Senioren Oberentfelden
Exkursion zum Talweiher Anwil

Rolf Häusler
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faes008.jpg Viele Wege führen zum Talweiher
faes012.jpg gespannt lauschen die Senioren den Worten von Adolf Faes
faes024.jpg Aufstieg zum Schlucht-Ende
faes026.jpg Auch oberhalb des Wasserfalles weiss Adolf Faes über die Stockenten zu berichten
faes041.jpg Abstieg auf Urwaldpfaden zum Startplatz
faes045.jpg Beim verdienten Zvieri im "Jägerstübli" Ammel

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Kurt Geisseler

Am 22. Mai 2014, um 13:30 Uhr, besammelten sich 25 Senioren beim Bahnhof SBB zur von Adolf Faes, Arzt in Aarau, geführten Wanderung in‘s Naturschutzgebiet Talweiher bei Anwil BL. Einige Kameraden fuhren mit dem Auto vor, sodass Fahrgemeinschaften gebildet werden konnten. Und so ging’s los über die Saalhöhe. Nach einer kurzweiligen Fahrt begrüsste uns Dolf Fäs im Naturschutzgebiet Talweiher, das zwischen den Gemeinden Anwil und Rothenfluh liegt. Die 2 Weiher wurden in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts angelegt, und stehen heute unter Naturschutz. Gespiesen werden die Weiher vom Flüsschen Ergolz, das von der Quelle an der Geissflue bis nach Augst und dort in den Rhein fliesst.

Nach dieser Einführung hörte man schon den Gesang einer Singdrossel (tülip tülip – tschidi-trü tschidi - trü tschidi-trü – didi didi didi). Beim ersten Weiher zeigte uns Adolf ein Blesshuhn mit Nachwuchs. Es ist erstaunlich was ein Experte sieht und hört. Es braucht sehr viel Erfahrung, dass man die verschiedenen Vogelstimmen unterscheiden kann. Zwischendurch durften wir auch verschiedene Pflanzen kennenlernen, zum Beispiel den Pfaffenhut. Der Pfaffenhut bekam seinen Namen wegen seines Aussehens - die rote Pfaffenmütze! Auch die Pestwurz und die rote Waldnelke sind sehr verbreitet. Zwischen diesen Besichtigungen konnte uns Adolf auch viele Fragen beantworten. Nach einer Weile marschieren in diesem schönen Urwald erreichten wir einen kleinen Wasserfall. Dort hörten wir unter anderem den Gesang des Zaunkönigs. Adolf erklärte uns, wie der Name Zaunkönig entstanden ist. Auch dass viele Singvögel verschiedene Dialekte haben wie wir Menschen, haben wir erfahren.

Und weiter ging’s durch den kleinen Hirschzungen-Ahornwald, immer begleitet vom Geruch des Bärlauchs, der dort sehr verbreitet wächst. Am Ende des Wäldchens breitet sich das Tal in Richtung Oltingen aus. Saftige Wiesen lagen vor uns. Man konnte da sogar das zirpen von Feldgrillen hören. Für den Rückweg ist ein schöner Wanderweg auf der anderen Talseite vorhanden. Viele Kirschbäume säumen den Weg, und wir haben schon fast rote Kirschen entdeckt. Wieder am Waldrand angelangt führte uns ein steiles schmales Weglein hinunter zurück zum Startort unserer Tour. Schon etwas müde, begaben wir uns auf den Weg nach Anwil ins bekannte Restaurant „Jägerstübli“, wo wir uns bei einem Wurstsalat oder einem Speckbrättli in der schönen Gartenwirtschaft unter mächtigen Bäumen wieder erholen konnten. Samuel Holliger bedankte sich bei Dolfi Fäs für die sehr interessanten und lehrreichen Erklärungen zu unserer Vogel- und Pflanzenwelt, die den meisten von uns noch nicht bekannt waren. Adolf verzichtete auf ein Honorar. Es wurde beschlossen, dass die Oberentfelder Senioren eine Spende an die Institution „BirdLife“ überweisen. Schon musste man langsam an die Heimfahrt denken, war doch der Uhrzeiger schon auf sechs Uhr vorgerückt.

Wieder einmal ist ein schöner Ausflug zu Ende und wir werden noch lange an diesen Tag zurückdenken. Wie immer nach einem Ausflug trafen sich noch einige Teilnehmer im „Frohsinn“ zum gemütlichen Ausklang. (Eduard Matter)