Sozialdemokratische Partei
Energiewende als Chance für den Werkplatz

Unter dem Titel „Energie & Arbeit“ luden kürzlich Nationalrat Max Chopard-Acklin und Nationalratskandidatin Astrid Andermatt in Zusammenarbeit mit der SP Turgi zu einem politischen Themenabend im „Bauernhaus an der Limmat“ ein.

Marcel Siegrist
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Zum Einstieg wollte der Gesprächsleiter und Grossrat Martin Christen von Astrid Andermatt und Max Chopard wissen, welchen persönlichen Bezug sie zu den Themen „Energie & Arbeit" hätten. Astrid Andermatt verwies darauf, dass sie durch ihre Wohnsituation im Zurzibiet stark mit der Atomenergie konfrontiert sei und das sie als damalige Mutter von Kleinkindern auch das Unglück von Tschernobyl sehr berührt habe. Für Max Chopard ist klar, dass es ohne Energie keine Arbeit gebe und umgekehrt: Arbeit und Energie gehören für ihn zusammen.
Sowohl Chopard wie Andermatt zeigten sich davon überzeugt, dass die Energiewende nun definitiv kommen werde und auch eine grosse Chance für neue Arbeitsplätze sei. Es gebe sogar unter dem Strich ein Plus an Arbeitsplätzen. Denn der Ausstieg erfolge nicht plötzlich sondern schrittweise, bis etwa 2035 das AKW Leibstadt als letztes vom Netz ginge und auch danach seien noch Spezialisten für den Rückbau gefragt. Parallel dazu löst der Entscheid zur Energiewende im Bereich der Verbesserung der Energieeffizienz und im Bereich der erneuerbaren Energien Innovation und Investitionen aus, was zu neuen Arbeitsplätzen führt.
Auf eine Publikumsfrage, warum eigentlich betreffend Atom nicht mehr über die realen Stromkosten, inklusive Gefährlichkeit, die Sicherheit und die Entsorgung gesprochen werde, gab Astrid Andermatt zur Antwort, dass dem leider immer wieder ausgewichen werde. „Wir können nicht mehr als Aufdecken und Informieren". Und Max Chopard wies darauf hin, dass längerfristig endliche Energiequellen wie Oel, Gas und Uran immer teurer werden, sowohl die Gewinnung wie auch der Transport, während erneuerbare Energien immer günstiger werden, weil auch die Produktentwicklung voranschreite und sich der Wirkungsgrad bei Wind- Wasser und Solaranlagen ständig verbessere.
Auf die Schlussfrage von Martin Christen, wie sie die längerfristige Zukunft bis 2088 sehen, sagte Astrid Andermatt: „Als Stehauf-Frau sehe ich es optimistisch. Wir werden unsere Probleme im Energiebereich gelöst haben durch Achtung vor der Natur und unser Know How. Jeder wird seinen Platz finden, wo er sich verwirklichen kann und wir werden uns öffnen für andere Staaten und teilen mit denen, die es weniger gut haben." Und Max Chopard fügte bei: „Wir werden die Energiewende gemeistert haben durch Sorgfalt im Umgang mit unseren Ressourcen und das wichtigste Sozialwerk der Schweiz, die AHV, wird auch dann noch Bestand haben. Dafür sorgen wir von der SP." (sgö)

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