HSC Suhr Aarau
HSC Suhr Aarau erfüllt gegen die Espoirs die Pflicht!

Lukas Wernli
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Bilder zum Leserbeitrag

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Foto Wagner, Siglistorf

Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat am Samstagnachmittag des 8. März 2014 sein Heimspiel gegen die Kadetten Espoirs gewonnen. Vor lediglich 345 Zuschauern errang das Team von Trainer Patrik Fend die zwei Punkte mit einem knappen 28:24 und lag dabei zur Pause bereits mit 13:10 in Front.

Patrick Romann eröffnete dabei die Partie mit einem sehenswerten Doppelschlag vermeindlich vielversprechend und erfolgreich für den Gastgeber, der wenig später durch einen Treffer von Mark Schelbert mit 3:1 führte. Drei Minuten später glichen die Espoirs die Partie allerdings bereits wieder zum 3:3 aus.

Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem der Tabellenführer jeweils vorzulegen und die Gäste nachzuziehen vermochten. Dabei fielen die Gegentore aus Sicht des HSC Suhr Aarau jedoch erschreckend einfach und unter wenig Bedrängnis. Dies führte sogar zur erstmaligen Espoirs-Führung in der 17. Spielminute durch den starken Albin Alili, der wenig später gar trotz Unterzahl unbedrängt auf 7:9 erhöhen konnte.

Bezeichnendes trug sich dabei vor: So sprang Torhüter Willimann beispielsweise vor Alilis Zwei-Tore-Führung dem parierten Ball aus dem Torraum hinterher und in Richtung Mitspieler Schelbert, der reglos stehen blieb und somit Willimann und einem sicheren Ballgewinn im Weg stand.

Zwar kassierte der Gastgeber in den verbleibenden elf Spielminuten bis zur Pause lediglich noch ein Gegentor. Die meisten der somit insgesamt (lediglich) zehn Espoirs-Treffer fielen allerdings viel zu einfach. Während der HSC Suhr Aarau oftmals und vermehrt mühevoll für einen Torerfolg arbeiten musste, reichte eine Täuschung, eine Kombination oder ein genialer Moment der Gäste zur unmittelbaren und prompten Antwort.

Zwei Minuten vor der Halbzeit gelang es den Hausherren trotz zwischenzeitlicher, doppelter Unterzahl (Kasapidis und Suter waren je für zwei Minuten auf der Strafbank) und vor allem dank Ljubomir Josic, sich vom 10:10 auf 13:10 abzusetzen, was dann wenig später auch der Pausenstand bedeutete.

Die Espoirs, die lediglich mit neun Feldspielern anreisten, dabei nur acht davon einsetzten (Mustapic blieb während der gesamten Spielzeit auf der Bank) und zudem verletzungsbedingt auf ihren besten Shooter Dimitrij Küttel verzichten mussten, kamen auch in der zweiten Halbzeit zu zahlreichen, leichten Toren.

Nach 36. Spielminuten stand es dabei erst 17:13 fürs Heimteam, das potenziell hätte deutlicher führen können und müssen. Das Team liess die letzte Entschlossenheit aber bis zuletzt leider vermissen und interpretierte die sechzig Spielminuten dabei als zähe Arbeit und als Pflichtprogramm, obwohl es das Potenzial hat, solche Spiele und vor allem solch dezimierte Gegner zu dominieren.

Die Machtdemonstration blieb somit aber aus. Am Ende siegte das SHL-Team des HSC Suhr Aarau wiederum verdient und ungefährdet, leider aber auch ohne zu brillieren mit 28:24 und qualifiziert sich so sechs Runden vor Saisonende mit nun dreizehn Punkten Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz bereits mindestens für die Barragespiele.

Die weiterhin und seit dem ersten Spieltag bekleidete Tabellenführung gilt es nun nächstmals im schweren Auswärts-Derby gegen den TV Möhlin zu verteidigen. Dieses findet am kommenden Samstag, 15. März 2014 ab 19.00 Uhr im Möhliner Steinli statt - HOPP HSC!

Die Stimmen zum Spiel
von Michael Suter (Espoirs-Trainer): "Wir sind dezimiert angereist und wollten dabei dem klar favorisierten HSC Suhr Aarau möglichst lange Paroli bieten. Dies ist uns wunschgemäss gelungen, allerdings fehlte es uns am Ende einerseits an der Breite des Kaders und andererseits an der Schusskraft aus dem Rückraum!"

Auf die Frage, wie schwer dabei der Ausfall von Linkshänder und Shooter Dimitrij Küttel wiegte?
Michael Suter: "Klar fehlt er uns enorm. Vor allem weil er einer der besten und meist verbesserten NLB-Spieler dieser Saison ist. Am Ende war es aber vor allem die breitere Bank, die den Ausschlag gab. Wenn ich aber sehe, dass mein dezimiertes Team so lange mithalten konnte und dabei schlussendlich lediglich mit vier Toren Unterschied verlor, macht mich das stolz - Kompliment an mein Team!"

Auf die Frage, was nun in den verbleibenden sechs Meisterschaftsspielen noch für Ziele verfolgt werden?
Michael Suter: "Mit den zwanzig eingefahrenen Punkten befinden wir uns in Sicherheit. Wir sind wie erwähnt ein Ausbildungsverein und werden nun und auch in den kommenden Saisons jungen, talentierten Spielern eine Plattform bieten um sich auf hohem Niveau weiter zu entwickeln!

Patrik Fend (Trainer HSC Suhr Aarau): "Dezimierte Gegner, wie es heute die Espoirs waren, sind immer sehr gefährlich. Sie hatten nichts zu verlieren und haben dies entsprechend locker aber auch effektiv interpretiert. Wir haben es erst in der zweiten Halbzeit geschafft, den Hebel umzulegen und unsere Verkrampfung abzulegen - am Ende aber haben wir zwei weitere, wichtige Punkte eingefahren - das ist es, was für uns zählt!"

Auf die Frage, warum die Gegentore zeitweise dennoch erschreckend einfach fielen?
Patrik Fend: "Sicherlich hatten wir heute gravierende Abstimmungsprobleme - glücklicherweise haben wir diese aber je länger das Spiel dauerte, je mehr in den Griff gekriegt. In Möhlin wird es mit so einer Abwehr sicherlich schwer werden - wir haben nun wiederum eine wertvolle Woche Zeit, dies anzupacken und zu verbessern!"

Albin Alili (Best-Player Kadetten Espoirs): "Das Spiel war auch wegen des Ausfalls von Dimitrij Küttel heute etwas auf mich ausgerichtet. Zum Teil war es dabei schon erstaunlich, wie einfach wir dabei in gute Abschlusspositionen kamen. Allerdings wussten wir, dass es auch aufgrund unserer personellen Situation lediglich das Ziel war, so lange wie möglich mit dem Favoriten mitzuhalten. Dies ist uns sicherlich nicht schlecht gelungen - ähnlich wie bei meiner Leistung bleibt aber auch hier Luft nach oben!"

Seppi Zuber (Best Player HSC Suhr Aarau): "Es war ein hartes, zähes Spiel, das wir so eigentlich nicht erwarteten. Wir haben es uns heute leider selber schwer gemacht - glücklicherweise konnten wir uns aber vor allem in der Abwehr steigern und somit doch noch ungefährdet siegen. Die Offensive gewinnt bekanntlich die Spiele, die Defensive aber Meisterschaften - dies sollten wir uns künftig noch mehr zu Herzen nehmen und weiter hart an uns und an unserer Abwehr arbeiten. Ich konnte dabei meinen Teil zum Sieg beitragen - das Kompliment gilt aber dem ganzen Team, das an einem Strang zog und sich so mit zwei Punkten belohnte!"

HSC Suhr Aarau - Kadetten Espoirs 28:24 (13:10)
Schachenhalle Aarau - 345 Zuschauer, SR: Brianza/Jucker, Del.: Zwahlen
HSC: Willimann (1. - 52., 8 Paraden), Wyss (52. - 60. und für einen Siebenmeter, 2 Paraden), Kasapidis (3), Sarac (1), Romann (4), L. Strebel (1), Josic (7), Schelbert (5), M. Kaufmann (7), P. Strebel, Suter, Zuber, J. Kaufmann, Hochstrasser.
Kadetten: Stokholm (1. - 56., 8/1 Paraden), Simikic (56. - 60., 0 Paraden), Erni (1), Ramadani (4), Alili (8), Radomir (3), Baldauf (5), Tecleab (3), Meister, Merki.