Seniorenvereinigung Oberentfelden
Fahrt ins Val-de-Travers

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Die letzte Ausfahrt in diesem Jahr führte uns am 14. Oktober ins Val-de-Travers, Zielorte waren Travers und Môtiers. Am frühen Morgen um 7:30 Uhr standen beim SBB-Bahnhof Oberentfelden 60 erwartungsvolle Senioren bereit. Für die Fahrt zeichneten einerseits das Car-Unternehmen Willy Gloor, Veltheim und von den Senioren Alfred Zybach verantwortlich. Bei noch etwas bedecktem Himmel und kühler Witterung fuhren wir auf der A1 beim morgendlichen Berufsverkehr nach Pieterlen, wo wir angemeldet waren und von unserer Kasse gespendeten Kaffee und Gipfeli erhielten. Um 9 Uhr ging die Fahrt dann weiter dem Bielersee entlang via Neuchâtel – Noiraigue zum ersten Zielort Travers.

Im Jahre 1711 wurden bei La Presta im Val-de-Travers Asphaltvorkommen entdeckt, die bis 1812 nur spärlich und hauptsächlich im medizinischen Bereich genutzt wurden. Ab 1873 bis 1986 folgte dann der industrielle Abbau des Asphalts. Dafür wurden 100 Kilometer Stollen auf mehreren Etagen in den Fels geschlagen. Ein Kilometer davon ist öffentlich zugänglich. In Führungen wird hier gezeigt, wie die Sprengmeister früher arbeiteten, wie man einlaufendes Wasser aus den tief liegenden Stollen abpumpte, und wie der Asphalt mit Pferden ans Tageslicht befördert wurde. Das letzte Grubenpferd ging 1975 in den Ruhestand, seine Arbeit übernahmen bis zur Stilllegung elektrische Lokomotiven. Mit Helmen und Lampen versehen, aufgeteilt in zwei Gruppen, erkundeten wir den gut 1 km langen begehbaren Stollen. Gleich beim Eingang stand die heilige Barbara, Schutzpatronin der Grubenarbeitet. Bei 8° und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit bekamen wir einen starken Eindruck von den einstigen Arbeitsbedingungen unter Tage bei lediglich 30 Minuten Mittagspause! Als Besonderheit wird im heutigen Restaurant in Asphalt gekochter Schinken angeboten. Dieses Angebot liessen wir uns natürlich nicht entgehen. Selbstredend konnten im Lädeli nebenan verschiedenste Absinths verkostet werden, bieten doch die „Minen“ noch jenste regionale Spezialitäten an.

Jetzt war es aber an der Zeit, zu unserem zweiten Tagesziel aufzubrechen. Wir fuhren über Couvet nach Môtiers. Das dortige im 6. Jahrhundert von eingewanderten Mönchen aus dem Burgund gegründete Prieuré St-Pierre in Môtiers im Herzen des Val-de-Travers bildete fast ein Jahrtausend lang eines der bedeutendsten religiösen Zentren der Region. Spiritualität, aber auch Gastfreundschaft und Geselligkeit kennzeichnen diese Stätte, deren Bedeutung als Ort der Weinherstellung von den Benediktinern eingeführt wurde. In diesem aussergewöhnlichen Ort stellt die Familie Mauler (Molär) seit 1829 mit Leidenschaft und hohem Traditionsbewusstsein ihre grossen Grands Vins Mousseux her. Nach der ebenfalls eindrücklichen Führung bestand die Gelegenheit, die verschiedenen Weine zu konsumieren und natürlich auch zu kaufen.

Jetzt hatten wir aber genug gesehen und gefüllt mit vielen Eindrücken starteten wir um 16:45 Uhr zur direkten Heimfahrt auf der A6. Des Sängers Höflichkeit verbietet die Nennung der genauen Ankunftszeit in Oberentfelden, wartete doch beim Käthy im „Frohsinn“ noch ein Schlummertrunk!

Herzlichen Dank an die Organisatoren dieses tollen Tages!

Als nächstes steht am 22. Oktober 2015 eine Ganztageswanderung mit Wendepunkt „Schönegg“ an.

(Rolf „Bari“ Häusler)