Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden NVVR
GV des Natur- und Vogelschutzvereins Rheinfelden

Markus Thüer
Merken
Drucken
Teilen

Wie immer bietet die Generalversammlung den anwesenden Mitgliedern die Möglichkeit, die Vorstandsarbeit etwas besser kennenzulernen. Mit vielen Bildern führte darum Rafael Feldmann durch die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres, von den Arbeitseinsätzen in den Naturschutzgebieten, Exkursionen, Jugendarbeit, bis hin zur Pflanzung der „Rheinfelder Linde“ aus Anlass des 90-jährigen Bestehens des NVVR. Die Präsidentin, Daniela Müller Brodmann sprach sodann verschiedene Probleme an welche sich in einer so dicht besiedelten Gemeinde für den Naturschutz stellen, konnte aber auch mit Freude feststellen, dass seit längerem wieder einmal ein grösseres Projekt realisiert wurde. Im Naturschutzgebiet „Chilli“ ist die erste Phase eines Aufwertungsprojektes erfolgreich abgeschlossen worden. Mit Unterstützung von Stadt und Kanton wurde ein undichter Teich saniert, es entstanden neue Rohbodenflächen und der Verein hat durch entsprechende Umgebungsarbeiten das Terrain so vorbereit, dass Gelbbauchunke und Kreuzkröte eine neue Heimat finden könnten.

Leider verlassen zwei bewährte Vorstandsmitglieder den an sich schon kleinen Vorstand. Thomas Hotz war während fünf Jahren auf verschiedenen Gebieten aktiv, u.a. als Webmaster. Er wird zu unserm Glück weiterhin die Homepage betreuen. Auch Stephan Kaiser, der während über 10 Jahren, davon die meisten ohne Präsidium, sozusagen der Doyen des NVVR war, wird zwar den Vorstand verlassen, sich aber weiterhin für seine vielen gefiederten „Schutzbefohlenen“ in der Natur einsetzen. Für sein sehr grosses Engagement wurde er verdientermassen zum Ehrenmitglied ernannt. Leider konnte er nicht anwesenden sein und darum sein Geschenk, einen prächtigen, perfekt präparierten jungen Waldkauz, nicht persönlich in Empfang nehmen. Als neues Vorstandsmitglied wurde Stève Piaget gewählt.

Noch vor dem offiziellen Teil konnten die Anwesenden interessanten Ausführungen von Jeannine Pauli, NVVR, folgen, die mit Bildern und Videos über das Leben der Turmfalken berichtete. Diese sehr anpassungsfähigen Vögel kommen fast in ganz Europa vor, gar bis in Höhen von 2500 Metern. Ihre Nahrung ist praktisch alles was da kreucht und fleucht, am häufigsten sind es aber Mäuse, welche sie auch aus grosser Flughöhe erspähen und im Sturzflug erbeuten. Fast jedermann bekannt sind diese Raubvögel wohl durch ihren Rüttelflug, durch den sie praktisch an Ort ihre Umgebung überwachen können. 8 Brutpaare gab es letztes Jahr in Rheinfelden.

Mit einem kleinen Apéro und dem Hinweis auf die nächste Exkursion fand der Abend seinen Ausklang. „5000 Jahre Geschichte der Natur, gefunden in einem kleinen Weiher in Rheinfelden“ wird das Thema sein am 20. Mai.