FDP.Die Liberalen Untersiggenthal
FDP Untersiggenthal: Vorbesprechung Gemeindeversammlung

Nein zur Heilpädagogik im Kindergarten

Norbert Stichert
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Die Traktanden der nächsten Gemeindeversammlung gaben an der Vorbesprechung der FDP Untersiggenthal allgemein nicht zu grösseren Diskussionen Anlass, man ist gegenüber der Einführung der Heilpädagogik im Kindergarten jedoch kritisch eingestellt und beschliesst die Nein-Parole.

Gemeinderätin Antoinette Sommerhalder führte durch die Traktandenliste der nächsten Gemeindeversammlung vom 26. November und gab der interessierten Versammlung die wichtigsten Informationen weiter.

Einbürgerungsgesuche stehen einige mehr als gewöhnlich zur Abstimmung, zu bedenken ist jedoch, dass an der letzten Gemeindeversammlung keine angestanden sind. Die vorberatende Kommission prüft die Gesuche jeweils eingängig und weist auch Bewerber ab, weshalb denjenigen, die vor die Gemeindeversammlung kommen, zugestimmt werden kann. Nicht viel zu reden gab auch das Budget, die anwesenden FDP-Vertreter in der Finanzkommission, Hans-Jürg Freiburghaus und Peter Kim, erläuterten kurz.

Der definitiven Weiterführung des Jugendnetzes Siggenthal (Jugendarbeit und Schulsozialarbeit) wird zugestimmt, ein wenig unschön ist zwar, dass die Gemeindeversammlung praktisch nur den Obersiggenthaler Einwohnerratsbeschluss nachvollziehen kann, aber mit den dort beschlossenen Änderungen kann man grundsätzlich leben.

Einige Diskussion gab es zu Traktandum 5, der Einführung der schulischen Heilpädagogik im Kindergarten. Sauer stiess schon mal der erste Satz auf, die Schule Untersiggenthal führe im Sommer 2010 die integrierte Schule ein. Dieser Aspekt führte unter anderem zur Ablehnung des Bildungskleeblattes und wird bei uns nun offenbar trotzdem eingeführt. Die FDP befürchtet Qualitätsverlust und Mehrausgaben. Man fragt sich also, wer hat dies beschlossen, was kostet das Ganze und weshalb wird dem Souverän dieses einschneidende Thema mal so mit einem Satz in der Gemeindeversammlungsbroschüre mitgeteilt? Die Heilpädagogik im Kindergarten wird nicht des Geldes wegen abgelehnt, sondern ist eine Prinzipienfrage. Es ist eine Binsenwahrheit, dass die Kinder mit unterschiedlichem Entwicklungsstand in den Kindergarten eintreten. Das war schon immer so und die Kindergartenlehrkräfte sollten damit umgehen können. Heilpädagogen können im Einzelfall notwendig sein, dann können sie auch im Einzelfall eingesetzt und nicht einfach fest über alle Kindergärtler eingeplant werden. Die FDP beschloss dazu denn auch deutlich die Nein-Parole.

Das neue Reglement für die Musikschule wird klar bejaht und als Formsache gesehen, Musik fördert den Gemeinschaftssinn und die Intelligenz und die FDP ist stolz, eine grosse und gut organisierte Musikschule im Dorf zu haben.

Weiter stehen zwei Strassenbauprojekte an, beide werden grundsätzlich bejaht. Zum Ausbau der Landstrasse K 114 Knoten Dorfstrasse/Wasserfallenweg (Traktandum 7) fragte man sich aber, ob denn eine Notwendigkeit für eine Lichtsignalanlage besteht, wenn im Rahmen des Verkehrskonzeptes Baden-Wettingen eingangs Untersiggenthal in der Niederwies eine Pförtneranlage installiert wird. Denn wenn der Verkehrsfluss dort gestaffelt wird, müsste die Einmündung in die Landstrasse ab der Dorfstrasse eigentlich gewährleistet sein. Die FDP wird den Gemeinderat dazu um Stellungnahme bitten.

Norbert Stichert, Aktuar

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