Freischützen
Erfolgreiches Jahr für die Freischützen Obersiggenthal

Zum 111-jähriges Bestehen ein Rekordjahr

Marcel Siegrist
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Genau zum 111 jährigen Bestehen der Freischützen Obersiggenthal konnten diese ein absolutes Rekordjahr verbuchen.

Es begann im Februar, als im 10m Bereich der Aargauer Meister und Vizemeister bei der Kategorie Schüler, sowie der Aargauer Meister bei der Kategorie Senioren auf unser Konto ging.

Im Frühjahr stand das Einzelwettschiessen an. Da hatten die Freischützen Obersiggenthal die Ehre, dieses Schiessen in seiner bestehenden Form zum letzten Mal durchführen zu dürfen. An diesem Anlass schoss die Standardgewehrgruppe „Ebne" so gut, dass sie sich für den Kantonalfinal qualifizierte.
Dieser Final fand unter äusserst schwierigen Bedingungen in Möhlin statt. Zuerst hatte es Nebel und kaum fingen wir mit Schiessen an, kam starker Wind auf. Unsere fünf Schützen liessen sich jedoch nicht beirren und schossen ein gutes Resultat. Nun hiess es warten, bis alle Gruppen geschossen hatten. Erst dann wussten wir, was unser Resultat wert war. In der Endabrechnung reichte dies zum 3. Rang und bedeutete die Bronzemedaille.

Die grosse Jahresmeisterschaft war dieses Jahr recht anspruchsvoll, galt es doch rund 30 Schiessen zu absolvieren. Aber im Jahr des Eidgenössischen Schützenfestes im eigenen Kanton sollte man sich doch im Vorfeld schon eine gewisse Wettkampferfahrung aneignen. Und wie sich zeigte, gab uns der Erfolg recht. Es zeichnete sich in den Sektionsresultaten an diversen Schützenfesten ab, dass wir gut trainiert hatten. Waren die Freischützen doch immer in den vorderen Rängen zu finden.

Für das Eidgenössische Schützenfest hatten sich im Januar 34 Schützen eingeschrieben. Es war aber damals schon klar, dass wir mit mehr Schützen antreten würden. Zumal noch abgeklärt werden musste, wie viele Jungschützen mitkommen würden.

Wir waren gut vorbereitet. Etliche Freischützen hatten schon ihre Arbeitseinsätze geleistet, bevor sie überhaupt schossen. So kannten die Meisten den Ablauf schon. Und sonst gab es immer Betreuer seitens der Freischützen. Keiner schoss alleine.

Aber imposant war es schon, als man da auf dem Schiessplatz „Füllern" in Rupperswil ankam. Da war eine grosse Zeltstadt aufgebaut worden. Nebst dem Schiesszelt mit 120 Scheiben gab es ein Verpflegungszelt und eines für die Administration, Waffenkontrolle den Gabentempel und für die Aussteller.
Pro Tag mussten ca. 2000 Schützen und 300 Helfer verpflegt werden. Das Ganze war sehr beeindruckend. Die Schützen verhielten sich diszipliniert. Trotz brütender Hitze im Zelt wurde konzentriert geschossen und auch gut getroffen.

Wir schossen an sieben Tagen. Daraus ergaben sich 48 Sektionsresultate der Freischützen Obersiggenthal. Davon waren 24 Schützen jünger als 30 Jahre. Hinzu kamen noch all die anderen Stiche, sowie diverse Meisterschaften, welche auf das Konto der Freischützen gingen. Daran kann man erkennen, wie aktiv unser Verein ist. Denn durch das intensive Training am Mittwoch und auch am Samstag bekommen die Jungen und die Jungschützen eine Routine, welche sich in den Auszeichnungen wiederspiegelt.
Nur fünf Schützen erreichten den begehrten Sektionskranz nicht. Dafür schossen alle andern stark. Das Sektionsresultat ging mit jedem weiteren Schützen in die Höhe. Zum Schluss hatten wir ein Sektionsresultat von 97.294 Punkten. Dies bedeutete beste Sektion im Kanton und gesamt Schweizerisch Rang 9. Das gab es noch nie in unserem Verein, umso grösser war der Jubel.

Am 18. September marschierten wir dann auch voller Stolz ins Dorf ein, mit dem Goldlorbeerkranz und der grossen Wappenscheibe.

Am 10. Und 11. September führten die Sektionen der Ebne (Pistolensektion Obersiggenthal, Freier Schiessverein Kirchdorf und Freischützen Obersiggenthal) gemeinsam das Kantonale Veteranenschiessen durch. Während anderthalb Tagen schossen 550 Veteranen. Dank einer guten Organisation ging alles reibungslos über die Bühne und alle waren zufrieden.

Die Schiess-Saison 2010 ging schon langsam dem Ende entgegen. Womit das Endschiessen und auch der Endstich immer näher rückten. Die besseren Schützen wussten, dass es an der Spitze eng werden würde.
Und genau so war es dann auch. Bei den Standardgewehren siegte nach ca. 30 Schiessen Schneider Martin vor Füglister Fritz und Füglister Conny.
Bei den Ordonnanzwaffen siegte Wäspi Noldi vor Meier Patrik und Digel Dani.

Aber ganz war das Schützen-Jahr noch nicht zu Ende. Die Freischützen mussten noch in der Meisterliga der Aargauischen Mannschaftsmeisterschaft gegen den Abstieg kämpfen. In den ersten beiden Runden konnten wir mühelos mithalten. Aber in den nächsten beiden Runden lief es nicht mehr so gut. Deshalb mussten wir mit fünf anderen Mannschaften (8 Schützen) um den Ligaerhalt kämpfen. Die Freischützen schafften es und werden nächstes Jahr wieder in der Meisterliga schiessen.

Am 20. November beim Bezirksfinal auf der Ebne war der „Pfupf" dann endgültig draussen. Von 36 Finalisten konnten wir zwar deren sechs stellen, kamen aber nicht in die vorderen Ränge.

Als Saisonabschluss 300m, oder Saisonanfang 10m nahmen wir mit dem Luftgewehr-Nachwuchs am Aargauer Zähni teil, wo wir gleich wieder 2 Medaillen und drei Kränze abräumten. (cfü)