Freiämter Weinfreunde
Freiämter Weinfreunde reisten nach Kalifornien

Salt Lake City, Bryce Canyon, Lake Powell, Grand Canyon , Death Valley, Las Vegas, Napa Valley und San Francisco waren die Ziele der 41 Freiämter Weinfreunde. Zusammen mit Background Tours hat Peter Schürmann die sehr eindrückliche Reise mit vielen Höhepunkten in landschaftlicher, kultureller, oenologischer und kulinarischer Hinsicht organisiert.

Marcel Siegrist
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Am Samstag, 2. September war Abflug ab Kloten mit Delta Airlines via Atlanta nach Salt Lake City, wo die Freiämter von Gruppenreise-Spezialist Edwin Schafer erwartet wurden. Das Hotel Holiday Garden Inn war die erste Station der Schweizer.

Salt Lake City - Bryce Canyon
Salt Lake City ist das Zentrum der Mormonen. Die Reisegruppe besichtigte den Tempelbezirk, den Tabernakel und das Konzerthaus, wo eine Orgel mit 11'623 Orgelpfeifen steht. Salt Lake City ist auffallend sauber und gepflegt. Der Staat Utah verfügt über sehr gute Schulen und ausgezeichnete Universitäten. Seit der Winterolympiade 2002 hat Utah einen grossen touristischen Aufschwung erlebt.

Im klimatisierten Reise-Bus erreichte die Gruppe den 540 km entfernten Bryce Canyon. Der Weg führte über eine Krete, rundherum ein Panorama von Schluchten und Felsen: eine grandiose Fahrt mit unvergesslichen Bildern.
Tagesziel war das Hotel Best Western Ruby's Inn.

Capital Rive - Bryce Canyon
Capital Rive, das bedeutet eindrückliche Steinformationen aus Sandstein in verschiedenen Rot- und Gelbtönen. Erstes Ziel war der Brice Canyon Nationalpark mit eindrücklichen Aussichtspunkten: Sunrise- und Sunset-Point bieten eine Traumaussicht auf den Bryce Canyon. Atemberaubend! Die steinernen Orgelpfeifen leuchteten in allen Farben. Eine wunderschöne Route führte zum Lake Powell. Der Glen Canyon Damm staut hier den mächtigen Colorado River zum zweitgrössten Stausee Amerikas. Kanab, ein kleines Westernstädtchen, liegt auf dem Weg zum Lake Powell.
Ein grossartiges Erlebnis war bei Sonnenuntergang die Schifffahrt mit Nachtessen auf dem Lake Powell.

Lake Powell - Grand Canyon
Eine landschaftlich enorm abwechslungsreiche Fahrt (220 km) führte durch die „painted desert" (bemalte Wüste) zum Grand Canyon-Hochplateau. Eine grandiose, überwältigende Aussicht bietet sich hier dem Besucher.
Etappenziel war die Yavapai East Lodge mitten im Wald; die Bäume wachsen da fast in die Zimmer!
Ein Waldbrand auf dem Weg zur Lodge erregte die Aufmerksamkeit der Gruppe. Interessant war der Hinweis des Reiseleiters, dass im Nationalpark kein Brand gelöscht werden darf, weil die Natur sich selbst hilft.

Grand Canyon - Las Vegas
Im National Geographic Visitor Center war ein sehr eindrücklicher IMAX-Film über die Geschichte der Entdeckung des Grand Canyon zu sehen. Ein weiteres Highlight war ein Helikopter-Rundflug über den Grand Canyon. Über die berühmte Route 66 erreichten die Freiämter das wunderschöne Hotel Encore ***** Las Vegas, ein Super-Hotel mit Casino, einem orientalischen Spa, Schwimmbad im Freien und vielen guten Restaurants. Im riesigen Spielcasino im Parterre wird rund um die Uhr gespielt. Die grossen Hotelzimmer sind sehr fein eingerichtet. Der Abend endete mit einem Besuch der fantasievollen Show „Le Rêve".
Las Vegas war 1905 noch eine Oase auf dem Weg nach Kalifornien, heute leben dort 2 Millionen Einwohner. Die sagenhafte Stadt weist eine der verrücktesten Entwicklungen auf diesem Planeten auf und ist ein Disney World für Erwachsene.

Crazy Las Vegas
Ein ganzer Tag stand der Gruppe zur freien Verfügung mit Start beim Frühstück im Wynn Buffet Restaurant. An zehn Buffet-Stationen mit 150 verschiedenen Gerichten kann der Gast sich bedienen. Ein Schlaraffenland! Das Buffet gilt als Bestes in Las Vegas. Die „Las Vegas by Night Tour" durfte natürlich nicht fehlen. Ein deutschsprechender Guide zeigte uns Down Town, das alte Las Vegas und den Strip, wie der neue Teil von Las Vegas heisst. Gigantische Hotel- und Casinoanlagen befinden sich an diesem weltweit bekannten Abschnitt des Las Vegas Boulevard.

Las Vegas - Death Valley - Mammoth Lake
Nach 260 km erwartete uns ein Besuch des Death Valley Nationalpark. Das Death Valley ist die heisseste und trockenste Region Nordamerikas. Trotzdem überrascht das bekannte Tal mit einer erstaunlichen Landschaftsvielfalt: Sanddünen wechseln sich mit kantigen Vulkankratern ab. Bei 43 Grad war ein Apéro-Halt genau das Richtige. Klar, dass der angebotene kühle Weisswein heiss begehrt war.
Nach dem Mittagessen in der Furnace Creek Ranch ging die Fahrt zu einem Aussichtspunkt, bekannt durch den gleichnamigen Film von Michelangelo Antonioni: Zabriskie Point. Aussentemperatur: 48 Grad (fast Niedergartemperatur!). Die Aussicht war top, doch flüchtete man relativ schnell wieder in den kühlen Bus zurück. Nächstes Ziel war der Check-in im Hotel The Westin Monache Resort in Mammoth Lakes.

Yosemite Nationalpark
Der Weg nach Kalifornien führte via Mono Lake und den Tioga-Pass ins Yosemite Valley. Die Fahrt über den Pass gehört zu den atemberaubendsten Strecken der amerikanischen Westküste. Beeindruckend sind hier auch die riesigen Mammut-bäume. Die Uebernachtung war in der Tenaya Lodge vorgesehen.

Yosemite - Paso Robles
Mit Spannung erwarteten die Freiämter Weinfreunde die Fachbesuche. Oenologe
Peter Schürmann, der die Weingüter bestens kennt und freundschaftliche Beziehungen pflegt, orientierte auf der Fahrt jeweils über die Weingüter, die Besitzer und deren Produkte. In Paso Robles herrscht das heisseste Klima der ganzen Küstenregion. Hier werden runde, früh trinkbare Weine gekeltert.

J. Lohr Winery, Paso Robles
Dieses Weingut wurde vom Enhousiast Magazine zur American Winery of the Year 2010 gekrönt. Der Empfang durch Kim McQuillen, CO-Owner, war sehr herzlich. Sie leitete perönlich die interessante Weindegustation.

Eberle Winery, Paso Robles
Bei Eberle wurde ein professioneller Empfang durch Stacy Miller, Verkaufsdirektorin und Winemaker Ben Mayo geboten. Von der Aussichtsterrasse sieht man 60% der 19 Eberle-Weinberge. Gary Eberle, Pionier von Paso Robles und King of Cabernet hat das Weingut 1983 gegründet. Die Gary Eberle Winery ist eine der Top-Ten in den USA. Gary Eberle war vor Jahren Arzt. In diesem Beruf hätte er viel Schönes verbieten müssen: Essen, Trinken usw. Heute sei dies umgekehrt und für ihn viel symphatischer.
Nach Degustation und Rundgang durch den Barrique-Keller war die Reisegruppe im Privathaus von Gary und Marcy Eberle eingeladen. Ein wunderbares Barbecue, feine Weine, herzliche Menschen. Im Namen der Anwesenden bedankte sich Peter Schürmann für die grosszügige Gastfreundschaft und übergab ein Schweizerfähnchen und Basler Läckerli.
Das check-in im Hotel Holiday Inn in Santa Maria beschloss den ereignisreichen Tag.

San Simeon - Napa Valley
Die Besichtigung des Hearst Castle oberhalb von San Simeon war erstes Tagesziel. Es ist wohl das grandioseste Denkmal, das sich je ein Privatmann selbst setzte. Entlang der Küste ging die Fahrt auf dem Highway 1 nach Carmel, Mittagessen im berühmten Restaurant Casanova. Weiterfahrt nach Sonoma, check-in für 3 Nächte im Hotel Fairmont Sonoma Mission Inn & Spa. Das Nachtessen und die Weine im Restaurant Santé waren hervorragend, die Bedienung perfekt.

Merryvale Winery, St. Helena
Peter Schürmann hatte sich schon vor Jahren vorgenommen, diese Winery einmal mit den Freiämter Weinfreunden zu besuchen. Ein Barrique-Keller, ein riesiger historischer Keller mit einem grossen Holztisch kann hier als echtes Schmuckstück bezeichnet werden. Der Empfang mit Musik aus dem Film „Godfather" („der Pate") passte perfekt ins Ambiente. René Schlatter (Besitzer), Kelly und David offerierten bei Kerzenlicht feine Weine wie Sauvignon Blanc, Chardonnay, Pinot Noir und Cabernet Sauvignon aus der Linie Reserve. Dazu passend wurden Ziegenkäse, Gruyère, Cheddar, Visconsin und Gauda angeboten.

Jordan Winery, Alexander Valley
Die in Healdsburg gelegene Winery produziert Chardonnay und Cabernet-Sauvignon. Mit diesen Weinen beweisen sie, dass das Alexander-Valley oenologisch so spannend ist wie das Napa-Valley. Das Gebäude und die Keller sind erbaut im Château Margaux Stil. Ein Weingut vom Feinsten, von gepflegten Gartenanlagen mit traumhaften Rosen umgeben.

Das Nachtessen auf der Terrasse des Restaurants Tra Vigne in St. Helena war ein
weiterer kulinarischer Höhepunkt. In gemächlichem Tempo fuhr ab und zu der „Napa Valley Wine-Train" vorbei.

Hess Collection Winery, Napa Valley
Bei der Hess-Collection Winery wurde für die Freiämter Weinfreunde der rote Teppich ausgelegt. Sue Markwood, Michael Jobes und Michele Monahan empfingen sehr professionell. Nach dem Besuch im Rebberg und der Winery konnte die wunderschöne Kunstausstellung besichtigt werden. Donald Hess gehört zu den 100 Top-Kunst-Sammlern in den USA: Er kauft nur Werke von noch lebenden Künstlern.
Im schönen, hellen Degustationsraum mit Terrasse konnten Pinot Gris 2010, Chardonnay 2008, Cabernet Sauvignon 2007 und 19 Block Cuvée 2007 genossen werden. Alle Weine vom Mount Veeder. Donald Hess, ein typischer Schweizer, pflanzt seine Reben in den Bergen.

Darioush Winery, Napa Valley
Eine Winery wie aus „Tausendundeinernacht". Herr Chaledi, der Erbauer und Besitzer, kam 1976 mit seiner Frau und den zwei Kindern in die USA. Vor dem
Besuch hatte kaum jemand der Guppe von diesem, im orientalischen Stil gebauten Weingut, etwas gehört, ist jedoch für alle unvergesslich. Bei der Degustation fehlten nur noch die Tänzerinnen, was aber beim Degustieren sicher abgelenkt hätte... Die sehr charmante Diana führte durch die Kellereien.

Der Tag wurde abgerundet mit einem kulinarischen Dinner im „The Culinary Institut of America" Wine Spectator Greystone Restaurant in St. Helena. Wiederum eine Top-Adresse und Erlebnisgastronomie vom Feinsten.

Napa-Valley - San Francisco
Domaine Chandon, Yountville, Napa Valley,
Brian und Helio erklärten die Produktion von Sparkling-Wine in Kalifornien.
Die Rebberge von Chandon sind am Mount Veeder, in Carneros und Yountville.
Die Degustation wurde in der wunderschönen Parkanlage an weiss gedeckten Tischen zelebriert. Einen Chandon Brut Classic begleitete Trüffel-Popcorn und zu Chandon Extra Dry wurden verschiedene Käse gereicht. Höhepunkt war zweifellos der Chandon Etoile, ergänzt von wunderbaren Austern mit Ingwer. Cheers!

Weiter ging die Fahrt zum Mittagessen nach Sausalito ins Restaurant „The Spinnaker" mit Sicht auf die Skyline von San Francisco! Per Schiff erreichte die Gruppe San Francisco, vorbei an Angel Island, Belvedere, Alcatraz, Bay Bridge und Golden Gate Bridge. Von der Fishermen's Wharf starteten wir zur Stadtrundfahrt.
Check-in war für 2 Nächte im Hotel Vitale.

Das Abschluss-Dinner in der „Top of the Mark-Lounge" im 19. Stock des Intercontinental Mark Hopkins Hotel war nächster Höhepunkt mit grandioser Rundsicht auf San Francisco. Im romantischen Polynesian Tonga-Room ging der Abend gemütlich zu Ende.

San Francisco
Dieser Tag stand zur freien Verfügung, um San Francisco nach eigenem Gusto zu erleben. Sei es im italienischen Teil, im chinesischen, am PIER 39 oder an einem der anderen touristischen Plätze dieser Weltmetropole.

San Francisco - Atlanta - Zürich-Kloten
Im Bus auf dem Weg zum Flughafen dankte der Präsident der Freiämter Weinfreunde Dr. Markus Aellen dem Reiseleiter Edwin Schafer für die super geführte Reise. Er hatte den Reiseteilnehmern viel Wissenswertes über Land und Leute vermittelt. Ein spezielles Dankeschön verdient Peter Schürmann, der einen grossen Teil der Reise rekognosziert und alle wichtigen Kontakte vor Ort geknüpft hatte. Sein unermüdlicher Einsatz trug ganz wesentlich zum guten Gelingen der Kalifornien-Reise bei.

Die Reise mit den Freiämter Weinfreunden war ein Riesenerfolg. Überall strahlende Gesichter - Menschen, die in kurzer Zeit viel erlebt haben. Es gab in diesen Tagen intensive und wertvolle menschliche Begegnungen, was einer grossen persönlichen Bereicherung gleichkommt. (rer)