HSC Suhr Aarau
HSC Suhr Aarau bezwingt den STV Baden!

Lukas Wernli
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Bilder zum Leserbeitrag

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Foto Wagner, Siglistorf

Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat am frühen Sonntagabend den STV Baden mit 28:24 bezwungen. Nach überragender erster Halbzeit lag das Team von Cheftrainer Markus Jud dabei zur Pause bereits mit 14:7 in Front.

Das grosse Wiedersehen mit elf ehemaligen HSC-Akteuren auf des Gegners Seite verlief zu Beginn ganz nach dem Geschmack des HSC Suhr Aarau und dessen Anhänger. Ganze neun lange Minuten hielt man die Hausherren nämlich als leidenschaftliches Kollektiv verteidigend bei keinem einizgen Gegentreffer, ehe Pascal Bühler erstmals überhaupt für seine Farben einnetzen konnte.

Zuvor hatte Patrick Romann die Halle bereits mit seinem Zauberwurf zum 2:0 ins obere rechte Lattenkreuz erstmals ruhig gestellt. Überhaupt nagten die ersten Spielminuten an den Gastgebern, die den HSC Suhr Aarau zumeist bzw. wenn überhaupt nur unfair zu stoppen wussten sowie vermehrt an der kompakten, präsenten HSC-Defensive oder deren starken Schlussmann Martin Pramuk scheiterten.

Als das SHL-Team des HSC Suhr Aarau aber nach furiosem Start seinerseits begann erste Fehler im Angriff zu machen, nutzten dies die Badener, um dank Einzelleistungen sowie mit dem Glück der Tüchtigen belohnt, zumindest resultatmässig aufzuschliessen (4:3, 12.).

Ein Zwischenspurt zum 6:3, eingeleitet durch den gefälligen Tim Aufdenblatten, provozierte dann aber die frühe erste STV-Auszeit der Partie (15.), nach welcher sich das Spielgeschehen jedoch kaum änderte: Zu dominant und stark trat der HSC Suhr Aarau nämlich, aus einer unglaublich kompakten Defensive heraus agierend, auf und zog so innert fünf Minuten weiter spielend auf 8:3 davon.

Ein "Minirun" der Badener, die damit zum 8:5 aufschlossen, konterte HSC-Cheftrainer Markus Jud daher sogleich mit der Einberufung seiner ersten Auszeit, nach welcher sein Team durch einfache Gegenstoss-Tore des frechen Youngsters Tano Baumann bis zur 26. Spielminute unwiederstehlich und unaufhaltsam auf 12:5 davonzog. Zu viel für die Badener, die sich dabei zu harten Attacken hinreissen liessen, während der HSC Suhr Aarau das Spielgeschehen vollends kontrollierte.

Dabei liess er sich auch nicht von fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen, wie beispielsweise der Zeitstrafe gegen Patrick Romann, der erst nach dem Foul bzw. unmittelbar vor dem zusätzlich dazu ausgesprochenen Strafwurf überhaupt das Spielfeld betrat, aus dem Konzept bringen, kämpfte defensiv geschlossen als Kollektiv und fand offensiv weiter Lösungen gegen die offene 3:3-Abwehr der Hausherren. Dies führte zur deutlichen, aber hochverdienten 14:7-Pausenführung, an die es in der zweiten Halbzeit anzuknüpfen galt.

Dies gelang jedoch nicht wunschgemäss: Nach nur sieben Spielminuten und beim Stand von 15:12 war die begeisternde, erste Hälfte gar bereits wieder dahin. Entsprechend laut und bestimmt fiel die folgerichtige, frühe Auszeit von Cheftrainer Markus Jud aus, nach der sich jedoch weiterhin ein unnötig enges Spiel entwickelte. Weil beim HSC Suhr Aarau der Faden in Angriff und Abwehr zwischenzeitlich beinahe ganzheitlich zu reissen drohte, kam dadurch der nun gefälligere Gegner, vor allem in Person der beiden Rückraumshooter Pascal Bühler und Steven Larsson, vermehrt auf. Es entwickelte sich so ein munteres Hin und Her bzw. Auf und Ab, in dem Städtli Baden ein ums andere Mal den Anschluss zu erzielen vermochte, den der HSC Suhr Aarau, nun zumeist durch oder dank Leader Misha Kaufmann, aber jeweils stets gekonnt zu kontern wusste.

Die Abwehr agierte dabei aber bei weitem nicht mehr so verlässlich wie noch im ersten Durchgang und bildete so zwischenzeitlich keine Basis mehr zur nötigen Sicherheit und Stabilität. Die jungen Badener witterten ihre Chance, das Publikum kam auf und auch die Schiedsrichter liessen sich mit nun zahlreichen, fragwürdigen Entscheidungen gegen den HSC Suhr Aarau davon beeindrucken: Die Partie drohte entsprechend zu kippen, während das Momentum dadurch bereits auf Städtli-Seiten lag!

Dies änderte leider auch der vorübergehende Torhüterwechsel von Martin Pramuk zu Tobias Wipf nicht und nach dem unglücklichen Zusammenprall von Joël Bräm und Tim Aufdenblatten drohte gar weiteres, verletzungsbedingtes Ungemach: Denn der Rückraumspieler stand bis zuletzt wegen Schmerzen im Bereich des Schienbeins gar nicht mehr zur Verfügung, während Flügel Bräm vorübergehend ebenfalls nicht mehr ins Spielgeschehen eingreiffen konnte.

Dessen Vertreter Tano Baumann beeindruckte aber sogleich mit der nächsten, abgezockten Aktion, die zur 19:16-Führung und vermeintlich zu etwas Luft im intensiven Schlussspurt führte. Weil die Badener aber ihrerseits immer wieder nach dem gleichen Muster und in Person von Steven Larsson zu reüssieren vermochten, war der erneute und schnelle 20:19-Anschluss frühe Tatsache.

Schlussmann Martin Pramuk kehrte daraufhin umgehend ins Tor zurück und führte sich wieder mit wichtigen Paraden ins Spielgeschehen ein, die seine Vorderleute nutzten, um sich erneut auf 22:19 abzusetzen. Angeführt vom zum Ende hin in Manndeckung genommenen Misha Kaufmann gelang es so in der Folge, den Gegner bis zuletzt nie mehr näher als bis auf zwei Tore heran kommen zu lassen bzw. auf Distanz zu halten und sich so mit dem 28:24-Auswärtssieg die beiden nächsten wichtigen Punkte zu erkämpfen.

Nach überragender erster Hälfte gelang es dem Team zwar nicht, diese fortzuführen und so gar möglicherweise einen Kantersieg zu landen - dank grosser Leidenschaft und grossem Kampf glückte aber am Ende ein unglaublich wertvoller Arbeitssieg.

STV Baden - HSC Suhr Aarau 24:28 (07:14)
Aue Baden - 350 Zuschauer - SR: Joss/Ouardani, Del.: Nagel.
STV Baden: Wyss (1. - 60., 9 Paraden), Kaufmann (2), Bühler (5), Legoll (1), Larsson (12), Hochstrasser (1), Maag (2), Siegenthaler (1), Madliger, R. Schweizer, P. Schweizer, Schoch, Schläpfer, Stegefelt.
HSC Suhr Aarau: Pramuk (1. - 42., 46. - 60., 17/1 Paraden), Wipf (42. - 46. sowie für 1 Penalty, 0 Paraden), Baumann (5), Bräm (1), Josic (2), Romann (4), Aufdenblatten (2), Kurbalija (1), Kaufmann (12/4), P. Strebel (1), Wildi, Schwab.

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