Verein Ehemaliger Bezirksschülerinnen und Bezirksschüler
GV des Vereins ehemaliger Bezirksschüler in Schöftland

Illustre Gäste in der Aula empfangen

Marcel Siegrist
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Die Generalversammlung des Vereins ehemaliger Bezirksschüler Schöftland wurde einerseits durch Schülerdarbietungen, andererseits durch einen Talk mit illustren Gästen bereichert. Daniel Keller trat aus dem Vorstand zurück, an seine Stelle wurde Andrea Baumann gewählt.

st. Nach den Vorführungen der 1. Bezler - die Mädchen präsentierten einen perfekten Line-Dance, die Buben zeigten ihre Ballkünste - konnte die Präsidentin des Vereins ehemaliger Bezirksschüler, Monika Amann-Morach, die Ehrenmitglieder Magdalena Blanc-Schamaun, Franz Bucher, Edith Knechtli-Leu und Evelyne Schenk-Dietiker speziell begrüssen. Die Traktandenliste war rasch abgearbeitet, alle warteten gespannt auf den Talk mit illustren Gästen. Die Rechnung, präsentiert von Daniel Frey, wies einen hohen Verlust auf. Offenbar machte sich die Krise bei den Vereinsbeiträgen auch bemerkbar. Auch das Budget rechnet nicht mit einem Gewinn, Frey sprach von einer «schwarzen Null». Leicht gekürzt wurde auch der Beitrag in den Kulturfonds, nämlich von 4000 auf 3000 Franken, was ein Mitglied erstaunte. Dies sei jedoch nicht tragisch, denn der Fonds sei nach wie vor gut bestückt. Sabina Geissmann Tribelhorn amtierte als Revisorin.
Daniel Keller gab seine Demission als Beisitzer bekannt, er gehört dem Vorstand seit 1995 an und war jeweils für den Apéritif nach der Versammlung verantwortlich. An seine Stelle wurde Andrea Baumann gewählt. Der restliche Vorstand stellte sich einer Wiederwahl. Evelyne Schenk amtierte als Tagespräsidentin.

Die Bezirksschule heute
Oberstufenleiter Remo Isch gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Bezirksschule so schnell nicht aus der Aargauer Schullandschaft verschwinden wird. Er dankte für den Zustupf der Ehemaligen. Dieser lässt Projekte realisieren, die sonst kaum möglich wären, zum Beispiel Klassenreisen nach Rom oder Paris. Er hielt kurz Rückblick auf den Schulbetrieb heute, der sich in den letzten Jahren merkbar verändert hat.

Manchmal kommt die Ernte spät
Ueli Suter, Ehemaliger und Initiant des Seetaler Poesie-Sommers, wurde zu einem Prominenten-Talk eingeladen. Er ist befreundet mit Annette Korolnik-Andersch, der Tochter des Schriftstellers Alfred Andersch («Sansibar ist überall»). Sie ihrerseits brachte den Tessiner Radio-DRS-Korrespondenten Alexander Grass mit. Themen waren einerseits das Leben im Tessin damals und heute sowie die Werke von Andersch. Für den ehemaligen Bezirksschullehrer René Probst war es die «späte Ernte» einer Saat, die er vor Jahrzehnten mit seinen Literatur-Vorlesungen, jeweils in der letzten Stunde am Samstagmorgen gesät hat. Ueli Suter liess sich vom Buch «Die Tochter» dermassen beeindrucken, dass er diese Literatur zum Hauptthema machte.
Bei einem Apéro und einem gemeinsamen Nachtessen wurde der Abend abgerundet.

Vorführungen der 1. Klasse Bezirksschule. (Bild: st.)