Lok Reinach
Gemischte Gefühle bei Lok Reinach nach der Doppelrunde

Nach 2 Wochenenden ohne Ernstkampf reiste das Herren 1 von Lok Reinach ins verregnete Schönbühl, um sich mit den Hornets Moosseedorf zu messen.

R. Möri
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Herren 1 Lok Reinach.

Herren 1 Lok Reinach.

Zur Verfügung gestellt

Der Start gelang gut, nach knapp zwei Minuten konnte Grütter die Reinacher mit einem verwerteten Abpraller in Führung schiessen. Die Hornets konnten das eher gemächlich geführte Spiel wenige Augenblicke später per Weitschuss ausgleichen und nach 15 Minuten und einigen ausgelassenen Chancen der Reinacher war der zum Stürmer umfunktionierte Häfeli für den 1:2 Pausenstand verantwortlich.

Überzahlspiel blieb ungenutzt

Zu Beginn des zweiten Drittels liessen die Reinacher eine zweiminütige Überzahl ungenutzt verstreichen und das Spiel plätscherte ohne grosse Aufreger vor sich hin. Nachdem Wullschleger zur Spielmitte auf 1:3 stellte ging der Faden auf Reinacher Seite urplötzlich völlig verloren.

Die Hornets drehten auf und die Wynentaler leisteten sich haarsträubende Fehler im Spielaufbau. So kam es, dass die Berner innert sechs Minuten auf 5:3 davonzogen und die Reinacher dabei hilflos erscheinen liessen.

Der Anschlusstreffer durch Galliker war nur ein kurzes Aufbäumen, waren es doch die Hornets, welche 1 Sekunde vor Drittelsende ein wiederum ungenügendes Boxplay der Reinacher bestraften und auf 6:4 stellten.

Weitere Gegentore

Der letzte Abschnitt startete mit einem weiteren Gegentor in Unterzahl denkbar schlecht und so sah sich Coach Hedlund gezwungen, bereits 18 Minuten vor Spielende auf ein aggressives Pressing zu setzen. Im Powerplay war man wenig später mit einem Weitschusstor aber leider zum letzten Mal an diesem Abend erfolgreich.

In der Schlussviertelstunde waren Energie und Wille zwar spürbar, das Defizit des Mitteldrittels wog aber zu schwer und so verlor man das Spiel gegen ein spielfreudiges und waches Moosseedorf wohl nicht unverdient mit 7:5.

Erfreulich anzumerken waren das solide Debüt von Torhüter Mazrekaj sowie die Torpremiere des Schweden

Telegramm

Hornets R.Moosseedorf Worblental - UHC Lok Reinach 7:5 (1:2, 5:2, 1:1)

RAIFFEISEN unihockeyARENA, Urtenen Schönbühl. – 51 Zuschauer. – SR Herzog/Ziörjen. – Tore: 2. P. Grütter (M. Gürber) 0:1. 5. O. Oswald (M. Kipf) 1:1. 15. D. Häfeli (M. Hediger) 1:2. 29. T. Wullschleger (J. Nyh) 1:3. 30. J. Bigler (D. Lüthy) 2:3. 31. M. Spring (J. Bigler) 3:3. 33. M. Steiner (J. Bigler) 4:3. 36. S. Flückiger 5:3. 39. J. Galliker 5:4. 40. S. Flückiger (S. Hänggi) 6:4. 43. D. Lüthy (M. Steiner) 7:4. 46. H. Berglund (J. Nyh) 7:5. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Hornets R.Moosseedorf Worblental. 4mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach.

Lok Reinach – Team Aarau 11:2

Nach der ungenügenden Leistung vom Vortag war die Lok am Sonntag auf Wiedergutmachung aus. Der Rahmen dazu passte - fürs erste Aargauer Derby der Saison fanden erfreulicherweise gut 140 Zuschauer den Weg nach Reinach. Im Kader der Aarauer liessen sich dann gleich mehrere Altbekannte ausmachen.

Neben den langjährigen Reinachern Michael Merki und Peter Byland spielt auch der Gränicher Samuel Waser mittlerweile für die Kantonshauptstädter. Gecoacht werden die Aufsteiger durch Michael Hafner, ebenfalls langjähriger Spieler aus glorreichen Zeiten in der Pfrundmatt.

Paukenschlag zu Beginn des Spiels

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach dem gewonnenen Bully vertändelte ein Reinacher Verteidiger den Ball hinter dem eigenen Tor und so war es ausgerechnet Byland, welcher die Aarauer nach nur 11 Sekunden in Führung schoss.

Die Wynentaler blieben aber unbeeindruckt und konnten den Fehlstart bis zur 15. Minute in eine 4:1-Führung umwandeln. Dabei überzeugte insbesondere die neu formierte dritte Linie um Doppeltorschütze Häfeli.

Im zweiten Abschnitt konnten die in blau spielenden Gastgeber durch Berglund und Sommerhalder auf 6:1 davonziehen. Auch nachdem mit Michael Merki der zweite Aarauer Rückkehrer traf, kamen über den positiven Ausgang des Spiels keine echten Zweifel mehr auf.

Trotzdem blieb auf Reinacher Seite irgendwie das Gefühl, dass man eigentlich zu mehr fähig wäre. So forderte Coach Hedlund in der zweiten Pause dann auch eine Tempoverschärfung und mehr Zug zum gegnerischen Tor.

Tempoverschärfung wird gefordert

Dies schien sich insbesondere Henrik Berglund zu Herzen genommen zu haben. So konnte der Schwede per Freistossvariante und zwei Weitschüssen im letzten Drittel mit beeindruckender Leichtigkeit seine Tore zwei, drei und vier des Abends erzielen.

Nachdem man zum Abschluss auch noch im Powerplay erfolgreich war, konnte man sich die drei Punkte mit einem verdienten 11:2-Sieg sichern.

Mit dem Duell gegen Aufsteiger Baden-Birmenstorf geht am nächsten Wochenende die Hinrunde schon zu Ende. Dabei steht die Lok aus Reinach noch immer auf Platz 3 der Tabelle, wobei man sich nach der Niederlage vom Samstag leider nicht mehr in direkter Schlagdistanz zur absoluten Spitze befindet.

Telegramm

UHC Lok Reinach - Team Aarau 11:2 (4:1, 2:1, 5:0)

Pfrundmatt, Reinach AG. 146 Zuschauer. – SR Käser/Nüesch. – Tore: 1. P. Byland 0:1. 3. J. Nyh (D. Dünki) 1:1. 9. Ar. Frey (P. Krebs) 2:1. 9. D. Häfeli 3:1. 16. D. Häfeli (M. Hediger) 4:1. 31. H. Berglund (R. Möri) 5:1. 32. J. Sommerhalder (Ar. Frey) 6:1. 39. M. Merki (V. Lacerda) 6:2. 48. R. Möri (T. Wullschleger) 7:2. 53. H. Berglund (J. Nyh) 8:2. 54. H. Berglund (R. Möri) 9:2. 55. J. Sommerhalder (J. Siegrist) 10:2. 58. H. Berglund (T. Wullschleger) 11:2. – Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Lok Reinach. 1mal 2 Minuten gegen Team Aarau.