DTV Zetzwil
Fröhliches Bundesfeierwochenene in Zetzwil

Ein durchwegs gelungener Anlass

Merken
Drucken
Teilen

Mit der „Summer-Time-Party" am Freitagabend hat der Damenturnverein die Bundesfeier im Waldwerkhof gestartet. Junge und weniger Junge, zu Fuss oder per Shuttle Bus, trafen sich im originell dekorierten Unterstand des Forstamtes.

Silvia Streit und ihrer kleinen, aber sehr initiativen Crew gelang es, eine lockere und fröhliche Stimmung entstehen zu lassen. Die abwechslungsreiche Musikauswahl und die angenehme Lautstärke liessen wohl manchen länger sitzen bleiben als geplant.

Dies ist allerdings der letzte Anlass dieser Art im Buholz. Die Forstkommission der drei Gemeinden Gontenschwil, Leutwil und Zetzwil hat entschieden, ihren Unterstand nicht mehr an Vereine zu vermieten.

Nachdem am Samstag Vormittag alles weggeräumt war, was an die Party erinnerte, ging es gleich weiter mit der eigentlichen Bundesfeier. Innert Kürze waren sämtliche Tische im schattigen Unterstand und unter dem Zeltdach belegt. Die zuletzt Eingetroffenen wurden kurzerhand auf die Waldstrasse gesetzt. Dies natürlich auf schnellstens aufgestellten Festbänken.

Die Musikgesellschschaft führte auch dieses Mal auf gekonnte Art durch den Anlass. Ihr Repertoire erstaunte manch Auswärtigen, wie zum Beispiel den Bundesfeierredner Kurt Schmid, welcher selber die Musik zum Hobby hat.

Nachdem die ca. zweihundert Personen mit Wurtstsalat, Pommes frites und Grilladen versorgt waren, begrüsste Gemeindeammann Thomas Brändle die Festgemeinde und stellte den diesjährigen Redner Kurt Schmid aus Lengnau vor.

Die Ansprache des Präsidenten des aargauischen Gewerbeverbandes beeindruckte durch die Lebendigkeit, die Professionalität und die Eindringlichkeit mit welcher Kurt Schmid zu den Zetzwilern sprach.

Bildhaft verglich er die Schweiz mit einem Haus auf vier Säulen. Unser politisches System, die Bildung, der Umgang mit der Kultur und die Vernetzung der Wirtschaft sind unauflöslich miteinander verbunden und bieten Wohlstand und Sicherheit. Er sprach wohl manchem aus dem Herzen, als er gegen die kurzsichtige Fusionslust des Kantons plädierte und die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit hervorhob.

An der Gewerbeausstellung im April seien ihm am Gemeindestand die Bonbon-Beutelchen mit dem „Zetzwiler Leitbild" aufgefallen: Zetzbu läbe, Zetzbu i d'Schuel, Zetzbu gnüsse... Dies war wohl einer der Gründe, weshalb er sich spontan zur Bundesfeierrede animieren liess. Als Dankeschön überreichte ihm Gemeinderätin Elsbeth Haefeli zum Schluss ein Kistchen mit Spezialitäten aus dem Tessin.

Wahrhaftige Lachsalven erntete anschliessend der angekündigte Ueberraschungsgast Rüedu Oppliger, welcher sich vom Emmental ins Wynental verirrt hatte. In alter Soldatenuniform, mit urschweizer Schalk und den originellen Utensilien, welche er dabei hatte, gelang es ihm, das Publikum über dreiviertel Stunden lang zu fesseln.

Besinnlich wurde es gegen Ende der Feier, als die Musikgesellschaft, wie jedes Jahr, den Schweizer Psalm anstimmte. Jedermann ist aufgestanden, aber nicht jedermann beherrschte den Text. Dies verminderte allerdings in keiner Weise die Würdigung unseres Vaterlandes.

Beim Eindunkeln traf sich eine fröhliche Schar Kinder mit ihren Eltern zum Lampionumzug. Gemeinsam wanderten sie zum Höhenfeuer, wo die Kulturkommission mit einem kleinen Apéro wartete.

Einmal mehr ein gelungener Anlass in unserer Gemeinde, an den wir mit Freude zurück denken werden. (eh)