Gemischter Chor
Gemischter Chor Suhr – Auf den Spuren des Jahresmottos: Wasser

Barbara Ingold
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Bilder zum Leserbeitrag

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Erwin Suter

2012 wurde von der UNO zum Jahr des Wassers ausgerufen. Bereits das Jahreskonzert des Chores im März stand unter dem Titel „Wenn alle Brünnlein fliessen“. Was lag da näher, als die Vereinsreise auch mit Wasser in Zusammenhang zu bringen.

Auf der Fahrt Richtung Solothurn wurden die Wolken immer dichter und bald musste Beat Müller von Delta-Classic-Reisen den Scheibenwischer seines Reisecars in Betrieb nehmen. Der erste Aufenthalt war bei Käser’s in Meienried, in der Nähe von Büren an der Aare. Dort war der Vater der Juragewässerkorrektion, Johann Rudolf Schneider, aufgewachsen und hatte am eigenen Leib erlebt, was das überbordende Nass an Krankheit und Elend für die arme Landbevölkerung bedeutete. Bei Zopf, Burebrot und Kaffee im ehemaligen Kuhstall stärkte sich die Reisegesellschaft für den nächsten Teil der Reise. Das ehemalige Wasserschloss Nidau war das Ziel. Heute steht das Schloss aber an einer verkehrsreichen Einfahrt in die Stadt Biel und das Wasser ist weit entfernt. Auch eine Folge der Gewässerkorrektion. Im Schloss selber befindet sich eine Ausstellung, die auf eindrückliche Weise zeigt, wie viel Überzeugungskraft (heute würde man Lobbyismus sagen) Johann Rudolf Schneider an den Tag legen musste, dass das Seeland von der Sumpflandschaft zum Gemüsegarten mutierte.

Per Schiff führte die Reise von Biel nach Twann, wo der Gesellschaft im Restaurant „Zum Alten Schweizer“ feine Egli oder auch ein Stück Fleisch aufgetischt wurde. Dazu durfte natürlich ein feines Glas einheimischen Rebensafts nicht fehlen.

Nach dem Mittagessen trennten sich die Sängerinnen und Sänger. Einige spazierten auf dem Uferweg nach Ligerz, andere flanierten durch das malerische Twann. Beim Bahnhof Ligerz traf man wieder zusammen und setzte den Weg via Gampelen, Ins durch das Grosse Moos fort.

Im Klostergasthaus „Löwen“ in St. Urban wurde noch eine Rast gemacht und ein letztes Lied gesungen. Dem Organisator der Reise, Peter Eggenschwiler, ein herzliches Dankeschön.