Gemeinnütziger Frauenverein Gränichen
Gränicher Gemeinnützige Frauen zu Besuch in Brugg

Eine Stadtführung

Barbara Ducceschi-Küng
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Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten erfreulich viele interessierte Mitglieder des GFG das liebliche Städtchen Brugg, kundig geführt vom Historiker Walter Müller.

Neben Vindonissa, das zur Römerzeit viel wichtiger war, entwickelte sich Brugg erst im Mittelalter zu einer wichtigen bewehrten Stadt mit Mauer, Türmen und Toren und bewachte den schmalen Übergang über die Aarebrücke. Der schwarze Turm war denn auch noch bis vor gar nicht langer Zeit Bezirksgefängnis. Die Frauen bewunderten die schmucken Häuserzeilen, die von Reichtum und blühendem Handel zeugen, die breite Hauptgasse liess sie den Trubel und die Geschäftigkeit auf dem damaligen Markt erahnen. Das stattliche Salzhaus erinnert heute noch an die enorm wichtigen Salztransporte auf der Aare.

Dass die Brugger 1640 während des 30-jährigen Krieges ihr Geld in eine Lateinschule und deren reichhaltige Bibliothek investierten, liess die Damen aufhorchen: So war also schon damals die Bildung viel wert! Die kunstvoll bemalte Fassade des Schulhauses zeigt die Wissenschaften in Frauengestalten und ist mit Versen in vier Sprachen geschmückt.

Im kühlen Kirchenraum ruhte man sich etwas aus, und stärkte sich darauf in einem der vielen Restaurants bei Speis und Trank. Reich beschenkt und beeindruckt vom Gesehenen machten sich am Abend alle auf den Heimweg zurück nach Gränichen.

Text Bilder:
1. Das Lateinschulhaus mit seinen faszinierenden Wandbildern
2. das stattliche Salzhaus erinnert an die wichtigen Salztransporte auf der Aare