glp Grünliberale Partei Baden / Ennetbaden
glp Baden: Zur Einwohnerratssitzung vom 06.09.2011

Schulhausplatz mit eindeutigen Zusagen

Isabelle Wanner
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Es geschieht gar viel zwischen Bolz und Ziel (alter Schützenspruch), so die fünf-jährige Planung des Schulhausprojektes. Die Verflechtung der kantonalen und städtischen Anliegen befriedigend zu lösen, war eine Mammutarbeit. Ob alle Projektziele für Baden von Vorteil sind und überhaupt erreicht werden können, ist die Frage. Die Präsentationen sind nur positiv und ohne Zweifel, und dies macht stutzig. Nun verfügen nicht einmal Politiker über hellseherische Fähigkeiten und deren Entscheidungen fussen auf ein Abwägen der Vor- und Nachteile. Ent-sprechend dem heutigen Wissensstand kommt die glp zum Schluss, dass das Projekt Unterstützung verdient, auch wenn sich die Begeisterung in Grenzen hält. Sollte sich die gewünschte Bevorzugung der Fussgänger, der Velofahrer und des öffentlichen Verkehrs, die in Kauf nimmt, dass der motorisierte Individualverkehr (MIV) und Lastwagenverkehr gedrosselt wird, nicht eintreten, würde die glp unverzüglich für Gegenmassnahmen kämpfen. - Das dringliche Postulat, die Stadt solle das Trudelhaus kaufen, macht der glp keine Freude. Mit dem Um- und Anbau 1970 verflüchtigte sich Hans Trudels Geist aus seinem ehemals romantischen Anwesen. Es blieb eine Hülle, mit einer zeitgemässen Stimmigkeit gefüllt. Heute wird ein kultureller Positivismus gefeiert, der manchmal übers Ziel schiesst. Haben wir nicht genug Kulturräume, die neue Alte Schmiede und das Kino Royal eingerechnet? Ein Ankauf des Trudelhauses würde keinen Kulturbe-trieb garantieren, sodass bei einer Umnutzung in Büros die Altstadt weiter zum Verwaltungsquartier mutieren würde. Dies ist kontrovers zu den Bestrebungen, die Existenz von Läden, Gewerbe und Wohnraum im Zentrum zu ermöglichen. (IW)

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