FDP.Die Liberalen Bezirk Muri
GV FDP Bezirk Muri: Freisinnige wollen Probleme aktiv anpacken

Stefan Huwyler
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Lukas Pfisterer Lukas Pfisterer, Präsident FDP Aargau
Huwyler, Pfisterer, Knecht Grossrat Stefan Huwyler (Vizepräsident FDP Bezirk Muri), Grossrat Lukas Pfisterer (Präsident FDP Aargau), Tobias Knecht (Präsident FDP Bezirk Muri) (v.l.n.r)

Neuer Kantonalparteipräsident Lukas Pfisterer präsentiert Vorschläge

Mit einem Rundgang durch das Merenschwander Ortsmuseum «Postlonzihus» wurde die diesjährige Generalversammlung der FDP-Bezirkspartei Muri eröffnet. Claudia Dober, freisinnige Frau Vizeammann von Merenschwand, konnte mit dem Postlonzihus ein eindrückliches Bijou präsentieren, auf das die Merenschwander mit Recht stolz sind. Zahllose Trouvaillen aus vergangenen Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten der Dorfgeschichte sind im Museum liebevoll arrangiert, vom Schulsack von Bundespräsidentin Doris Leuthard bis zur Modelleisenbahn, von der Schmiedwerkstatt bis zur historischen Zapfsäule. Kurator Bruno Käppeli scheut seit 45 Jahren keinen Aufwand, um das Museum weiter zu bereichern und die Ausstellung zu verfeinern – immer mit dem notwendigen Gespür, wie Claudia Dober versicherte.

Rückblick auf ein erfolgreiches Wahljahr

Für den anschliessenden statutarischen Teil begrüsste Präsident Tobias Knecht im Säli des Postlonzihus. Die Jahresrechnung, wie gewohnt kompetent geführt und präsentiert von Kassierin Sandra Ilg, schloss trotz Wahljahr erfreulich mit einem Überschuss ab. Daneben stand vor allem der Rückblick auf das Wahljahr 2016 im Mittelpunkt. Visuell unterstützt mit Schnappschüssen aus dem Grossratswahlkampf konnte der Präsident dabei auf viele interessante Momente zurückblicken. Positives Highlight waren dabei die erfolgreichen frühmorgendlichen Gipfeli-Aktionen an den Bahnhöfen Muri und Sins und die Besichtigung der Firma Elektro Bütler mit Besuch von Regierungsrat Stephan Attiger. Die Wahlkampfmühen waren auch nicht vergebens: der FDP-Wähleranteil im Bezirk Muri konnte um 1,5 Prozent gesteigert und der Grossratssitz mit dem bisherigen Grossrat Stefan Huwyler erfolgreich verteidigt werden. Auch im laufenden Jahr finden Wahlen statt, diesmal auf kommunaler Ebene. Tobias Knecht nutzte die Gelegenheit zum Aufruf der Unterstützung der freisinnigen Kandidaten für die verschiedenen Ämter auf Gemeindeebene. Abschliessend verdankte Stefan Huwyler als Vizepräsident die grosse Arbeit von Präsident Tobias Knecht, der nebst der Bezirkspartei auch die Ortspartei Muri präsidiert und seit 1,5 Jahren selbstständiger Unternehmer ist. Die Versammlung würdigte das Engagement des Vorsitzenden mit einem warmen Applaus.

FDP-Kantonalpartei präsentiert «Liberale Agenda 2024»

Grossrat Lukas Pfisterer wurde am 6. April 2017 am Parteitag zum neuen Präsidenten der FDP Aargau gewählt und löste damit Matthias Jauslin ab, der sich künftig auf seine Arbeit im Nationalrat konzentriert. Der neue Parteichef präsentierte sich in Merenschwand höchst motiviert, die Herausforderungen im Kanton anzupacken. Mit einem strukturellen Defizit von über 200 Millionen Franken, das es mittels Sparmassnahmen auszugleichen gilt, wartet eine grosse Knacknuss auf Regierungsrat und Grossen Rat. Mit der «Liberalen Agenda 2024» für die Zukunft des Kantons Aargau hat die Partei- und Fraktionsleitung der FDP Aargau am 1. Mai an einer Pressekonferenz konkrete Massnahmen präsentiert. Massnahmen, die bei der unumgänglichen Strukturbereinigung in den nächsten zwei Legislaturperioden zum Tragen kommen sollen. Dazu gehört die Idee, die Aargauische Kantonalbank in eine AG umzuwandeln und in Form von Volksaktien der Bevölkerung zur Beteiligung anzubieten. Die damit generierten Einnahmen könnten zum Abbau der Schuldenlast von rund einer Milliarde verwendet werden, für die allein jährlich 35 Millionen Schuldzinsen fällig werden. Auch müssen die unkontrolliert wachsenden Gesundheitskosten in den Griff bekommen werden. Die Mehrfachrolle als Eigentümer, Planer, Leistungsbesteller und Regulator muss entflechtet und die Aktien veräussert werden. Hier muss die Eigenverantwortung der Patienten mittels Einführung einer Notfallpauschale und Erhöhung des Selbstbehalts bei der obligatorischen Krankenversicherung erhöht werden. Organisatorische Vereinfachungen und Effizienzsteigerungen sollen mittels Bürokratieabbau und konsequenter Nutzung der Digitalisierung und Automatisierung in verschiedensten Bereichen erreicht werden. Die FDP hat mit konkreten Ideen vorgelegt. Eine Gesamtauslegeordnung des Regierungsrats mit neuen Sanierungsmassnahmen wird am 17. Mai präsentiert. Die FDP werde diese Vorschläge genau analysieren und kritisch-konstruktiv begleiten, versicherte Pfisterer. Die Arbeit müsse aber auf allen Ebenen geleistet werden. Hierfür sei die bürgerlich-liberale Politik in den Gemeinden genau so gefragt wie auf Kantonsebene, so Pfisterer, und verdankte die wichtige Basisarbeit der Bezirks- und Ortsparteien.

Ein Apéro mit angeregten Diskussionen in der heimeligen Atmosphäre des Postlonzihus rundete die Parteiversammlung ab.