Orchesterverein Rheinfelden
Haydn zum Muttertag mit dem Orchesterverein Rheinfelden

20. Orchesterjubiläum für Konzertmeisterin Monika Kordowich

Marcel Siegrist
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Am schönen Frühlingssonntag lud der Orchesterverein Rheinfelden unter der Leitung seines neuen Dirigenten Klaus Jacobeit zu einem erfrischenden Ohrenschmaus ein. Klaus Jacobeit, der in Berlin und Nürnberg alte Musik studierte und seit 1988 Musiklehrer ist an der Rudolf Steiner Schule in Basel, versteht es nicht nur bei jungen Menschen die Liebe zur Klassischen Musik zu wecken, aber sie auch bei anderen zu erhalten!
Man war gespannt und wurde nicht enttäuscht. Fast ein halbes Jahr wurde sehr sorgfältig gearbeitet und geübt. Und das Orchester zeigte sich in seinem schönsten Klang.
Das Konzert wurde mit Telemanns „Concerto Polonois" eröffnet. Telemann war ein äusserst vielseitiger und produktiver Musiker, der auch Freude daran hatte, seine Werke mit melodischen und rhythmischen Elementen des slawischen Kulturkreises anzureichern. Dem Orchester gelang mit diesem Werk ein schöner Auftakt.
Die Konzertmeisterin Monika Kordowich feiert dieses Jahr Ihr 20Jähriges Orchesterjubiläum. Zu diesem Anlass spielte sie als Solistin das Concerto in D-Dur von Haydn. Gerne folgte man ihren Solopassagen und liess sich von ihr in Haydns Klangwelt einspinnen. Besonders der letzte Satz begeisterte durch Schwung, virtuoses Tempo und Wohlklang von Orchester und Solistin.
In Haydns „Trauersinfonie" zeigte sich das Orchester in bester Form. Es wurde dynamisch und mit Schwung musiziert. Das Orchester erreichte einen satten, homogenen Streicherklang. Auch hier war der schnelle, letzte Satz das Glanzstück. Er bildete den festlichen Abschluss dieses frohen Musizierens. Ja, jetzt, war die letzte Frühjahrsmüdigkeit endgültig hinweggefegt!