Unihockey Aargau United
Grosses Fragezeichen bei Aargau United

Matthias Strebel
Merken
Drucken
Teilen

Unihockey Aargau United startet sehr schlecht in die neue Saison. Nach einem weiteren schwachen Auftritt und einer verdienten 5:1 Niederlage gegen den Aufsteiger Baden Birmenstorf steht die Mannschaft von Trainer Nicolas Emch und Daniel Morf vor grossen Fragezeichen.

Grosse Ernüchterung

Später Sonntagabend in Siggental. Unihockey Aargau United verlor gerade ein Spiel gegen einen Gegner, welcher die Mannschaft von Trainerduo Emch / Morf eigentlich hätte dominieren müssen. Die Spieler sassen nach dem erneut schwachen Auftritt minutenlang schweigend in der Kabine, ehe einige Führungsspieler das Wort ergriffen. Was ist bloss los mit den ambitionierten Aargauern? „Es ist zur Zeit irgendwie der Wurm drin, anders kann ich mir solch ein Auftreten nicht erklären“, versucht Trainer Emch die Situation zu erklären, doch man spürt, auch ihm fehlen zurzeit irgendwie die passenden Worte. „Es reicht einfach nicht, nur sein Programm abzuspulen“, fügt Stürmer Raffael Keusch hinzu und spricht damit einen Aspekt an, welcher jeder der zahlreichen Zuschauer am Sonntagabend mitverfolgen konnte. Unihockey Aargau United spielte lustlos, ohne Spielwitz und ohne Willen – eben, als müsste einfach das Programm abgespult werden.

Obwohl die United über das gesamte Spiel hinweg wohl mehr Ballbesitz hatte, kreierten sie über die gesamte Spielzeit kaum gute Chancen. Tauchten einige Spieler, welche im vergangenen Jahr noch für zahlreiche Tore zuständig waren, alleine vor dem gegnerischen Gehäuse auf, scheiterten sie teils auf schon fast peinliche Art und Weise. Eine Tatsache, die die Leistung der gesamten Mannschaft widerspiegelt und für grosse Fragezeichen sorgt. „Die Entäuschung ist natürlich sehr gross, dennoch sind zwei verlorene Spiele nicht alle Welt und es bleibt noch viel Zeit“, analysiert Kapitän Björn Strebel die momentane Situation und versucht der Misere doch noch etwas Positives abzugewinnen. Klar, Aargau United steht vor einer langen Saison und es wird noch vieles passieren, die Art und Weise wie die Blauweissen am Sonntagabend gegen einen gut aufspielenden Aufsteiger Baden Birmenstorf auftraten, war jedoch ungenügend und kein einzelner Spieler holte sich gute Noten ab. Einzig vielleicht Cyril Müller, welcher im Tor der United wieder einmal hexte und seine Farben lange im Spiel hielt. Denn der Aufsteiger aus Baden machte seine Sache gut, trat im Gegensatz zu den Gästen als Einheit auf und verdiente sich die drei Punkte absolut. Obwohl die United vor allem im Schlussdrittel immer wieder zu gefährlichen Aktionen kam, bremsten sich die Gäste durch zahlreiche unnötige Strafen immer wieder selbst aus. Auch etwas, voran die Aargauer dringend arbeiten müssen. „Im Unihockey ist vieles möglich, aber wenn wir die letzten acht Minuten mit einem Mann weniger agieren müssen, wird es sehr schwierig“, weiss auch Trainer Nicolas Emch und ergänzt sofort: „Dennoch, wir müssen jetzt nach vorne schauen und versuchen den Kopf frei zu kriegen. Jeder meiner Spieler weiss, dass wir es können – es fehlt zurzeit einfach die nötige Lockerheit“. Diese Lockerheit und Coolness zeigte die United auch diese Saison, als sie das Startspiel gegen Schwarzenbach gewann und den Schweizermeister von 2013 Alligator Malans lange ärgerte. „An diese Leistungen müssen wir sofort wieder anknüpfen“, ist sich auch Teammanager Marco Staldegger bewusst und mahnt seine Spieler: "Jeder Einzelne weiss was es geschlagen hat und wir uns nichts mehr erlauben dürfen, wollen wir um die Aufstiegsplätze noch ein Wörtchen mitreden!".

Die nächste Möglichkeit, sich endlich wieder von der besten Seite zu zeigen hat Aargau United am kommenden Sonntagabend. Da erwartet die Blauweissen erneut ein Derby – um 18.00 Uhr in der Schachenhalle gegen Aarau.

Baden Birmenstorf – Unihockey Aargau United 5:1 (1:0 2:0 2:1)
Go Easy Freizeit, Siggental, 120 Zuschauer. SR Widmer / Scheidegger

Tore: 11. Hansmann (Kupper) 1:0, 24. Laube 2:0, 28. Rüegg (Egloff) 3:0, 49. Hansmann (Kupper) 4:0, 51. Björn Strebel (Müller) 4:1, 53. Egloff (Stuber) 5:1

Strafen: 2x 2 Minuten gegen Baden Birmenstorf, 4x 2 Minuten, 1x 5 Minuten (Killer) gegen Unihockey Aargau United

Aufstellung Unihockey Aargau United

Andre Renggli, Fabian Renggli, Reto Strebel, Michel, Köpfli, Roger Strebel, Meyer, Amstutz, Bieri, Massaro, Cyril Müller, Killer, Martin Müller, Keusch, Desch, Björn Strebel, Stutz, Niederöst, Soldera

Bemerkungen: Aargau United ohne Kobel (verletzt), Dubach, Marti, Lips, Gisler, Streuli, Burch, Vallotton (nicht im Aufgebot)