Evangelische Volkspartei
EVP legt Wert auf funktionierende Soziale Dienste

Fraktionsbericht EVP Stadtpartei Brugg zur Einwohnerratssitzung vom 10. September

Marcel Siegrist
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Am längsten diskutiert wurden an der Fraktionssitzung der EVP Stadtpartei Brugg die beiden Vorlagen zur Stellenerweiterung bei den Sozialen Diensten bzw. bei der Schulsozialarbeit. Dabei war die Notwendigkeit für eine Stellenaufstockung unbestritten. Bei den Sozialen Diensten hätte sie aus Sicht der EVP noch grösser ausfallen sollen, denn die Überlastung dieser kommunalen Dienststelle ist seit einiger Zeit sichtbar. Zudem haben drei von sieben Mitarbeitenden der Sozialen Dienste kurz hintereinander die Stelle gekündigt, wodurch ei-nerseits viel Verlust von Vernetzungsarbeit und Dossierkenntnisse wegzustecken war, ande-rerseits die Überlastung für die verbleibenden Personen noch grösser wurde. Der EVP ist es wichtig, dass die Stadt Brugg zu ihren Angestellten Sorge trägt und deren Belastung im Auge behält. In diesem Fall wünscht die EVP, dass die finanziellen Mittel für die Stellenaufsto-ckung so bemessen sind, damit die freien Stellen mit erfahrenen Personen besetzt werden können und die Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass die Angestellten auch gewillt sind lange zu bleiben.
Der Nutzen einer Erweiterung des Angebotes von Schulsozialarbeit auf alle Schulstufen ist für die EVP unbestritten. Die Partei bedauert zwar aus christlicher Sicht die gesellschaftliche Entwicklung, welche eine derartige Massnahme überhaupt notwendig macht. Sie ist sich aber im Klaren, dass der Wertezerfall und die Verantwortungsdiffusion, die erzieherische Ignoranz oder Inkompetenz einiger Eltern oder ganz einfach die Überforderung in manchen Familien nicht rückgängig zu machen ist, wenn man Hilfe und Unterstützung verweigert.
Zu diskutieren gab in der EVP auch die Vorlage für die Erweiterung der Urnenfeldanlage und die Neugestaltung des Gemeinschaftsgrabes. Während die Mehrheit die Gestaltung der Friedhofanlage als Ganzes und die Fortsetzung des vor einigen Jahren eingeschlagenen Weges mit Urnengräbern und einem Gemeinschaftsgrab samt künstlerischem Schmuck rich-tig und konsequent findet, gab es auch kritische Stimmen gegen die Art des künstlerischen Schmuckes bzw. dessen Preis. Dennoch ist die EVP-Fraktion der Meinung, dass man dieser Vorlage so zustimmen kann.
Den meisten übrigen Vorlagen wird die Fraktion der EVP Stadtpartei Brugg zustimmen. Die Partei unterstützt die Fortsetzung des Konzeptes des Schwimmunterrichts an der Primar-schule durch zwei Lehrpersonen, was mehr Sicherheit und einen besseren, effizienteren Unterricht garantiert. Zustimmung findet auch die „Koordinationsstelle Alter" der Stadt Brugg, die definitiv installiert werden soll. Die Projektphase hat die Notwendigkeit einer solchen Stel-le deutlich gezeigt.
Ja sagen wird die EVP ferner zu den Einbürgerungen und zur Motion Kerkhoven, welche ein Konzept für eine E-Mobilität fordert, ferner auch dem Postulat Zehnder betreffend die Si-cherheit in der Brugger Altstadt. Ob angesichts der vom Stadtrat eingeleiteten Massnahmen das Postulat bereits als überflüssig betrachtet werden kann, muss die Debatte im Rat zeigen. Ablehnen wird die EVP eine Überarbeitung des Dienst- und Besoldungsreglements, da sie deren Notwendigkeit nicht erkennt.(jge)