Natur- und Vogelschutzverein
Exkursion "Streifzug durch die Oberkulmer Natur"

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Interessierte Zuhörer
Grillchef Loris

Am Samstagmorgen, 2. Juni, trafen sich 27 Interessierte und Neugierige auf dem Schulhausplatz in Oberkulm, um unter fachkundiger Führung von Ernst Hofmann, Natur- und Vogelschutzverein Oberkulm, kleine Wunder der Natur im Dorf zu entdecken. Bereits auf dem Schulhausareal konnten neue Tannzapfentriebe mit ein- und zweijährigen Tannzapfen verglichen werden und diverse einheimische Heckenpflanzen wie Feldahorn oder Hartriegel betrachtet werden. Im Obersteg gab es die grösste Mehlschwalbenkolonie im Dorf zu bewundern, viele der zwanzig Nester waren bewohnt und die Jungvögel frisch geschlüpft. Im Beidel lernten die Exkursionsteilnehmer Gräser der Fettwiese, aber auch die Vorteile einer Magerwiese für die Pflanzen- und Tierwelt, kennen. Am Bach wuchs Mädesüss, eine stark duftende Pflanze, die wie Aspirin wirkt, aber keinerlei Nebenwirkungen hat. Im nahen Wald gab es viel Wissenswertes über die Photosynthese zu erfahren, und beim gemütlichen Spaziergang hörte man den Gesang von Sommergoldhähnchen, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke und Buchfink, dem häufigsten Vogel bei uns. Im Wald konnte Urs Wunderlin, Förster von Oberkulm, die Erläuterungen von Ernst Hofmann zur einheimischen und amerikanischen Eiche noch weiter ausführen und auch die Eschen, die von einer heimtückischen Pilzkrankheit dezimiert werden, wurden thematisiert. Nun galt der Blick nochmal den kleineren Pflanzen wie Orchideen, Farnen und dem Schachtelhalm, der von den Kindern schachtelähnlich auseinandergezupft wurde. Bei diesen interessanten Beobachtungen war der Weg in die Semmlenhütte sehr kurzweilig und bereichernd. Dort warteten feine Cervelats, Getränke und Kuchen, alles bestens vom Helferteam vorbereitet, auf die Exkursionsteilnehmer. Hier traf man auch auf die Teilnehmer des ornithologischen Grundkurses, der jeweils alle zwei Jahre für Familien und Interessierte durchgeführt wird. In schönster Waldatmosphäre konnte das neu Entdeckte ausgetauscht und geteilt werden.

Lilo Steiner

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