Unihockey-Club
Fünfte Meisterschaftsrunde der Herren

Vor der Weihnachtspause spielte Waltenschwil um wichtige Punkte gegen die schlechter platzierten Mettmenstetter. In einem langweiligen Spiel war resultatemässig bis zum Spielende nichts definitiv. Im zweiten Match gegen den erstplatzierten Muotathal gab es keine Überraschung.

Christian Hasler
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Mettmenstetten Unicorns - UHC Blue Sharks Waltenschwil 3:4 (2:1/1:3)

Eine besonders wichtige Partie stand gegen Mettmenstetten auf dem Kalender. Das Duell mit dem direkten Konkurrenten musste unbedingt gewonnen werden, um wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Aber gerade in dieser Partie mussten die Haie mit vielen Ausfällen kämpfen. Drei Stammspieler waren an diesem Wochenende verhindert. Nichts desto Trotz mussten diese zwei Punkte gebucht werden. Die Anspannung war bei beiden Mannschaften deutlich zu spüren. Das Spiel begann ruhig. Beide Mannschaften waren zuerst darauf bedacht in den eigenen Reihen für Ordnung zu sorgen. Die Freiämter standen gut und auch die beiden Joker Burkard und Notter konnten sich ins Spiel einbringen. Hinten solide aber vorne ohne gefährliche Aktionen. So sah das Spiel in den ersten zehn Minuten aus. Torchancen waren Mangelware und die Zuschauer sahen ein kampfbetontes aber dennoch ein langweiliges Spiel. Die Haie drückten jedoch mit zunehmender Spielzeit der Partie ihren Stempel auf. Man hatte mehr Ballbesitz und liess den Mettmenstettern wenig Raum zum Spielen. Völlig entgegen dem Spielverlauf war es Mettmenstetten, dass das Score eröffnete. Der Schuss prallte von der Bande zurück und der gegnerische Stürmer musste nur noch einschieben. Dumm gelaufen. In der gleichen Manie erzielte der Gegner auch das zweite Tor. Mit Hilfe des Fusses von Kägi stand es nach dem Mettmenstetter Freistoss plötzlich 2:0. Ungläubig schauten die Freiämter dem weiteren Spielverlauf zu. Mettmenstetten wurde mutiger und konnte weitere gefährliche Aktionen lancieren. Torhüter Frei hielt jedoch dicht. Kurz vor der Pause erzielte Renggli via Freistoss sein 4. Saisontor. Der psychologisch wichtige Anschlusstreffer verlieh dem Spiel der Waltenschwiler neuen Schwung.

In der zweiten Hälfte versuchte man aufzutrumpfen. Die Gegner waren jedoch nicht gewillt diese Partie verloren zu geben. Die zweite Halbzeit wurde von vielen Stockschlägen geprägt. Mehr und mehr drehte sich das Spiel zu Gunsten der Blues. Oft konnten sich die Mettmenstetter nur mit einem Stockschlag helfen. Der Schiedsrichter ahndete dies mit zwei 2‘ Strafen und einem Penalty. Wiederum war es Hinni, der zum Strafstoss antrat. Der Torhüter liess sich jedoch nicht beirren und hielt. Die Powerplays verliefen ebenfalls torlos. Die Überlegenheit der Haie war aber nun klar ersichtlich. Der Gegner kam kaum noch zu Chancen. Nach fünfundzwanzig Minuten Spielzeit war es schliesslich Hasler der den so wichtigen Ausgleichstreffer verzeichnete. Er entwischte der sonst soliden Mettmenstetter Abwehr und schob den Ball trocken in die linke untere Ecke. Nun überschlugen sich die Ereignisse. Hinni erzielte mit einem wunderschönen, gezogenen Distanzschuss den Führungstreffer zum 2:3. Aber der Gegner wurde wieder stärker. Fest entschlossen wenigstens einen Punkt zu holen, setzten sie zum Sturmlauf an. Torhüter Frei hielt seinen Kasten aber sauber. Dann war es Villiger, der auf einen Fehlpass des Gegners startete, zwei Verteidiger umdribbelte und den Ball frech am Torhüter vorbei spielte. Den Sieg in Reichweite, machten es die Haie nochmal unnötig spannend. Notter verlor auf Höhe der Mittellinie einen Zweikampf und darauf starteten gleich alle drei Mettmenstetter Spieler. Mit einem Pass auf die Seite war die ganze Abwehr der Haie einschliesslich Frei ausgehebelt und der gegnerische Stürmer musste den Ball nur noch in die richtige Richtung leiten, um zum 3:4 einzuschieben. Auch Frei sorgte mit einem Auswurf direkt in die Kelle des Gegners nochmal für Aufruhr. Der Fehler blieb aber glücklicherweise ohne Konsequenzen. Das Spiel wurde beim Stand von 3:4 abgepfiffen. Diskussionsstoff liefern vor allem die nicht genutzten Chancen, die torlosen Powerplays und die schlechte erste Halbzeit. Aber zusammenfassend war der Sieg verdient. Nebenbei muss erwähnt werden, dass die Mettmenstetter nur mit zwei Blöcken angetreten sind und es den Haien trotzdem über weite Strecken schwer machen konnten.

UHC KTV Muotathal - UHC Blue Sharks Waltenschwil 12:3 (5:1/7:2)

Der klare Favorit und der, nach dem Sieg gegen den Zweitplatzierten, vermeintliche Aufsteiger in der zweiten Partie hiess Muotathal. Bereits in der ersten Begegnung dieser Saison zeigten die Muotathaler ihre Überlegenheit. Der Wunsch nach Revanche war für die Haie schwierig zu erfüllen, da die Gegner sich mit jedem Spiel zu steigern schienen. Hinni erklärte vor dem Spiel, dass die Innerschweizer mit einer etwas defensiveren Spielvariante schlagbar seien. Entsprechend motiviert betrat man das Spielfeld. Nicht einmal zwei Minuten verrannten, bis Frei zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Alles was sich die Freiämter vorgenommen hatten ging bereits nach der dritten Minute zu Bruch, als der Gegner das 2:0 herausspielte. Die Überlegenheit der Muotathaler war in der Startphase unumstritten. Fünf Minuten und ein weiteres Tor verstrichen bis sich die Freiämter endlich gefangen hatten. Endlich zog Hasler an der gegnerischen Verteidigung vorbei und scorte mit einem Volleyschuss zum 3:1. Die spielerische Überlegenheit der Schwyzer war aber unverkennbar. Nur selten konnten sich die Freiämter gefährlich vor dem Tor präsentieren. Wenn die Abwehr für einmal ausgespielt war, versalzte der Muotathaler Torhüter den Blues die Suppe. Das Kombinationsspiel des Gegners bereitete den Haien sichtlich Mühe. Beim Stand von 5:1 beendete der Unparteiische die erste Halbzeit.

Das gleiche Bild bot sich den Zuschauern auch in der zweiten Halbzeit. Die schnell kombinierenden Gegner bewiesen ihre Abgeklärtheit nicht nur im Passen, sondern auch im Tore schiessen. So lenkte Torhüter Frei einen Gegenspieler weit aus dem Slot. Dennoch brach dieser es fertig, aus spitzestem Winkel den Ball noch ins Tor zu verfrachten. Trotz der aussichtslosen Situation kämpften die Haie weiter. Kägi konnte einen Pass von Renggli mit der Backhand verwerten. Im weiteren Spielverlauf konnten die Blues die Thaler zumindest konditionell fordern. Aber selbst in dieser Kategorie schien der Gegner überlegen. Beim Stand von 12:3 pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab. Zusammenfassend war der Sieg der Muotathaler auch in dieser Höhe durchaus verdient. Die Präzision der Pässe sowie die Kaltblütigkeit vor dem Tor sind in dieser Liga noch immer unerreicht.

Luca Frei

Waltenschwil mit: Hasler, Villiger, Frei, Kägi, Renggli, Hinni, Müller R., Burkard, Notter
Waltenschwil ohne: Müller P. (Ausland), Graf (Privat), Grob (krank), Keusch (Ausland)