Natur- und Vogelschutzverein Niederrohrdorf
Exkursion ins Gebiet der Wasseramsel

Marcel Siegrist
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Zur diesjährigen Frühlingsexkursion des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf konnte Thomas Vogler gegen 30 interessierte Teilnehmende begrüssen.

Man traf sich bei der Reussbrücke im Gnadenthal. Die Reuss mit ihren vielen grossen Steinen im und am Wasser sowie mit der jetzigen geringen Wassertiefe ist ein typisches Gebiet für die Wasseramsel. Es dauerte nicht lange und die Exkursionsteilnehmenden konnten den Vogel des Jahres mit dem Fernglas auf einem Stein entdecken, von wo aus sie immer wieder ins Wasser eintauchte. Exkursionsleiter Thomas Vogler führte die Gruppe erst flussaufwärts, dann abwärts und an einen Bach, der in die Reuss mündet. Weiter oben plätschert der Bach unter einem Brücklein durch. Dort hatte sich ein Wasseramselpärchen niedergelassen. Emsig flog es hin und her. Die Teilnehmenden erfuhren, dass die scheue Wasseramsel auch an schnell fliessenden Gewässern in Städten wohnt, wenn die Umgebung naturfreundlich gestaltet ist. Ihr Nest baut sie gerne unter einer Brücke oder hinter einem Wasserfall, wo ihre Feinde wie der Marder nicht hinkommen. Vor dem Fliegen lernen die Jungen Schwimmen und Tauchen. Beim Tauchen schliessen sich ihre Nase und Ohren. Mit ihrem Schnabel dreht sie kleine Steine. So gelangt sie an ihre Nahrung, welche aus Wasserinsekten, Köcherfliegen- und Steinfliegenlarven, Schnecken , Regenwürmern, Kaulquappen, kleinen Fischen und mehr besteht.

Während der Exkursion konnten noch weitere Vögel beobachtet werden wie Gänsesäger, Mandarinente, Rot- und Schwarzmilane, Störche, Stare, Bachstelze, Graureiher, Amseln, Meisen und ein Girlitz beim Schmausen von Löwenzahnsämlingen. Fast am Schluss erfreute eine Mönchsgrasmücke mit ihrem Gesang. Ein herzliches Dankeschön geht an Thomas Vogler, welcher mit seinem wachen Auge und seinem scharfen Gehör die Teilnehmenden gekonnt auf die verschiedenen Vogelarten aufmerksam machte.

Bericht von Maria Gschwend