Spitex Verein
Generalversammlung des Spitex-Vereins Buchs

Seit Februar Räume in der Rösslimatte

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Zur diesjährigen Generalversammlung des Spitex-Vereins Buchs begrüsste die Präsidentin Frau Monika Beck 51 Vereinsmitglieder und 12 Mitarbeiterinnen des Spitex-Zentrums. Sie wies auf die Bedeutsamkeit des Vereinsjahrs 2008 hin.

An einer ausserordentlichen GV im September 2008 wurde dem Kauf neuer Räumlichkeiten für das Spitex-Zentrum zugestimmt, damit konnte die unbefriedigende Platzsituation zugunsten zweckmässiger Räume aufgegeben werden. Seit Februar 2009 befindet sich das Spitex-Zentrum in der Rösslimatte, direkt neben der Bushaltestelle.

Die Finanzen des Vereins sind geordnet, das Berichtsjahr schliesst mit einem kleinen Plus ab. Der Verein durfte wiederum einige Spenden entgegennehmen, welche herzlich verdankt werden. Die Versammlung genehmigt die von Barbara Keusch, Ressort Finanzen, vorgetragene Rechnung und den unveränderten Jahresbeitrag von Fr. 40.- einstimmig.

Der Vorstand konnte durch die Wahl von Frau Michaela Spiess ergänzt werden. Frau Spiess ist Mutter von vier Kindern und verfügt über eine Ausbildung als diplomierte Pflegefachfrau und über einen Bachelor in Informationswissenschaften. Sie wurde von der Generalversammlung einstimmig gewählt.

Die Präsidentin informierte die Anwesenden über einige Tendenzen im Gesundheitswesen, die auch die Spitex betreffen. Die Leistungen der Spitex gewinnen gesamtschweizerisch an Bedeutung. Die Gründe liegen unter anderem darin, dass Patientinnen und Patienten tendenziell immer früher aus Spitälern und Kliniken entlassen werden. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen und betrifft sowohl Institutionen für körperliche als auch für psychische Gesundheitseinschränkungen. Die spitalentlassenen Menschen brauchen noch Unterstützung, diese werden sie zu einem wesentlichen Teil von der Spitex erhalten. Das führt dazu, dass vermehrt jüngere und schwerer kranke Menschen zum Klientel der Spitex gehören werden. Die Gruppe der älteren Menschen in Verhältnis zu jüngeren steigt stark, betagte und hochbetagte Menschen sind öfters chronisch krank, haben mehrere gesundheitliche Einschränkungen gleichzeitig, die Zahl der Demenzkranken steigt enorm.

Auch die veränderten Familienstrukturen, mehr Ein-Personenhaushalte, Angehörige, die selbst beruflich engagiert sind und sich nicht rund um die Uhr für die Pflege von Familienmitgliedern kümmern können und wollen, tragen zum wachsenden Bedarf nach Spitex-Leistungen bei.
Die Anforderungen an die Spitex-Mitarbeitenden werden sich verändern, unter anderem hin zu vermehrter Gesundheitsberatung, Unfallverhütung zuhause, Beratung und Unterstützung von Angehörigen.
Gemäss Berechnungen des schweizerischen Gesundheitsobservatoriums obsan wird der Bedarf an zusätzlichem Pflegepersonal in der Spitex bis ins Jahr 2020 um 20-25% steigen. Beim hauswirtschaftlichen Bedarf der Spitex kann nach Ansicht der Präsidentin mit einem gleichen Steigerungsbedarf gerechnet werden. Die Spitex wird wachsen, muss wachsen, damit die Kosten für unser Gesundheitssystem weniger rasant steigen.

In der Spitex Buchs nahmen im vergangenen Jahr die pflegerischen Einsatzstunden um mehr als 10% zu. Um den Arbeitsanfall bewältigen zu können, leisteten die Hauspflegerinnen gegenüber dem Vorjahr mehr als doppelt so viele Krankenpflegestunden. Trotzdem musste der budgetierte Gemeindebeitrag nicht ausgeschöpft werden.

Die Präsidentin dankt allen für ihren Einsatz und den Mitgliedern für ihre Unterstützung und ihr Interesse. Zum gewohnten Ausklang bei Kaffee und Kuchen spielt das Duo Schwyzerörgeli, Wolfwil, auf. (Silvia Schneider)