Musikgesellschaft
Frühlingskonzert Musikgesellschaft

Vreni Hebeisen
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Slampoet und Moderator Valerio Moser
Jugendensemble
Nachwuchs mit Veteran Patrick Meier
Musikschüler
MGS mit Nachwuchs
Dank an Dirigent Ronni Frischknecht

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I.Brunner

Ein Frühlingsstrauss beschwingter Melodien

Die Musikgesellschaft und das Jugendensemble erfreuten eine Vielzahl Konzertbesucher in der Aemmertturnhalle.

SCHNEISINGEN (bi)
Trommelklänge erfüllten die Halle. Zu deren Takt marschierten die Musikanten ein, um dann auf ihren Stühlen auf der Bühne Platz zu nehmen. Mit dem rhythmischen Stück Pata Pata, das Lebensfreude pur widerspiegelt, stimmte das Korps die Zuhörer auf das bevorstehende Konzert ein. Pata Pata ist eigentlich ein Tanz, der von der südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba gesungen und ihr grösster, internationaler Erfolg wurde. Ein origineller Auftakt, der sogleich den Funken überspringen liess.

Von Strauss bis Tina Turner
Bevor im Programm weitergefahren wurde, begrüsste Josef Lehmann die zahlreichen Besucher herzlich und wie man es von ihm gewohnt ist, hatte er auch ein sehr berührendes Gedicht für die Mütter parat.

Kein Unbekannter betrat dann die Bühne, der Slampoet Valerio Moser, der in seiner ihm eigenen Art durch das Programm führte und das Publikum damit erheiterte. Es folgte ein Medley bekannter Strausswalzer, arrangiert vom Holländer Walter Kalischnig, das vom Korps leichtfüssig und locker

widergegeben wurde. Wunderbar warm und homogen gespieltes Eingangsthema im Wechsel mit schmissigem, rhythmisch perfekt gespieltem Mittelteil und wieder sanft endendem Schluss, zeichneten Flavio Bars „Le Petit Chat“ aus, von den Musikanten vorzüglich interpretiert. Das „Black Pearl-Schiff nahm Valerio Moser zum Anlass, um zum bestbekannten „Pirates oft the Caribbean“ überzuleiten. Verstärkt wurde der Titel durch das Jugendensemble, das hochkonzentriert bei der Sache war, ebenso „The Best“, das anfangs der Neunzigerjahre in der Version von Tina Turner ein Welterfolg wurde. Ein Erfolg war auch den Musikern und Solisten Conny und Hady Kästli beschieden, das Publikum wünschte eine Zugabe. Dieser Song galt zugleich als Geschenk für Patrick Meier, der in der Musikgesellschaft sein Silberjubiläum feiern darf und schon mal intern gewürdigt wurde. Am Musiktag in Lengnau wird er zum Kantonalen Veteranen ernannt.

Vom schlafenden Löwen zu den Beach Boys
Das Programm fand seine Fortsetzung im „The Lion sleeps tonight“, gefolgt von Fernando Francias „Nettuno“, indem die fünf agilen Klarinettisten brillierten und vom Korps einfühlsam und virtuos begleitet wurden. Fetzige Töne vernahm man beim „Crazy Little Thing Called Love“, während im „Born Free“, der Titelmusik des gleichnamigen Films zu Beginn der Hauptmelodie der warme getragene Klang bestach, wohldosiert in der Dynamik. In der Geschichte der drei Löwenbabys verhalfen die Bässe, Euphonia und dann die Cornets zu Bildern voller Leuchtkraft und Fantasie bis hin zum fulminanten Finale, ein Genuss.

Bevor der engagierte Dirigent den Taktstock zum letzten Titel „Golden Hits“ der Beach Boys – eine der weltweit erfolgreichsten Rockbands der 1960er Jahre – erhob, genossen die Zuhörer das hervorragend gespielte „Going Home“ vom Mark Knopfler. Der Solopart der Saxophone begeisterte. Ein rundum gelungenes Konzert ging zu Ende und stürmischer Beifall belohnte die Musiker und ihren Dirigenten.

Die Zugabe „La Vita è Bella“, liess einem Schauer über den Rücken laufen. Das Publikum entliess das Korps erst nach dem Marsch „Freude zur Musik“, die wahrlich spürbar war.

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