für das NLA-Team des HSC Suhr Aarau gilt es nun ebenfalls ein Enteilen seiner Kontrahenten zu verhindern. Der Druck und die Anspannung steigen, der Abstiegskampf spitzt sich weiter zu und so packt der gesamte HSC Suhr Aarau diesen gemeinsam mit aller Kraft an!