Pfadi Hallwyl
Herbstlager 2014 Pfadi Hallwyl - Schneewittchen & die sieben Zwerge

Roman Singer
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12 Bilder
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Schneewittchen & die Zwerge beim Antreten
Berliner auf dem Haik
BiPi-Feuer & Zwergengericht
Zwergopoly
British Bulldoge
Die Kinder selber am Kochen
Auf dem Thunersee
In der Beatushöhle
Die ganze Truppe mit denn Zwergen & Schneewittchen
Kein Schöner Land zum Abschluss

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Es ist Samstagnachmittag, der 27.9.14, als im Pfadiheim Seengen buchstäblich ein Märchen wahr wird. Vor den Augen aller Kinder und Eltern der Pfadi Hallwyl beisst Schneewittchen beim Begrüssungsapéro in den giftigen Apfel und fällt in Ohnmacht. Zuerst herrscht grosse Aufregung, dann jedoch findet man in Schneewittchens Tasche eine Karte, die den Weg zu einem Haus in Münsingen zeigt. Das muss das Zwergenhaus sein, von dem Schneewittchen zuvor noch gesprochen hat, denn sie hat dort den magischen Spiegel ihrer bösen Stiefmutter versteckt. Die Pfader und Pios treten sofort ihren Weg nach Münsingen an, übernachten werden sie in einem selbstgebauten Berliner (Zelt). Da die Stiefmutter aber angeblich in Münsingen nur darauf wartet, uns alle auf einmal zu erwischen, reisen die Wölfli erst einen Tag später und auf einem anderen Weg zum Zwergenhaus.

Nach einer Nacht im Pfadiheim bzw. Berliner und einer kurzen Wanderung kommen beide Gruppen heil im Zwergenhaus an. Abends kommen zwei Zwerge vorbei, die mit uns den Lagerpakt(Regeln) aufstellen. Ausserdem gibt es jeden Abend das Zwergengericht, bei dem zwei Zwerge über Strafen und Freisprüche der Angeklagten bestimmen. Angeklagt werden kann jeder von jedem, ob die Anklage dann auch bearbeitet wird, entscheiden die Zwerge. Jedenfalls ist es jedes Mal sehr amüsant und es wird viel gelacht, besonders über die Strafen die verhängt werden, denn da gibt es von einem Nutellabrot mit Salz bis zum (sauberen!)WC-Bürsteli um den Hals alles.

Den Montagmorgen verbringen die TNs mit einem Quizduell über das Pfadihandbuch "Technix", am Nachmittag wird im Dorf ein Zwergopoly gespielt, dessen Ziel es eigentlich wäre, die böse Stiefmutter ausfindig zu machen. Dies bleibt leider ohne Erfolg, trotzdem haben alle ihren Spass gehabt. Das Zwergengericht wird heute Abend am speziellen BiPi-Feuer abgehalten, danach gibt es noch Schoggibananen zum Dessert.

Am Dienstag stehen Blachen- und Seilkunde, Morsen und Kartenlesen auf dem Programm. Die Kinder bereiten sich dabei auf ihre Abzeichenprüfung vor, die am Freitag stattfindet. Nachmittags gibt es einen Sportblock, bei dem unter anderem Volley, Rugby und British Bulldog gespielt werden.

Mittwochs bekommen wir einen Hilferuf von den Zwergen, dass sie kein Essen mehr haben. Das bedeutet, dass wir heute für die Zwerge kochen. Dazu gehen wir in den Wald, bilden zwei Gruppen und bereiten dort über dem Feuer Pasta und Tomatensauce zu, die wir zuvor bei drei Italienern bekommen haben, als kleine Gegenleistung dafür, dass die Kinder ihnen das Lied "Kein schöner Land" auswendig vorgesungen haben. Abends dürfen die TNs aus Fimo und Filz noch Andenken und Tischdeko basteln, danach heisst es: Ab ins Bett!

Die Nachricht: "Sucht nach dem Magier Merlin!", bekommen wir am Donnerstagmorgen von den Zwergen, also machen wir uns mit Zug und Schiff auf den Weg zu den Beatushöhlen, wo der Magier angeblich lebt. Leider treffen wir ihn nicht an, doch am Abend entführt er einen Zwerg, weil zwei Wölfli ihren Pfadinamen noch nicht haben. So werden die beiden auf die Namen Fresco und Soleil getauft. In der Nacht kommt es zum Kampf mit der bösen Stiefmutter und Chiara schafft es, den Spiegel zu zerstören, damit die Stiefmutter zu besiegen und so das Gegengift zu bekommen! Auch sie wird noch getauft, auf den Namen Corona.

Es ist bereits Freitag und damit Zeit für die Abzeichenprüfung. Alle TNs schaffen es, ihre Abzeichen zu bekommen. Abends ist es dann so weit: Schneewittchen wird aufgeweckt! Da sie aber keine Ahnung hat, was geschehen ist, machen wir eine Diashow mit allen Fotos dieser Woche, bei der wieder viel gelacht wird, denn es gibt wirklich gelungene Schnappschüsse darunter.

Samstag ist (leider) schon Abreisetag... Nachdem wir das Haus schön geputzt und aufgeräumt haben, treten alle den Weg zum Bahnhof Münsingen an. In Seengen angekommen, machen wir noch das Abtreten, alle bekommen ihren Lagerdruck und dann ist das Hela 2014 endgültig vorüber...

Fazit: Obwohl alle sehr erschöpft sind, ist es eine wirklich tolle Woche gewesen, mit vielen schönen und unvergesslichen Erlebnissen. So gehen wir alle zwar mit dem typischen "Lagerheimweh-Gefühl" im Bauch, aber trotzdem glücklich nach Hause. (Andrea Hug v/o Guezli)