Orchesterverein Rheinfelden
Frühlingskonzert des Orchesters beider Rheinfelden am 21. Mai 2017

Jean Jacques de Wijs
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das Ganze Orchester im Musiksaal der Kurbrunnenanlage
Das Quartett in Mozarts "Serenata notturna" v.l.n.r. Ruth Oechsli (Viola), Franziska Kordowich (VII), Gerd Goldemann (Bass), Monika Kordowich (VI)
die drei Bässe v.l.n.r. Loes Vorster, Ajda Kavsak, Gerd Goldemann
Holz- und Blechbläser werden applaudiert
die zwei Mariannes in den ersten Geigen Marianne Kuhn und Marianne Burkhardt
die Celli v.l.n.r. Elsbeth Sieber (Viola), Katrin Scheurer, Sophie Aschwanden, Walter Gnädinger, Albrecht Sieber.
Pauken, Becken, Kleiner Tromm, Grosser Tromm Lean und Loïc Meyer
Hornisten in Aktion v.l.n.r.: Dominik Bühler, Ruth Oechsli und Roland Gerodetti

Frühlingskonzert des Orchesters beider Rheinfelden am 21. Mai 2017

(AA) Beim Frühlingskonzert am Sonntag, 21. Mai, um 17 Uhr im Kurbrunnensaal in Rheinfelden/ Schweiz widmete sich das Orchester beider Rheinfelden dem Thema "Nacht". Teile des Programms konnten schon eine Woche vorher "beschnuppert" werden, während der Kulturnacht beider Rheinfelden.

Nach der humorvollen Begrüssung vonseiten des Präsidenten, Jean Jacques de Wijs, entführte das sinfonisch besetzte Orchester, unter der Leitung des Dirigenten Lukas Merkelbach, sein Publikum in die geheimnisvolle Welt des Sommernachttraums von Felix Mendelsson-Bartholdy. Ein Wechselspiel zwischen leisen, mystischen Geigentönen die immer wieder durch kräftige Bläsereinsätze und Paukenschläge aufgefangen wurden. Musik zwischen Realität und Feenwelt. Als zweites Werk stand die „Serenata notturna“ von Wolfgang A. Mozart auf dem Programm. Diese wurde im Stil eines "Concerto grossos" geschrieben mit Wechselspiel zwischen Quartett und Tutti-Orchester. Eingebettet in die gefühlvolle Begleitung des Orchesters brillierten die vier Solisten, Monika Kordowich (VI), Franziska Kordowich (VII), Ruth Oechsli (Viola) und Gerd Goldemann (Bass). Die Soloparts überzeugten denn auch durch eine vollkommene Präzision im Zusammenspiel. Besonders erwähnenswert sind die Solistinnen Kordowich, denn Mutter und Tochter boten den Zuhörern im Menuett und Rondo die recht schwierigen Passagen mit einer fröhlich, tänzerischen Leichtigkeit. Auch die Ouvertüre zu „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss (Sohn) passte zum Thema „Nacht“. In diesem, sehr anspruchsvollen Musikstück waren insbesondere die Bläser gefordert. Auf einem breiten Klangteppich der Streicher vermochten sie jedoch das Publikum gekonnt nach Venedig zu entführten. Ebenso meisterten die jüngsten Mitspieler, Lean und Loïc Meyer an Schlagzeug und Pauken, ihre Einsätze mit Bravour. Von Pietro Mascagni waren dann «Preludium und Siciliano », gefolgt vom « Intermezzo Sinfonico » aus der „Cavalleria rusticana“ zu hören. Mit den drei gespielten Sätzen bekamen die Zuhörer das feurige, italienische Temperament zu spüren. Die ebenfalls darin enthaltenen, schwermütigen Themen wurden immer wieder durch einen fulminanten Klangkörper der Bläser aufgefangen. Eine besondere Herausforderung für Flöte, Oboe und Horn. Die „Siegfried Idyll“ von Richard Wagner war wohl das anspruchsvollste Stück an das sich das Orchester heranwagte. Mit sanft zurückhaltenden Tönen führten die Streicher durch dieses Stück, das Wagner zur Geburt seines Sohnes komponierte. Stets aufgefangen und energisch untermalt wurden die leisen Melodien vonseiten der Bläser. Ein gekonntes Zwiegespräch. Das „Capriccio sinfonico“ von Giacomo Puccini bildete den Abschluss des Konzertes. Es ertönte nochmals der gesamte Klangkörper des Orchesters mit einem farbenprächtigen Wechselspiel zwischen weichen Klängen und ebenso dynamisch schwungvollen Tönen. Gekrönt durch einen gefühlvollen, sanften Ausklang.

Das Publikum belohnte dem Dirigenten und Orchestermitgliedern mit kräftigem Applaus, wonach der Dirigent speziell dem Präsidenten des Vereins für seine organisatorische Tätigkeit dankte. (Anny Arnold)

Fotos: Jean Jacques de Wijs und Matthias Lüthy

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