Seniorenvereinigung Oberentfelden
Excursion mit Dölf Fäs zur "Aue Chly Rhy" Koblenz-Rietheim

Rolf Häusler
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7 Bilder
Übersichtstafel Auenpark
eine etwas spezielle Aussichtsterrasse
Aufstieg zur Aussichtsplattform verschiedene Bunker aus dem 2. Weltkrieg stehen an den Ufern
Bunker-Aussichtsplattform Edi Matter (hellgraues Käppi) ist eifrig am schreiben des hier abgebildeten Textes über diese Wanderung!
Die Natur nimmt Besitz der Bunker
Chronik-Titelseite dieses Anlasses

Exkursion mit Dr. Adolf Fäs zur „Aue Chly Rhy“ Koblenz - Rietheim

Am Donnerstag, 9. Mai 2019 um 13.00 Uhr trafen sich beim Bahnhof Oberentfelden 16 erwartungsfreudige Senioren zu einer Exkursion mit dem bestbekannten Ornithologen Dr. Adolf Fäs. Wenn man in den Himmel schaute, wusste man schon, dass uns ein richtiges Aprilwetter bevorstand.

Mit Fahrgemeinschaften fuhren wir los auf den Weg Richtung Koblenz. Nach einer kurzweiligen Fahrt begrüsste uns Dolfi Fäs zusammen mit einem alten Oberentfelder, Max Lüscher, beim Bahnhof Koblenz. Nach einer kurzen Orientierung setzten wir die Fahrt fort in Richtung «Aue Chly Rhy» bei Rietheim. Unterwegs legten wir einen kurzen Halt bei einem ehemaligen Römischen Wachtturm ein, um 2 Autos dort zu parken, und weiter gings bis zur «Aue Chly Rhy». Für viele von uns war das Neuland! Die Aue Chly Rhy entstand auf einem Stück Land , (rund 35 Hektaren) das bei Hochwasser immer wieder überschwemmte. Heute ist es ein Naturpark mit einer einmaligen Mischung von Pflanzen- und Tierwelt.

Schon beim Aussteigen hörten wir Vogelgezwitscher aus allen Richtungen, und am Himmel konnten wir einen ganzen Schwarm Schwalben sehen, die eifrig Jagd auf Insekten machten.

Immer wieder unterbrachen wir die Wanderung, um die interessanten Details aus der Blumen- und Pflanzenwelt zu erfahren. Adolf zeigte uns die grösste Silberweide der Schweiz, und fast wie zufällig sahen wir auf unserem Wege immer wieder viele Wasservögel. Bei einem Weiher zeigte uns Adolf ein Blesshuhn. Viele wussten nicht, dass ein Blesshuhn im Volksmund auch Taucherli heisst! Auch ein Grundwasseraufstoss befindet sich in der Aue.

Überall konnte man Nagespuren vom Biber sehen. Immer wieder hörte man die vielen verschiedenen Vogelstimmen. Adolf erkannte immer sofort um welche Art es sich handelte. Auch ein Kuckuck erfreute uns mit seinem markanten Ruf.

Nach einer guten Stunde gelangten wir ans Rheinufer. Auf einem schönen Naturpfad folgten wir dem Rhein. Entlang dieses Weges befinden sich noch einige Bunker, Zeitzeugen des letzten Weltkrieges. Diese Bunker sind auf dem Dach zu Beobachtungstürmen ausgebaut. Von dort aus hat man eine wunderbare Aussicht in die nähere Umgebung und den nahen Schwarzwald. Bald darauf erreichten wir wieder den Römischen Wachtturm. Mit den 2 dort parkierten Autos holten alle Fahrer die restlichen Fahrzeuge in der Aue ab.

Eine halbe Stunde später sassen wir in der bestbekannten Gaststube des Restaurants Sonne in Leuggern. Bei Speis und Trank diskutierten wir noch einmal über die äusserst interessante Exkursion. Samuel Holliger bedankte sich bei Dolfi Fäs für die sehr professionellen und lehrreichen Erklärungen unserer Vogel- und Pflanzenwelt, die den meisten von uns noch nicht bekannt waren. Adolf verzichtet auf ein Honorar. Es wurde beschlossen, dass die Oberentfelder Senioren eine Spende an die Institution Birdlife geben.

Schon musste man langsam an die Heimfahrt denken, ist doch der Uhrzeiger schon auf 17 Uhr vorgerückt. Wieder einmal ist ein schöner Ausflug zu Ende und wir werden noch lange an diesen Tag zurückdenken. Ein besonderer Dank an Samuel Holliger, der diesen Ausflug organisiert hat.

11.05.2019 Eduard Matter