Turnen
Guten Morgen, liebe Spreitenbacher!

Roman Geissmann
Drucken
Teilen

Kann man 13 Spiele ungeschlagen bleiben und dann in einem einzigen Spiel auf Rang 2 abrutschen und möglicherweise den Gruppensieg verspielen? Man kann!

Das Herren 1 stand am 21. Februar in der 2. Liga KF, Gruppe 3 vor einer wegweisenden Runde: Entweder den Aufstieg schon praktisch sichern – oder das Titelrennen wieder offen machen. Das waren die Optionen. Spreiti traf auf das drittplatzierte Jump Dübendorf und das zweitplatzierte Riehen, welches – das vorneweg – ebenfalls eine Top-Saison spielt.

Gegen Jump Dübendorf verpennte Spreiti die erste Halbzeit, lag zwischenzeitlich 0:3 zurück. Doch es gelang, das Tempo zu erhöhen und kurz vor Schluss gar 6:5 in Führung zu gehen. Leider glichen die Dübendorfer im Powerplay noch einmal aus, doch mit dem Punktgewinn konnte man auf Seiten der Spreitenbacher gut leben.

Im zweiten Spiel des Tages duellierte man sich mit dem UHC Riehen, einem Aufsteiger notabene, und vor der Runde 3 Punkte hinter Spreiti auf Platz 2 liegend. Erneut verschlief Spreiti (völlig unverständlicherweise, bei dieser Ausgangslage) die Startphase. 0:4 lag man hinten, als kurz vor der Pause immerhin noch das 1:4 gelang. Nach der Pause sollte alles besser werden. Sollte. Riehen spielte das Spiel ihres Lebens, während die Spreitenbacher praktisch durchs Band wie gelähmt schienen. Am Ende stand ein 1:8 auf der Anzeigetafel. Eine Klatsche! Das muss man in dieser Deutlichkeit sagen. Und anerkennen, dass sich Riehen diesen (etwas zu hohen) Sieg absolut verdiente und die Tabellenspitze übernahm. Jedoch hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können, hatten die Aargauer doch einige gute Chancen und Aktionen, doch entweder scheiterte man am starken Riehener Schlussmann oder spielte die Aktionen nicht konsequent genug zu Ende.

Fakt ist: Spreiti blieb 13 Spiele ungeschlagen (was eine super Leistung ist!) und schaffte es nun, in einem einzigen Spiel die Tabellenspitze herzuschenken. Das zeigt aber auch, wie stark eben auch Riehen diese Saison auftritt. Aufseiten Spreitenbachs ist das natürlich hart, hatte man doch bisher eine derart überzeugende Saison gespielt und im Sommer mit hartem Sommertraining auch einiges investiert. Noch ist es jedoch nicht zu spät, sich dafür zu belohnen. Die Saison dauert immerhin noch 4 Spiele. Noch ist alles möglich. Doch eines ist klar: Der Weckruf ist erfolgt, die Spreitenbacher müssen erwachen. «Guten Morgen! Es geht nicht von alleine!» Es gilt jetzt, positiv zu bleiben (das ist das allerwichtigste), gut zu trainieren und am 13. März in Baden – quasi ein Heimspiel – eine Reaktion zu zeigen.