SP Aarau
Heisser Wahlkampf für Lotty Fehlmann Stark

Gabriela Suter
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Heisser Wahlkampf für Lotty Fehlmann Stark

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiere Goldern und Gönhard waren eingeladen, auf der schattigen Wiese des Bullingerhauses Lotty Fehlmann Stark kennenzulernen. Schatten war gefragt, kletterte doch das Thermometer an jenem Tag auf 34 Grad. So kam auch das „Glacémobil“ zur vollen Entfaltung.

Trotz des Sommerwetters sassen 50 Leute an den Gartentischen und wollten von Lotty Fehlmann Stark wissen, was sie motiviert und welche Ziele sie verfolgen wird, wenn sie im Herbst als erste Frau Stadtammann von Aarau gewählt werden will. Sie wohne seit 26 Jahren im Gönhard und sei in Aarau verwurzelt, stellte sie an den Anfang ihrer kurzweiligen persönlichen Vorstellung. Stadtammann zu werden sei ihr Ziel, und sie habe keine Absicht, dies nur als Sprungbrett für höhere Ämter zu benutzen. Hier in der Stadt zeige sich die Wirkung des Schaffens sehr direkt, das schätze sie enorm.

Eine Zuhörerin beklagte, dass es zu wenig Spielplätze gebe, dass die Spielgruppe ihr Lokal verliere und dass den Jugendlichen immer mehr Freiräume weggenommen würden. Lotty Fehlmann Stark erinnert sich, mit ihren vier Kindern den tollen Spielplatz im KSA genossen zu haben, oder die Spielgelegenheiten auf dem Schulhausareal. Die Stadt müsse selbstverständlich auch die Bedürfnisse der Kleinen im Auge haben und entsprechend Spielmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Die Spielgruppe Pinocchio habe ein neues Zuhause im ehemaligen Frauenaltersheim in Aussicht. Jugendfreiräume müssten dynamisch der Situation entsprechend zur Verfügung gestellt werden. Effektiv sei die Situation aktuell unbefriedigend. Leider sei das Ü-16 Angebot im Wenk weggespart worden. Ein Fehlentscheid ihrer Ansicht nach.

Wie sieht Aarau aus, wenn die anvisierten 28'000 Einwohner erreicht sind? Lotty Fehlmann Stark wird sich dafür einsetzen, dass „verdichtetes Bauen“ nicht heisst, dass jede Grünfläche überbaut wird. Beispielsweise muss der Charakter der „Gartenstadtquartiere“ grundsätzlich erhalten werden. Torfeld Süd, die Aarenau und Landreserven in Rohr können für einen gezielten Ausbau an Wohnraum überbaut werden. Auch das Kasernenareal würde sich dereinst ideal anbieten. Eine „Piazza Grande“ im Kasernenareal sei zwar eine verlockende Idee, nutze die zentral gelegene und wertvolle Fläche aber wohl doch zu wenig.

Beim Dauerbrenner Durchgangsverkehr hofft Lotty Fehlmann Stark, dass sich das Konzept „Fahrverbot“ wie im Zelgli umsetzen lässt, trotz der elf Zugangswege ins Quartier.

Der schöne Stadtbach sei nach Fussballanlässen mit Abfall zweckentfremdet. Hier sieht Lotty Fehlmann Stark die Möglichkeit, dass die Sache auch erzieherisch angegangen wird, da Strafen und Bussen bisher wenig gebracht hätten.

Einem Zuhörer liegt am Herzen, dass die Räume, die der Kultur zur Verfügung stehen, nicht immer mehr kosten, sonst kann es sich niemand mehr leisten, weder Akteure noch Zuschauer. Am Beispiel des Oxer erklärt Lotty Fehlmann Stark ihre Sicht der Dinge: Man soll die alte Reithalle so ausbauen, dass sie dem Zweck dient und kein „Denkmal“ schaffen, das zwar luxuriös, aber nicht mehr zahlbar sei. Die finanziellen Aussichten der Stadt liessen es sowieso nicht mehr zu, alle Wünsche zu erfüllen. Früher oder später müsse auch wieder der Steuerfuss diskutiert werden.

„Alle Leute fordern immer nur, aber niemand sagt, er sei gerne bereit, dafür auch mehr Steuern zu bezahlen“ schlug ein Besucher den Bogen vom Wünschbaren zum Finanzierbaren.

(HL)

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