Frauenverein Setten
Frauenverein Stetten entdeckte das Kloster Gnadenthal von einer neuen Seite

Conny Küng
Drucken
Bilder zum Leserbeitrag
78 Bilder
DSC_5519.JPG
DSC_5520.JPG
DSC_5521.JPG
DSC_5524.JPG
DSC_5522.JPG
DSC_5523.JPG
DSC_5525.JPG
DSC_5526.JPG
DSC_5527.JPG
DSC_5528.JPG
DSC_5529.JPG
DSC_5530.JPG
DSC_5531.JPG
DSC_5532.JPG
DSC_5533.JPG
DSC_5534.JPG
DSC_5535.JPG
DSC_5539.JPG
DSC_5537.JPG
DSC_5538.JPG
DSC_5541.JPG
DSC_5540.JPG
DSC_5542.JPG
DSC_5543.JPG
DSC_5544.JPG
DSC_5545.JPG
DSC_5546.JPG
DSC_5547.JPG
DSC_5548.JPG
DSC_5549.JPG
DSC_5550.JPG
DSC_5551.JPG
DSC_5552.JPG
DSC_5553.JPG
DSC_5555.JPG
DSC_5554.JPG
DSC_5556.JPG
DSC_5557.JPG
DSC_5558.JPG
DSC_5559.JPG
DSC_5560.JPG
DSC_5562.JPG
DSC_5561.JPG
DSC_5563.JPG
DSC_5565.JPG
DSC_5564.JPG
DSC_5566.JPG
DSC_5567.JPG
DSC_5569.JPG
DSC_5568.JPG
DSC_5570.JPG
DSC_5572.JPG
DSC_5571.JPG
DSC_5573.JPG
DSC_5575.JPG
DSC_5574.JPG
DSC_5576.JPG
DSC_5577.JPG
DSC_5578.JPG
DSC_5579.JPG
DSC_5580.JPG
DSC_5582.JPG
DSC_5581.JPG
DSC_5583.JPG
DSC_5584.JPG
DSC_5585.JPG
DSC_5587.JPG
DSC_5588.JPG
DSC_5589.JPG
DSC_5590.JPG
DSC_5591.JPG
DSC_5592.JPG
DSC_5593.JPG
DSC_5594.JPG
DSC_5595.JPG
DSC_5596.JPG
DSC_5597.JPG

Bilder zum Leserbeitrag

Am Montag 18. August 2014 fanden sich 48 interessierte Frauen und Männer (davon 8 Gäste aus Muri) im Kloster Gnadenthal ein um die Gemäuer dieses geschichtsträchtigen Gebäudes zu erkunden.

Irene Briner – Kulturbeauftragte des Reussparks – begrüsste uns im Foyer wobei sie schon bald von einer quirligen Dame unterbrochen wurde, welche eine gewisse Katharina suchte. Diese liess nicht lange auf sich warten. Es stellte sich heraus, dass Katharina und Magdalena (so hiessen die beiden Frauen) vor 490 Jahren hier im Kloster Gnadenthal dem Orden dienten.

Dies war der Anfang unseres Rundgangs der uns zunächst ins Refektorium, dem ehemaligen Ratszimmer führte. Magdalena berichtete uns von ihrer Herkunft aus Stetten. Sie kam aus erbärmlichen Verhältnissen. Als sie im heiratsfähigen Alter war, entschied sie sich gegen die Heirat mit dem Nachbarssohn, „der mit den Segelohren“ und trat ins Kloster ein. Katharina hingegen war aus einem wohlhabenden Haus in Mellingen. Früher war es Sitte, dass eine Tochter einem Orden beitrat während die anderen Töchter verheiratet wurden. Das Äbtistinnenzimmer durfte früher nur von der Äbtistin betreten werden. Das Bett ist gesegnet und darf nicht berührt werden.

Im Kreuzgang des Klosters erfuhren wir, wie es um das Kloster Gnadenthal in früheren Zeiten stand: die Äbtistin Pfiffer musste zu Geld kommen und entschied sich eine Heilige ins Gnadenthal zu holen, damit die Einnahmen wieder stiegen. Dies war in der Person der heiligen Justa, von welcher immer noch die Knochen in der Klosterkirche aufbewahrt wurden. Die Nonne Roswitha versuchte im „Museum“ die sterblichen Überreste „zämezbäschele“. Dort wurde früher die Tafel abgehalten.

Vor der Klosterkirche machten wir die Bekanntschaft mit der Frau des Zigarrenherstellers, Frau Marfurt. Sie erzählte uns von den schlechten Geschäften in der Zigarrenindustrie. Weiter in der Geschichte erfuhren wir, dass 1894 das erste Pflegeheim eröffnet wurde. Die „Pfleglinge“ hausten im Estrich des Klosters wo sie einem strengen Regime der Oberin unterworfen waren. Dies berichtete uns Frau Vock, der erste Pflegling im Gnadenthal.

Zum Abschluss des Rundgangs besammelten wir uns im Innenhof, wo die zwei Nonnen Magdalena und Katharina ihren Stumpen rauchten und ein Lied dazu sangen. Die zwei Schauspielerinnen führten uns mit viel Witz und Charme durch die Gemäuer des Klosters.

Von so viel Geschichte überhäuft liessen wir den Abend mit einer kalten Platte im Klosterkeller ausklingen. Es war ein gelungener Abend mit einer erfreulichen Anzahl Mitglieder.

Maya Meier, Frauenverein Stetten

Aktuelle Nachrichten