Gewerkschaft
Gegen Tieflohnzone Domaco: Die Unia verlangt einen Mindestlohn von 4000 Franken

Am 25. Januar 2011 haben Arbeitnehmende zusammen mit Gewerkschaftsvertretern in Lengnau die Mindestlohnkampagne im Kanton Aargau gestartet. Mit einer symbolischen Protestaktionen bei der Firma Domaco hat die Unia gleichzeitig auf die skandalösen Tiefstlöhne von 3100 Franken in diesem Betrieb aufmerksam gemacht.

Gewerkschaft Unia Region Aargau-Nordwestschweiz
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Unia-AktivistInnen mit weissen Schutzoveralls, Schutzmasken und Absperrband haben heute in Lengnau die Tieflohnzone «Domaco» symbolisch gesperrt. Grosse „Tikis" liefen über den Platz und verkündeten: „Domaco- kein Schleck für die Arbeiter ". Der Grund: Die Firma zahlt den Beschäftigten skandalös Tiefe Löhne von 3100 Franken pro Monat, und das bei 42 Stunden Wochenarbeitszeit und ohne 13. Monatslohn. Mit einem Stundenlohn von 18.20 Franken ist ein würdiges Leben in der Schweiz nicht möglich.

400'000 Beschäftigte - fast jeder zehnte Arbeitnehmende - und ihre Familien sind heute in der Schweiz von derart tiefen Löhnen betroffen. Sie verdienen weniger als 22 Franken pro Stunde (bzw. weniger 4000 Franken pro Monat bei 42 Wochenarbeitsstunden). Mit der Volksinitiative für einen gesetzlichen Mindestlohn will die Unia zusammen mit den anderen SGB-Gewerkschaften faire Löhne für alle Arbeitnehmenden durchsetzen - auch in jenen Bereichen, in denen sich bisher wegen fehlenden Gesamtarbeitverträgen bzw. Branchenmindestlöhnen keine Fortschritte erzielen liessen.

Das Anliegen stösst in der Bevölkerung auf grosse Sympathie. Mehr Lohngerechtigkeit, faire Löhne auch für die von Tieflöhnen besonders betroffenen Frauen und ein besserer Schutz gegen Lohndumping und Lohndruck sind überzeugende Argumente.

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