HSC Suhr Aarau
HSC Suhr Aarau in Stäfa gefordert!

Lukas Wernli
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Bilder zum Leserbeitrag

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Foto Wagner

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau gastiert nur eine Woche nach dem blamablen 18:33 beim BSV Bern Muri, zum zweiten Auswärtsspiel in Folge, auf dem Frohberg in Stäfa: Der Anpfiff zum sechsten Ernstkampf der Abstiegsrunde, die danach genau zur Hälfte absolviert sein wird, erfolgt dabei um 16.30 Uhr - HOPP HSC!

Das junge Team von Trainer Patrik Fend erlitt ohne den kranken Anführer und Coach Misha Kaufmann vom souveränen Abstiegsrunden-Tabellenführer eine ordentliche Packung mit auf den Heimweg - nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage ein herber Dämpfer, zumal dabei in den letzten zehn Spielminuten gar kein Torerfolg mehr gelingen wollte und das Team zusehends und zunehmend hilflos wirkte.

Gleichzeitig gelang den Lakers Stäfa im Duell mit dem TSV Fortitudo Gossau ein kleiner Befreiungsschlag: Der 28:27-Auswärtssieg in letzter Sekunde bringt das Team von Interimscoach René Barth und Spielertrainer Predrag Milicic, als nun mit vierzehn Punkten alleiniger Tabellenachter, in die vorläufig beste sportliche Ausgangslage und auch in den wichtigen mentalen Vorteil. Dabei wurde der Verein in den letzten Wochen und Monaten jedoch keineswegs von Hiobsbotschaften verschont: Mit Jonas Mächler (Gossau), Filip Maros (Pfadi), Beau Kägi, Tobias Wipf (beide HSC Suhr Aarau) und Tim Jud (HSG Konstanz) verlassen gleich fünf Teamstützen und Stammkräfte die Lakers zum Saisonende, während Linkshänder Milicic zudem ganzheitlich an die Seitenlinie wechselt, wo Markus Jud nach Bekanntwerden seines künftigen Engagements beim HSC Suhr Aarau (zur Saison 2015/16) per sofort freigestellt wurde. Demgegenüber stehen bisher lediglich die Vertragsverlängerungen von Nicola Brunner, Roger Bleuler und Louis Barth sowie die Verpflichtung von Linkshänder und Milicic-Ersatz Mirko Milosevic.

Eine Ausgangslage die als Fluch und Segen zugleich angesehen werden kann: Im Abstiegskampf birgt sie nämlich vor allem in den Direktduellen die Gefahr von heiklen Konstellationen, für die Zukunft aber auch eine spannende Perspektive für einen zumindest teilweisen Neuaufbau. Der HSC Suhr Aarau kämpft in der Abstiegsrunde indes weiter für und um den Verbleib in der höchsten Spielklasse. Dazu bedarf es in den kommenden sieben Spielen vor allem einer Steigerung im Angriff - im Schnitt gelangen dem Team bisher nämlich lediglich 22.4 Tore pro Spiel, was zwar vor allem auch dank einer soliden Abwehr zu einem Sieg und zwei Unentschieden reichte, jedoch keine verlässliche Basis für die entscheidende Phase der Saison darstellt.

Weil Gossau (22.2 Tore pro Spiel) und Stäfa (23.6 Tore pro Spiel) jedoch bisher ebenfalls keineswegs (viel) mehr Tore zustande brachten, mutiert der Abstiegsdreikampf, bei dem jedes Tor für oder gegen uns (auch in der Endabrechnung) entscheidend sein kann, jeweils auch zur nervenaufreibenden, unspektakulären und kräfteraubenden Abwehrschlacht. Umso ärgerlicher ist die Kanterniederlage von vergangenem Samstag, die nämlich den schönen Vorteil des besseren bzw. besten Torverhältnisses abrupt zunichte machte.

Und so geht der extrem spannende und ausgeglichene Kampf um den Abstieg in die nächste von nun noch sieben verbleibenden Runden, ohne dabei bereits eine endgültige Vorentscheidung herbeizuführen, jedoch unaufhaltsam weiter in deren Richtung fortzuschreiten - HOPP HSC!