Natur- und Vogelschutzverein Suhr
Für eine saubere Umwelt

Hans-Ruedi Kunz
Drucken
Teilen
Bilder zum Leserbeitrag
5 Bilder
alles liegt bereit Säcke, Handschuhe, Greifer und Watstiefel warten auf die einsatzfreudigen Jugendlichen
so viel Dreck! Die Ausbeute von zwei Stunden Räumungsarbeit
Artenvielfalt im Wald 10-Minuten-Herbarium einer Gruppe
genau hinschauen - richtig sortieren Gruppe beim Sortieren von Blättern nach Form und Blattrand

Bilder zum Leserbeitrag

Unter dem Titel „Jugendevent – einmal anders erleben“ nahmen über 40 Sechst- und Achtklässler an einem Arbeits- und Erlebniseinsatz der katholischen Kirche mit dem Natur- und Vogelschutzverein Suhr teil.

Der Vormittag stand im Zeichen des Aufräumens: Entlang von Stadtbach, Suhre und Wyna war je eine Gruppe mit Greifzange, Handschuhen und Kehrichtsäcken unterwegs, um Spuren der Zivilisation einzusammeln. Zwei Jugendliche pro Gruppe wurden mit hohen Watstiefeln ausgerüstet, damit sogar im Gewässer gesammelt werden konnte. Die Begeisterung hielt sich zu Beginn in Grenzen. Doch mit jedem Schritt ins tiefere Wasser, mit jeder geborgenen Aludose und vor allem mit jedem Schluck Wasser im Stiefel stieg die Stimmung sicht- und hörbar. Jedenfalls war bis am Mittag allen klar, warum auf dem Programm „Ersatzkleider mitnehmen“ gestanden hatte.

Beim Werkhof wurden die Abfälle sortiert und korrekt entsorgt: PET, Glas, Alu und übrige Metalle kamen in die entsprechenden Container. Über 20 kg Restmüll kamen noch dazu. Der grösste Einzelfund war ein weitgehend in seine Einzelteile zersetztes Fahrrad aus der Suhre. Insgesamt erfreulich war, dass weniger Abfall als befürchtet zusammenkam. Wie weit dies mit dem Verhalten der Passanten zu tun hat und wie viel dem kürzlichen Hochwasser zu verdanken ist, ist schwierig zu sagen.

Eine Gruppe rückte den Blacken in einer neu angelegten Blumenwiese an der Wyna zu Leibe und schaffte so Platz für mehr Blumenvielfalt.

Nach einem stärkenden Zmittag – Wurst vom Grill mit Brot und feine Kucken zu Dessert – wurden die Jugendlichen an den Waldrand geführt, wo zwei Posten für sie vorbereitet waren: Wie kommt es, dass jedes Jahr im Herbst eine dicke Laubschicht am Waldboden liegt, und wir doch auch nach Jahrhunderten noch durch den Wald gehen können, ohne in eben diesem Laub zu ertrinken? Heerscharen von Bodenlebewesen zersetzen Tonnen von organischem Material: Schnecken und Würmer, Asseln und Milben und viele andere arbeiten in diesem natürlichen Recycling-System perfekt zusammen. So wird nicht nur Material „entsorgt“, sondern die Bestandteile stehen den Pflanzen als Nährstoffe wieder zur Verfügung.

Die Vielfalt der Pflanzenwelt wurde am anderen Posten erfahren und erlebt. Erstaunlich und erfreulich war es zu sehen, dass die Jugendlichen verschiedenen Pflanzen bereits mit Namen kannten. Begriffe wie „lanzettlich“ oder „eiförmig“, „doppelt gesägt“ oder „gezähnt“ waren beim Suchen von entsprechenden Laubblättern wichtig. So kamen arbeiten, lernen und erleben in gleichem Masse zum Zug.

Aktuelle Nachrichten