Freier Schiessverein
Freier Schiessverein Rupperswil – Herbstversammlung

Das Wahlgeschäft verlief sehr ruhig

Marcel Siegrist
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(RM) In Abwesenheit des Präsidenten konnte der Vizepräsident Georg Schanz 18 Versammlungsteilnehmer im Stapfenackerhaus willkommen heissen. Das Wahlgeschäft, das im Frühjahr auf den Herbst verschoben wurde, verlief sehr ruhig. Der Vorstand mit Bernhard Barth, Georg Schanz, Urs Dick, Hans Flückiger und Simon Fischer wurde in globo wiedergewählt. Othmar Fischer ist zudem neu gewählt worden, womit der Vorstand wieder vollzählig ist. Als Präsident stellt sich Bernhard Barth für eine weitere Periode zur Verfügung. Für alle Zusatzfunktionen sind die Amtsinhaber bestätigt worden, neuer Revisor ist Lukas von Niedernhäusern.

Hauptthema war das durch Brandstiftung den Flammen zum Opfer gefallenen Schützenhaus: In unzähligen Frondienststunden von den Schützen 1911 errichtet und ab 1973 mit der Schützenstube erweitert, diente es lange Zeit der Gemütlichkeit der Schützen und auch den Gästen. In den letzten Jahren ist das Innere des Hauses vom 300-m-Schiesstand in eine gefällige 10-m-Schiessanlage verwandelt worden, von a bis z durch Eigenleistungen der Mitglieder. Das jähe Ende eines lieb gewonnenen Vereinshauses lässt die innere Wut gegen den oder die Brandstifter aufkommen. Die Feuerwehr hat ihr Möglichstes getan, doch zu retten war im Wesentlichen nur der Schiessstand des Pistolenclubs. Die Anonymität der Täter hinterlässt ein schales Gefühl der Ohnmacht und der Verzweiflung. Eine derartige Feuersbrunst, gepaart mit weiteren Brandlegungen im Dorf, verbreitet ganz natürlich Unsicherheit, wenn nicht schier Angst. Doch aus lauter Angst erstarren wollen wir Schützen nicht, wir wollen handeln.

Der Freie Schiessverein hat nach einer bewegten Diskussion einstimmig beschlossen, das Gebäude wieder aufzubauen. Eine Baukommission unter der Leitung von Othmar Fischer mit den Mitgliedern Bernhard Barth, Hans Flückiger, Adrian Schanz und Ruedi Meier ist gewählt und tritt ihre Arbeit in Kürze an. Unterstützt wird sie von Heinz Burger vom Architekturbüro H + H Burger AG. Viele Rupperswiler und Rupperswilerinnen sind am Tag danach bei der Brandruine vorbeigekommen, haben ihr Bedauern über die sinnlose Tat ausgedrückt und haben ihre Solidarität bekundet. Das gibt uns Mut für den Wiederaufbau. Wir hoffen, dass wir Schützen bei der Rupperswiler Bevölkerung weiterhin den nötigen Rückhalt erfahren dürfen.

Das Aargauer Zähni und der Jungschützenkurs im Luftgewehrschiessen wie auch das Wintertraining entfallen aus dem Jahresprogramm, da die Anlage nicht mehr benützbar ist. Das trifft die Schützen und ihren Nachwuchs aufs Härteste. Das Raclette-Essen im Januar, welches über die Jahre immer beliebter geworden ist, soll in das Mehrzweckgebäude verlegt werden. Allgemein sind unsere Aktivitäten für über ein Jahr behindert oder gar unterbrochen.

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