Aarg. Kantonsschule
Handtascheneinsätze kommen gut an

YES-Unternehmung von Kantonsschülern der Kantonsschule Wohlen

Marcel Siegrist
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Die YES-Miniunternehmung pouch der Kantonsschule Wohlen steigt mit einem vielversprechendem Start in ihr erstes Geschäftsjahr ein. Mit ihrem Produkt, einem praktischen Handtascheneinsatz, sorgen die sieben Schüler vielerorts für überraschte Gesichter.

Meienberg, ein kleines Aussendorf von Sins, Sonntag 15. November, kurz vor halb eins. Der alljährliche Weihnachtsmarkt findet erneut mit rund 70 Ständen statt, an denen überall Köstlichkeiten und Handwerk angepriesen werden. Mitten in dem Gewühl ist auch der Stand von sieben Schülern der Kanti Wohlen, die mit ihrem Produkt wie ein Magnet auf die zahlreichen Besucher wirken. Immer wieder halten passierende Personen an, um sich diesen Stand genauer anzusehen. Nicht jeder erkennt auf den ersten Blick den Zweck dieser „Bänder", die da auf dem Tisch in allen Farben ausgebreitet sind. Doch schnell werden sie von den jungen Verkäufern angesprochen und aufgeklärt. Bei den bunten Bändern handelt es sich um Handtascheneinsätze. Es sind Stoffstreifen, in welchen verschiedene Beutel in diversen Grössen eingenäht sind. In diesen kann der Besitzer alle kleinen Gegenstände der Handtasche, wie zum Beispiel Handy, Schlüssel oder Portemonnaie verstauen. Damit wollen die Jugendlichen sofort für Ordnung und Übersichtlichkeit in der weiblichen Handtasche sorgen. „Das Ganze wird in aufwendiger Handarbeit aus Lastwagen-Blachen hergestellt", erklären die sichtlich motivierten Schüler. Dadurch sei das Produkt auch sehr qualitativ und stabil. Zudem komme durch die zahlreichen angebotenen Farben auch das Auge nicht zu kurz. Durch alle diese Eigenschaften stellt pouch auch ein ideales Weihnachtsgeschenk dar.

Ein Schulprojekt mit Erfolg
Die Miniunternehmungen der Kantonsschule Wohlen haben bereits Tradition. Jedes Jahr nehmen Schüler der 3. Kanti mit Schwerpunktfach Wirtschaft automatisch an diesem Projekt teil. Dieses wird vom Dachverband Young Enterprise Switzerland (kurz YES) geleitet. Dabei gründen die Schüler eine Miniunternehmung, entwickeln ein Produkt und müssen dieses ein Jahr lang vermarkten. Das Ziel des Projekts ist, dass Jugendliche Erfahrungen in der realen Wirtschaftswelt sammeln können, und dabei die Gelegenheit bekommen, die in der Schule erworbene Theorie sofort in die Praxis umzusetzen.

Topmotivierte Jungendliche
Pouch wurde am 29. Oktober 2009 zusammen mit drei anderen Miniunternehmungen gegründet. Pouch („pautsch" gesprochen) ist englisch und bedeutet Tasche oder Beutel. Das Markenzeichen ist ein Känguru. Die Aufgaben innerhalb der Firma wurden professionell verteilt. Jeder der sieben Schüler arbeitet in einem Teilgebiet, sei es Marketing, Finanzen, Produktion oder auch als IT-Verantwortlicher. Denn pouch ist ebenfalls im Internet mit einer eigenen Homepage vertreten. Auch ein Online-Shop fehlt natürlich nicht. „Der Preis von 24.90 Franken ist aufgrund der hochwertigen Materialien und Verarbeitung angemessen", sagt Vanessa Sarbach, CEO von pouch. Es erstaunt, wie professionell die Jugendlichen an das Projekt herangehen. „Wir nehmen die Sache ernst und sind topmotiviert", lautet das Credo unter den Mitarbeitern. Pouch hatte bisher am Tag der offenen Tür der Kanti Wohlen und am Markt in Meienberg zwei Auftritte. Dass trotzdem schon rund 90 Tascheneinlagen verkauft wurden, ist der Lohn für viel Arbeit, auch ausserhalb der Schulzeit. Pouch hat einen guten Start in der harten Wirtschaftswelt erwischt, und die junge Projektgruppe will unbedingt dafür sorgen, dass auch weiterhin viele Tascheneinsätze den Besitzer wechseln. Wenn Sie noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk sind, steht pouch schon am 3. und 5. Dezember am Christchindlimärt in Bremgarten oder im Web wieder zu Ihrer Verfügung.

Kontaktperson: Stefan Hürst
www.pouch.ch